thumbnail Hallo,

Wiedergutmachung sieht anders aus! Nach drei Niederlagen in Folge schlendert der Hamburger SV wieder zurück ins Niemandsland der Tabelle.

Hamburg. Die Suche nach Erklärungen blieb erfolglos. Nach der historischen 9:2-Niederlage beim deutschen Meister FC Bayern fanden die Führungsspieler des Hamburger SV unter der Woche deutliche Worte. Eine Reaktion war gefordert, doch auch gegen den SC Freiburg ging der HSV leer aus. Nach drei Niederlagen in Folge ist das Thema Euorpa League vorerst ad acta gelegt. Die Formkurve zeigt eindeutig nach unten. Cheftrainer Thorsten Fink stellte sich nach dem Spiel den kritischen Fragen.

Herr Fink, kann man die Niederlage gegen Freiburg mit dem fehlenden Selbstvertrauen erklären?

Thorsten Fink: Wenn man 2:9 verliert, kann man nicht alles abstreifen. Der SC Freiburg hat in der Defensive die Räume sehr gut zugemacht, damit hatten wir unsere Probleme. Trotzdem haben wir auf unsere Chancen gelauert, die wir leider nicht genutzt haben. Freiburg hat das Spiel letztlich verdient gewonnen, auch wenn sie spielerisch nicht unbedingt besser waren als wir.

Ist Ihre Mannschaft verunsichert?

Fink: Die Verunsicherung war nicht riesig. Wir hatten eher damit zu tun einen sehr guten Gegner zu bespielen, der nicht umsonst da oben steht. Daran müssen wir uns messen lassen. Wir haben vor der Saison immer wieder betont, dass unser Ziel ein einstelliger Tabellenplatz ist. Man sieht immer wieder, dass der eine oder andere Zeit braucht. Ein Son zum Beispiel macht die Chancen normalerweise im Schlaf rein. Der ist aber auch erst 20, und man merkt ihm an, dass wir letzte Woche 2:9 verloren haben. Die letzte Selbstsicherheit hat gefehlt.

Sie haben van der Vaart wieder ein Stück defensiver aufgeboten. Ist zumindest dieser Schachzug aufgegangen?

Fink: Er sollte noch mehr im Spiel eingebunden werden, das hat er auch gemacht. Wir haben mit zwei Stürmern gespielt, die sich leider nicht durchsetzen konnten. Freiburg hat die Räume sehr eng gemacht. Trotzdem müssen wir da mehr zeigen, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen.

Haben Sie eine Erklärung, warum es seit einigen Wochen bei Ihrer Mannschaft nicht gut läuft?

Fink: Es stimmt, dass wir eine schlechte Phase haben. Aber die gibt es immer wieder. In der Hinrunde haben wir die Wende auch geschafft, als wir schon als Absteiger abgestempelt worden sind. Wir müssen das als Herausforderung sehen jetzt in Mainz zu gewinnen.

Querschläger - Auch beim Käpt'n ging gegen Freiburg einiges daneben

Sie haben mit Gojko Kacar statt Petr Jiracek einen eher defensiveren Spieler für die rechte Seite gebracht. Ist Jiracek noch nicht soweit?

Fink: Ich schaue mir die Spieler im Training sehr genau an. Kacar hat in den letzten Wochen gut trainiert, ist kopballstark und zudem auch torgefährlich. Der Eindruck im Training gibt den letzten Ausschlag, wer am Wochenende spielen darf.

Ist die hohe Erwartungshaltung in Hamburg für Ihre Mannschaft ein Problem?

Fink: Wir haben viele junge Spieler, die mit dieser Situation vielleicht noch nicht so gut umgehen können. Vor ein paar Wochen noch wurde von der Champions League geschrieben, heute ist die Realität so, dass wir zusehen sollten noch ein paar Plätze nach oben gutzumachen.

EURE MEINUNG: Was kann dem HSV jetzt noch helfen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig