Werder wieder nur Remis – „Das Spiel hatte wenig mit Fußball zu tun“

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Werder holt zum vierten Mal in Folge nur einen Punkt. Der jüngsten Werder-Elft seit Jahren fehlt noch die Erfahrung.

Von Daniel Jovanov

Arnautovic tritt einen Freistoß
Getty Images

Bremen. Rückkehrer Marko Arnautovic vermiest Markus Babbel den Einstand mit einem Last-Minute Tor gegen 1899 Hoffenheim. Trotzdem kommen die Bremer in dieser Saison nicht über Unentschieden hinaus. Eine der jüngsten Mannschaft in der Geschichte von Werder fehlt die Erfahrung – und Claudio Pizarro. Marko Arnautovic mahnt im Interview gegenüber Goal.com zur Geduld.

Herr Arnautovic, warum hat es nicht zu mehr gereicht gegen Hoffenheim?

Marko Arnautovic: Tja, das weiß der liebe Herrgott. Ich denke, dass wir die erste Halbzeit verschlafen haben. In der zweiten lief es besser. Das eine oder andere Tor hätten wir sicherlich machen können.

Verzweifelt man als Stürmer, wenn man so wenige Bälle bekommt?

Arnautovic: In der ersten Halbzeit kam sehr wenig. Für einen Stürmer ist es tödlich, wenn man keine Bälle bekommt.

Hat Werder ein Problem in der Offensive?

Arnautovic: Wir müssen die Sache jetzt nicht groß machen. In den Spielen davor haben wir doch gezeigt, dass wir gut kombinieren können. Man kann nicht in jedem Spiel weltklasse sein. Dieses Spiel hatte heute alles: Kampf, Ehrgeiz und Leidenschaft. Nur leider hatte es wenig mit Fußball zu tun.

Hatten Sie nach dem Spielverlauf noch das Gefühl, dass ein Sieg drin ist?

Arnautovic: Beim letzten Freistoß habe ich geglaubt, dass er reingeht. Wenn Pizarro dort gestanden wäre, dann hätte es wohl noch dazu gereicht. Die hätten ihn wahrscheinlich angeschossen und dann wäre das Tor doch noch gefallen.

Ohne Pizarro geht nichts?

Arnautovic: So kann man das nicht sagen. Wir haben ohne ihn gespielt und trotzdem ein Tor geschossen. Dass Piza ein wichtiger Mann ist, darüber brauchen wir nicht reden.

Vier Spiele, vier Unentschieden. Wie bewerten Sie Werders Rückrundenstart?

Arnautovic: Kann man positiv oder negativ sehen. Einerseits gewinnen wir nicht, aber andererseits verlieren wir auch nicht. Natürlich müssen wir jetzt schauen, dass wir die nächsten Spiele gewinnen. Am Ende der Saison wissen wir, wo wir stehen.

Haben Sie das Gefühl, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt?

Arnautovic: Die Mannschaft ist sehr jung. Wir brauchen Zeit, dann wird das schon.

Eure Meinung: Werder ohne Pizarro – wie wichtig ist er für die Mannschaft?



 
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