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Er hielt den Hamburger SV mit seinen Paraden im Spiel, parierte zahlreiche Torabschlüsse glänzend. Nach der Niederlage fordert René Adler Unterstützung und Erfolgserlebnisse.

Hamburg. Es ist erst ein Spiel in der neuen Saison gespielt, doch im Umfeld des Hamburger SV geht schon jetzt die Angst um. Nach dem blamablen Pokal-Aus gegen den Karlsruher SC und der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg hagelt es von allen Seiten Kritik. Der einzige, der auf Seiten der Rothosen eine gute Leistung zeigte, steht im Tor. Gegenüber Goal.com äußerte der 27-jährige Neuzugang seine Gedanken und Eindrücke aus dem ersten Saisonspiel.

SO GEHT ES WEITER
Hamburgs anstehende Aufgaben
1.9.
Werder Bremen (A)
16.9.
Eintracht Frankfurt (A)
22.9.
Borussia Dortmund (H)
26.9.
Borussia M'Gladbach (A)
29.9. Hannover 96 (H)
6.10.
Greuther Fürth (A)

Herr Adler, wie groß ist der Frust nach dieser Niederlage?

René Adler:  Ich bin sehr enttäuscht. Ich wünsche mir, dass das Glück auch mal auf unserer Seite ist. Wir können  spielerisch derzeit nicht das auf den Platz bringen, was sich jeder im Stadion wünschen würde. Die Tugenden Kampf, Ehrgeiz und Wille kann man uns nicht absprechen. Wir brauchen jetzt Ergebnisse und keinen schönen Fußball.

Glauben Sie an die Qualität in der Mannschaft?

Adler: Das ist ein Teufelskreis. Im Umfeld erwartet doch jeder förmlich eine Niederlage von uns. Wir bäumen uns dagegen auf und kommen mit der Kritik klar. Wir wissen, dass es berechtigt ist. Jeder muss sich an die eigene Nase fassen. Momentan spielen wir aber so, als wäre im Kopf etwas blockiert. Ein Erfolgserlebnis würde uns gut tun.

Wie sehen Sie das Thema Neuverpflichtungen?

Adler: Das ist für uns Spieler schwer, wenn wir nach jedem Spiel danach gefragt werden. Das ist einfach nicht meine Baustelle. Mir war wichtig, dass wir heute das Spiel gewinnen. Ob durch ein Abseitstor oder ein Handspiel, das war mir egal. Ich bin weit davon entfernt darüber nachzudenken, ob wir neue Spieler brauchen.

Haben Sie Verständnis für die Pfiffe der Zuschauer?

Adler: Ja, ich habe volles Verständnis für die Pfiffe. Wir brauchen die Fans, aber das müssen wir uns auch erarbeiten. Gerade in dieser Situation müssen sie unser 12. Mann sein. Keiner möchte noch mal so eine Saison, wie im letzten Jahr. Wir müssen jetzt versuchen, den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Ich bin überzeugt, dass wir das können.

Die Leidenszeit hält jedoch schon weitaus länger an.

Adler: Ich kann im Namen der Mannschaft nur klarstellen, dass jeder alles versucht hat. Wenn wir ohne Einsatz und Wille rumgelaufen wären, dann könnte man sagen, der eine oder andere sollte die Raute nicht tragen. Wir haben es zwar nicht geschafft, sind aber auch weit davon entfernt, den Kopf in den Sand zu stecken. Ich bin überzeugt, dass wir in Bremen gewinnen können.

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