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HSV feiert Hakan Calhanoglu - "Ich wusste: Der geht rein!"

Beim ersten Saisonsieg des Hamburger SV gegen Eintracht Braunschweig trug sich Neuzugang Hakan Calhanoglu mit zwei Treffern in die Torschützenliste ein.

Hamburg. Er lief von einem Interview zum nächsten. Hamburgs Neuzugang Hakan Calhanoglu hat beim 4:0-Sieg des HSV über Eintracht Braunschweig mit zwei Treffern auf sich aufmerksam gemacht und stand anschließend Rede und Antwort. Der 19-Jährige sprach gegenüber Goal-Reporter Daniel Jovanov über seine Tore, sein Selbstvertrauen und seine Entscheidung für die türkische Nationalmannschaft.

Herr Calhanoglu, zwei Tore in zehn Minuten. Kein schlechter Schnitt, oder?

Hakan Calhanoglu: Ja, auf jeden Fall. Ich bin froh darüber gewesen in den letzten Minuten zum Einsatz zu kommen. Der Trainer hat mir vor der Einwechslung gesagt, dass er mir ein Tor gönnt. Deshalb bin ich zu ihm gelaufen.

Es braucht schon jede Menge Selbstvertrauen, sich als 19-Jähriger den Ball hinzulegen und ihn einfach reinzuschießen. Woher holen Sie sich das?

Calhanoglu: Das ist in mir. Dieses Selbstvertrauen macht mich stark. Vorher wollte Zoua schießen, doch ich habe ihm gesagt: Lass mich das machen. Endlich konnte ich meine Fähigkeiten auch in der Bundesliga unter Beweis stellen. Wobei es bei Freistößen keinen Unterschied macht, ob man in der ersten oder dritten Liga spielt.

Als Sie zum Freistoß antraten, herrschte auf der Pressetribüne schnell Einigkeit darüber, dass Sie den Ball verwandeln. War Ihnen das auch klar?

Calhanoglu: Ja, deshalb bin ich auch angetreten. Zum Glück hat es geklappt.

Vorher haben Sie das Spiel von der Bank aus verfolgt und einen ganz anderen HSV als bisher gesehen.

Calhanoglu: Wir haben sehr gut gekämpft, uns taktisch schlau verhalten und verdient gewonnen. Jeder auf der Bank hat sich über die Tore gefreut. Wir haben gezeigt, dass wir eine intakte Mannschaft sind.

Jetzt geht es allerdings erst mal zur Nationalmannschaft. Ist Ihnen die Entscheidung für die Türkei leicht gefallen?

Calhanoglu: Es fiel mir absolut nicht leicht und ich habe sehr lange mit meiner Familie darüber diskutiert. Deshalb habe ich mir mit meiner Entscheidung Zeit gelassen. Ich hätte gerne für die deutsche Nationalmannschaft gespielt, aber Fatih Terim hat sich als Erstes gemeldet und mich für das türkische Aufgebot nominiert.

Wäre Ihre Entscheidung anders ausgefallen, wenn Joachim Löw Sie angerufen hätte?

Calhanoglu: Dazu kam es nicht. Es wäre eine Möglichkeit gewesen, sich darüber zu unterhalten. Daran kann man jetzt leider nichts mehr ändern.

Was passiert, wenn Fatih Terim Sie nicht spielen lässt? Dann bliebe Ihnen die Option noch offen.

Calhanoglu: Klar, dann könnte man sich noch anders entscheiden. Trotzdem: Ich denke nicht, dass der Trainer mich nicht spielen lässt (lacht).

                 Folge HSV-Reporter Daniel Jovanov auf und und bleibe ständig am Ball!


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