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"Schlechte Karten" im Kampf um Europa: HSV lässt große Chance liegen

Drei Punkte trennen die Rothosen nach diesem Spieltag von einem europäischen Startplatz. Aus eigener Kraft kann sich der HSV jedoch nicht mehr qualifizieren.

Hamburg. Die Ernüchterung nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg ist groß. Der Hamburger SV hat vor heimischem Publikum die Chance liegen gelassen, an Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg dranzubleiben. Zwar trennen die Rothosen nur drei Punkte von Platz sechs – aus eigener Kraft ist Europa nicht möglich. Die Konkurrenz muss in den letzten beiden Spielen patzen, der HSV seine Spiele in Hoffenheim und gegen Leverkusen gewinnen. Sportchef Frank Arnesen hat die Hoffnung daran noch nicht völlig aufgegeben.

Herr Arnesen, ist das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg gefühlt eine Niederlage?

Frank Arnesen: Ja, wenn man bedenkt, dass wir zuhause gespielt und 1:0 geführt haben. In der zweiten Halbzeit vergeben wir leider durch Diekmeier eine große Chance, da hätten wir alles klar machen können.

Ist das Thema Europa jetzt erledigt?

Arnesen: Es kann noch alles passieren, aber wir haben schlechte Karten. Freiburg und Frankfurt haben ihre Punkte geholt. Wir haben jetzt noch zwei Spiele und müssen beide gewinnen und darauf hoffen, dass jemand patzt.

Machen Sie der Mannschaft einen Vorwurf?

Arnesen: Eigentlich nicht, denn sie haben getan, was sie können. Wir müssen auch bedenken, dass wir sieben neue Spieler in der Startformation hatten. Bei Drobny sieht man wie wichtig es ist, einen erfahrenen Torhüter zu haben. Er hat uns im Spiel gehalten.

Dennoch hat Ihre Mannschaft sehr viele Chancen zugelassen.

Arnesen: In der zweiten Halbzeit wollten wir das zweite Tor nachlegen, haben es leider verpasst. Wolfsburg hat in der zweiten Halbzeit mehr investiert und kam zu seinen Chancen. Gegen Ende haben wir den Druck wieder erhöht, waren im Abschluss aber nicht clever genug.

Haben Sie neidisch auf die Bank der Wolfsburger geschaut, die mal eben Perisic und Dost einwechseln konnten?

Arnesen: Wir wissen, dass sie viele starke Spieler in ihren Reihen haben. Wenn man in der Breite so stark aufgestellt ist, hat man auch mehr Möglichkeiten. Wir haben aber sehr gut mitgehalten.

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