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Eugen Polanski hätte mit dem Abstiegskampf "nicht gerechnet"

Eugen Polanski wechselte im Winter von Mainz zur TSG Hoffenheim. Mit dem Abstiegskampf hat er bei seinem Wechsel allerdings nicht unbedingt gerechnet, verriet er Goal.com

INTERVIEW
Von Stefan Döring aus dem Signal-Iduna-Park

Dortmund. Für die TSG Hoffenheim war das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund eine Art Wunder. Mit dem Rücken zu Wand und einem frühen Rückstand wusste die Mannschaft von Markus Gisdol aber umzugehen und gewann das Spiel dank einer starken zweiten Halbzeit. Eugen Polanski stand Goal.com nach dem Spiel zum Interview zu Verfügung und verriet unter anderem, dass er überhaupt nicht erwartet hätte, gegen den Abstieg spielen zu müssen.

Herr Polanski, hätten Sie im Winter gedacht, nachdem Sie von Mainz 05 zur TSG Hoffenheim gewechselt sind, dass es am letzten Spieltag so dramatisch um den Klassenerhalt geht?

Ich hatte es mit natürlich etwas einfacher vorgestellt, weil ich von außen erst einmal auf den Kader geguckt hatte. Der Kader ist ja eigentlich sehr, sehr gut und mit anderen abstiegsbedrohten Mannschaften überhaupt nicht zu vergleichen. Ich glaube wir haben trotzdem eine schwere Phase gehabt. Es war mir nicht bewusst, dass die schlechte Hinrunde so in den Köpfen der Mannschaft drin war. Spätestens in den letzten sechs bis sieben Wochen haben wir aber eine positive Tendenz vorzuweisen. Wie der Verein arbeitet, wie das Trainerteam uns angepackt hat – da muss man echt Respekt vor haben.

Die 90 Minuten gegen Borussia Dortmund waren ungemein dramatisch. Wie haben Sie das Spiel auf dem Platz erlebt?

Ich glaube, dass wir in den 90 Minuten all das erlebt haben, was der Fußball zu bieten hat. Deswegen gehe ich jetzt recht ruhig in die Relegationsspiele.

In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde es hoch dramatisch. Zunächst gibt der Schiedsrichter den Ausgleichstreffer von Marcel Schmelzer, erkennt diesen aber später ab. Was haben Sie da gedacht?

Grundsätzlich sieht man erst einmal, dass der Ball ins Tor geht. Erst dann habe ich realisiert, dass dort ein Dortmunder Spieler stand. Eine Bewegung hatte ich zwar wahrgenommen, doch ob er tatsächlich im Blickfeld des Keepers stand, ist in so einer Situation schwer zu sagen. Da kann man eigentlich nur hoffen und ich glaube der Linienrichter muss in so einer Situation auch mal die Fahne heben, was er glaube ich nicht getan hat. Die Schiedsrichter haben in der Situation vielleicht einfach das Glück gehabt, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Das wäre natürlich bitter gewesen, wenn wir so einen Gegentreffer kassiert hätten.

Am Donnerstag geht es bereits gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Relegation weiter. Glauben Sie, dass ihre Mannschaft nach dem Sieg im emotionalen Vorteil ist?

Ich glaube man sieht, wie die Mannschaft jetzt in der Kabine drauf ist. Wir waren ausgelassen und haben gefeiert. Nach 20 Minuten war aber schon die Rede von Kaiserslautern. Spätestens morgen sind wir fokussiert auf die beiden Spiele und ich glaube, dass uns das Trainerteam sehr gut auf den Gegner einstellen wird. Wir haben alles erlebt, was man im Fußball erleben kann. Das könnte der entscheidende Vorteil sein. Deshalb glaube ich, dass wir nach den beiden Spielen die Klasse halten.

War der Verlauf heute auch ein wenig so geplant?

Wir haben vorher das Champions-League-Finale zwischen dem AC Mailand und dem FC Liverpool gezeigt bekommen. Wenn man so will, war das heute der Ausgleich. In den Relegationsspielen haben wir dann die Chance auf den Siegtreffer. Wir hatten schon gehofft, dass die Dortmunder irgendwann mit dem Kopf schon in London sind und genauso war es. Dann sieht man auch, wie das Trainerteam uns einstellt.

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