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EXKLUSIV - Drei Jahre lang trug er das königsblaue Trikot. Seitdem ist Zlatan Bajramovic dem Verein verbunden und hofft auf einen Schalker Sieg im Revierderby.

Hamburg. In der Bundesliga war er unter anderem für den SC Freiburg und den FC Schalke 04 tätig, 2011 hängte er seine Fußballschuhe an den Nagel, nun ist er als Coach bei seinem Jugend-Klub FC St. Pauli tätig. Goal.com sprach exklusiv mit Zlatan Bajramovic über das Derby zwischen den Gelsenkirchenern und Borussia Dortmund.

Herr Bajramovic, was machen Sie derzeit?

Zlatan Bajramovic: Ich bin jetzt Co-Trainer bei der A-Jugend vom FC St. Pauli. Körperlich geht es mir allerdings immer noch nicht gut.

Wird es nicht besser?

Bajramovic: Nein, leider gar nicht.

Am Wochenende treffen Ihr Ex-Verein, der FC Schalke 04, und Borussia Dortmund im Revierderby aufeinander. Sie wechselten damals aus Freiburg in den Pott. Was hat damals den Ausschlag für Königsblau gegeben?

Bajramovic: Als ich Freiburg verlassen habe, gab es mehrere Angebote aus der Bundesliga. Ich habe mich jedoch sofort für Schalke entschieden, weil ich auf Anhieb ein gutes Gefühl hatte. Die Fans, das Stadion – da musste ich nicht lange überlegen.

Wie haben Sie ihre Zeit auf Schalke erlebt?

Bajramovic: Schalke ist ein Arbeiterverein. Die wissen genau, wo sie herkommen. Diese Bodenständigkeit wird auch von den Spielern erwartet. Auch von denjenigen, die durch spielerische Klasse herausragen. Bis auf das verlorene Derby im Mai 2007, was uns letztlich die Meisterschaft gekostet hat, war meine Zeit auf Schalke sehr positiv.

Sie selbst haben zwei Derbys gespielt und beide gewonnen. Was ist in der Woche vor dem Derby los im Pott?

Bajramovic: Ich denke, dass es Deutschlands größtes Derby ist. Zwischen den Vereinen herrscht eine große Rivalität. Hass zwischen den Spielern gab es zwar nicht, trotzdem wollten wir jedes Derby gewinnen. Natürlich war es so, dass die Intensität bei Spielen gegen Dortmund höher war, als sonst. Das merkte man zum Beispiel an der steigenden Anzahl der Trainingskiebitze oder dem Auflauf an Journalisten.

Haben Sie sich im Vergleich zur restlichen Bundesligasaison anders auf Derbys vorbereitet?

Bajramovic: Nein. Es ist zwar ein ganz besonderes Spiel, aber wir haben uns nicht anders vorbereitet. Jedes Spiel ist wichtig. Dennoch verliert man gegen Dortmund ungern, weil solche Niederlagen länger nachwirken.

Welchen Einfluss hat die Stimmung auf den Rängen für Sie als Spieler auf dem Feld gehabt?

Bajramovic: In den Spielen zwischen Dortmund und Schalke ist natürlich immer sehr viel los, aber in den Bundesligastadien ist allgemein immer eine sehr gute Stimmung. Man darf sich von der Kulisse aber nicht beeinflussen lassen.

Wie viel Königsblau steckt noch in Ihnen?

Bajramovic: Ich wäre gerne bei Schalke geblieben und fühle mich dem Verein noch verbunden. Diese zeit ist mir bei weitem positiver in Erinnerung geblieben, als meine Zeit in Frankfurt.

Unter der Woche hat Dortmund die Bayern geschlagen und ist somit auf einem guten Weg zur Titelverteidigung. Trauen Sie Schalke zu, dass sie dem Meister noch ein Bein im Titelkampf stellen können?

Bajramovic: Ich hoffe es. Zum einen für die Spannung in der Liga und zum anderen wegen meiner Verbundenheit zu Schalke. Besuche in der Veltins-Arena wecken immer positive Erinnerungen.

Eure Meinung: Wer setzt sich im Revierderby durch?

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