thumbnail Hallo,

Gladbachs Saisonstart ist in die Hose gegangen. Wir sprachen mit Stürmer Luuk de Jong über seinen schwierigen Einstand beim Überraschungsteam der letzten Spielzeit.

Mönchengladbach. Nächstes Spiel, nächste Pleite: Borussia Mönchengladbach hatte sich nach den durchwachsenen Resultaten der letzten Wochen eine Menge für das Duell mit Fenerbahce Istanbul vorgenommen. Am Ende stand am zweiten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase eine weitere Niederlage. 2:4 hieß es am Ende daheim gegen den türkischen Spitzenklub.

De Jong spricht von einer „bitteren Niederlage“

Dabei hatte alles so gut begonnen: Luuk de Jong brachte die Elf von Lucien Favre per Kopf nach gut einer Viertelstunde in Front. Im Gespräch mit Goal.com verriet der Niederländer anschließend, dass er diesen Treffer gar nicht so richtig mitbekommen hatte: „Ich traf den Ball, aber ich sah ihn nicht richtig. Ich drehte meinen Kopf und sah dann, dass der Ball im Tor lag. Das war ein guter Start in den Abend und es ist wirklich bitter, dass wir verloren haben. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Fenerbahce über große Qualität verfügt.“

LUUK DE JONG | Gladbach, Angreifer, 22

SAISONSTATISTIKEN
Einsätze 9
Tore 2
Assists 1
SPIELERFAKTEN
Vertrag bis 2017
Ex-Klubs De Graafshap, Twente
Starker Fuß Rechts

„Ich bereue meinen Wechsel nicht“

De Jong steht nun bei zwei Saisontreffern aus den ersten neun Pflichtspielen der Saison. Nicht nur Fans und Experten hatten höhere Erwartungen, wie er gegenüber unserer Seite unumwunden zugab: „Es ist nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich muss jetzt einfach weiter hart kämpfen und in jedem Spiel alles geben. Nein, meinen Wechsel bereue ich nicht. Es ist toll, jede Woche in der Bundesliga zu spielen. Ich kann dort wirklich eine Menge lernen.“

Der Stürmer sieht Gesprächsbedarf
ERNÜCHTERUNG IN GLADBACH

Die Borussen hatten den 22-Jährigen im Sommer nach zähen Verhandlungen für rund zwölf Millionen Euro vom FC Twente losgeeist. Noch harmoniert er nicht mit seinen neue Mannschaftskameraden.

„Natürlich hätte ich gerne mehr Flanken von den Außen. Dann kann ich meine Stärken ausspielen. Jeder weiß, welche Art von Stürmer ich bin. Vieles ging bei uns durch die Mitte und wir sollten darüber sprechen, wie wir uns verbessern“, erläuterte der 1,88 Meter große Stürmer.

Nachbar von Ballack und Vettel

An das Leben in Deutschland hat sich der Nationalspieler (sieben Einsätze, ein Tor für die „Eftal“) längst gewöhnt. In der Nähe von Düsseldorf hat er seine Zelte aufgeschlagen und dort trifft er prominente Nachbarn. „Michael Ballack und Sebastian Vettel wohnen im selben Ort“, sagte er.

„Das Leben in Deutschland gefällt mir sehr. Ich war schon einige Male in Düsseldorf und dort auf der berühmten Königsallee. Aber wenn wir frei haben, dann fahre ich zurück in die Niederlande.“

Wenig Deutschunterricht, viel Fußball

Im Gegensatz zu vielen Landsleuten tut sich de Jong mit der deutschen Sprache noch schwer. Aber dafür hat er eine einleuchtende Erklärung parat: „Ich verstehe alles gut. Aber das Sprechen ist noch schwierig. Da hat mir Roel (Brouwers, BMG-Mannschaftskamerad, Anm. d. Red.) zu Beginn geholfen. In der Schule hatte ich zwar Deutschunterricht, aber da habe ich nie wirklich aufgepasst, haha. Ich habe mich nur mit Fußball beschäftigt. Ich habe viel über Fußball gesprochen. Immer noch übrigens.“

EURE MEINUNG: Wo seht Ihr die Gründe für die Gladbacher Krise? Wie viele Saisontreffer traut Ihr Luuk de Jong zu?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf !

Dazugehörig