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EXKLUSIV - Christoph Metzelder hat in seiner Karriere auch im Ausland gespielt. Über die Zeit als „Botschafter des deutschen Fußballs“ spricht er mit uns im Interview.

Berlin. Christoph Metzelder spielt wohl seine letzte Saison beim FC Schalke 04. Im Sommer läuft sein Vertrag in Gelsenkirchen aus. Überhaupt ist es mehr als fraglich, ob der 32-Jährige seine Karriere fortsetzt. Doch der ehemalige Nationalspieler braucht sich um seine Zukunft keine Sorgen zu machen. Alleine durch seine Stiftung hat er mehr als genug zu tun.

Im Interview spricht Christoph Metzelder über seine Zeit bei Real Madrid in Spanien, seine Stiftung und das Thema Migration.

Du warst in den Jahren in Madrid ein „Botschafter des deutschen Fußballs“. Wie hast Du diese Rolle wahrgenommen?

Christoph Metzelder: Ich war mir dieser Rolle von Anfang an bewusst und habe mir auch Mühe gegeben mit gutem Beispiel voran zu gehen. Daher habe ich auch in der Stadt gelebt mit Nähe zu den Fans und habe mich im täglichen Leben stets offen und zugänglich gegeben. Ich glaube, ich habe mir meine Meriten in der öffentlichen Wahrnehmung verdient – vielleicht sogar mehr als im sportlichen Bereich. Auch innerhalb der Mannschaft, für die ich teilweise ein Exot war mit meinen Interessen und Engagements – doch ich spürte, dass mir die Mitspieler großen Respekt gegenüber brachten.

Du sprichst gut Spanisch. War es Deine Entscheidung die Sprache zu lernen oder hat der Verein dies verlangt?

Christoph Metzelder:
 Ich hatte schon vorher mal mit einer guten Bekannten ein ganz klein bisschen Spanisch gelernt. Das Übungsbuch aus dieser Zeit hatte ich noch und als es mit Madrid klar war, habe ich bereits in Deutschland angefangen zu lernen. In Madrid habe ich dann gleich die Initiative ergriffen und Real von mir aus angesprochen, so dass ich von Beginn an einen privaten Spanischlehrer hatte.

Die Initiative „Deutscher Fußball Botschafter“ (www.fussballbotschafter.de) ehrt deutsche Trainer und Spieler, die im Ausland tätig sind und durch Ihr Auftreten zum positiven Image von (Fußball)-Deutschland beitragen. Warum findest Du so etwas unterstützenswert?

Christoph Metzelder:
Fußball ist weltweit die Sportart mit der größten Wahrnehmung – daher ist es wichtig, positives Verhalten nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz zu würdigen.



Du bist selbst sozial sehr engagiert und hast sogar eine eigene Stiftung. Wie entwickelt sich Deine Stiftung „Training fürs Leben“ (www.metzelder-stiftung.de)?

Christoph Metzelder:
Die Entwicklung ist super! Inzwischen unterstützen auch viele Unternehmen die Stiftung. Da ich die Stiftung schon so früh gegründet habe, kennen mich die Kinder noch und ich will diese Möglichkeit nutzen und einsetzen. So besuche ich regelmäßig jährlich 12 Projekte persönlich und bin so immer nah an der Basis.  

Ein Thema bei Stiftung Jugend ist auch Migration, bei der das Erlernen der deutschen Sprache sehr wichtig ist. Sehen Dich die Jugendlichen als Vorbild, da Du ja selbst in der Situation warst eine Fremdsprache erlernen zu müssen?

Christoph Metzelder: Wenn mal Kinder aus Spanien oder Portugal dabei sind vielleicht schon. Aber unsere Kinder kommen häufig aus Ost- oder Südosteuropa. Die haben eher das Problem zweier Kulturen und Sprachen und wissen oftmals nicht genau, wo sie eigentlich hingehören. Die Sprache, die sie in der Schule lernen ist oftmals nicht die Sprache, die zu Hause gesprochen wird. So gibt es den Vorbild-Vergleich hier eher nicht für sie, sie können das meist noch nicht greifen.

In exklusiver Zusammenarbeit mit presented by (hier das komplette Interview lesen).

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