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Rodolfo Cardoso im Interview: „Die Bundesliga ist offen für alle Kulturen und Nationen“
EXKLUSIV - Der ehemalige Bundesligaspieler Rodolfo Cardoso ist heute Trainer der U23 des Hamburger SV. Goal.com sprach mit ihm über seine Arbeit und die Kultur der Bundesliga.
Von Andrés Román, übersetzt von Daniel Jovanov
Getty Images
Hamburg. Rodolfo Esteban Cardoso lebt schon lange in Deutschland und hat sich an die grauen kalten Wintermonate gewöhnt. Mit Goal.com sprach der Agrentininer exklusiv über seine Trainerarbeit beim Hamburger SV, sowie über die vielen verschiedenen Kulturen, die im Fußball aufeinanderprallen.
Goal.com: Herr Cardoso, wie ist es Trainer in der Fußball-Bundesliga zu sein?
Rodolfo Cardoso: Obwohl ich nur interimsweise Trainer war, ist es ein sehr intensiver Beruf. Die Regeln in Deutschland sind sehr strikt. Weil ich nicht die notwendige Lizenz besaß, durfte ich nur zwei Wochen Trainer bleiben. Trotzdem möchte der Verein, dass ich hier weitermache. Das wichtigste für mich ist, dass der Verein an mich glaubt. Die Fans waren mit unserer Arbeit zufrieden. Für meine persönliche Zukunft war diese Zeit sehr hilfreich. Ich habe einen Eindruck hinterlassen.
Goal.com: Fällt es Ihnen als Südamerikaner mit anderen Wertvorstellungen schwer eine Mannschaft in Deutschland zu trainieren? Gibt es dabei Probleme?
Rodolfo Cardoso: Es ist kompliziert, aber es gibt auch noch viele Spieler aus anderen Kulturen wie Serbien, Bosnien, Holland oder Dänemark. Ich für meine Begriffe versuche mich an die Gewohnheiten des Landes anzupassen. Man kann mit der nötigen Energie Kommunikationsprobleme überwinden. Die Sprache des Fußballs ist universell: Wir möchten alle gut spielen und gewinnen.
Goal.com: Schauen sie Sich die Arbeit anderer Trainer an?
Rodolfo Cardoso: Jeder hat seine eigenen Idee. Ich versuche das Beste aus dem rauszuholen, was ich von meinen Trainern als Spieler gelernt habe.

Goal.com: Was genau haben Sie von ihnen gelernt?
Rodolfo Cardoso: Die argentinischen Trainer lassen dir als Spieler den Spaß am Spiel. Von den schlechten Trainern lernt man auch, weil der Kontakt zu den Spielern auch sehr wichtig ist. Ich habe mir besonders von Eduardo Solari (Cardosos Trainer bei Estudiantes, Anm. d. Red.) viele Sachen angeeignet. Von den deutschen Trainern habe ich gelernt, dass Taktik sehr wichtig ist. Ich war Spieler in einer Epoche von Trainern, die von der „alten Schule“ mit einer anderen Philosophie kommen. Aber ehrlich gesagt, bin ich ein Fan der „alten Schule“, weil die Tugenden harte Arbeit, Konzentration und Respekt einen hohen Stellenwert genießen. Die jüngeren Spieler haben stets zu den älteren aufgeschaut.
Goal.com: Die jungen Spieler von heute denken ans Playstationspielen und welches Auto sie sich als nächstes kaufen.
Rodolfo Cardoso: Das stimmt. Ich versuche bei den jungen Spielern aufzupassen. Bei den gestandenen Spielern ist es anders. In Deutschland verdienen die Fußballer viel Geld. Mit 17, 18 verdienen sie schon so viel, dass sie sich fast alles leisten können. Als ich jung war, hatten wir das alles noch nicht und unser Erfolgshunger war ausgeprägter. Das geht bei der heutigen Generation verloren, weil sie schnell sehr viel erreichen. Ich möchte den Ehrgeiz in ihnen wieder wecken und sie dafür sensibilisieren, ihr Glück wertzuschätzen. Sie sollen nicht nur Musik hören, sondern ihren Kameraden helfen und sich über das Spiel unterhalten. So wie es damals war.
Goal.com: Ist es deswegen schwer eine gute Truppe zusammenzustellen?
Rodolfo Cardoso: Natürlich ist es nicht immer einfach, aber ich bin guter Dinge, dass ich eine gute Mannschaft habe. Wenn man Misserfolg hat, kann die Mannschaft aber auseinander brechen. Das mag ich nicht. Letztendlich ist es so, dass es die Mannschaft selbst in der Hand hat.
Goal.com: Hat die Bundesliga in den vergangenen Jahren an Qualität gewonnen?
Rodolfo Cardoso: Ohne Zweifel! Die Bundesliga ist offen für alle Kulturen und Nationen. Das sieht man auch in der deutschen Nationalmannschaft, die zum Beispiel viele türkische und polnische Spieler integriert hat. Das hat die Mentalität aller verändert. Der deutsche Fußball bestand früher nur aus Laufen und Schießen. Heute profitieren sie davon, dass sie viele gute ausländische Talente einbringen. Außerdem bringt die neue Trainer-Generation viele gute Ideen mit.
Eure Meinung: Rodolfo Cardoso lobt den deutschen Fußball und die Integrationsmöglichkeiten - was sagt ihr dazu?
Goal.com: Herr Cardoso, wie ist es Trainer in der Fußball-Bundesliga zu sein?
Rodolfo Cardoso: Obwohl ich nur interimsweise Trainer war, ist es ein sehr intensiver Beruf. Die Regeln in Deutschland sind sehr strikt. Weil ich nicht die notwendige Lizenz besaß, durfte ich nur zwei Wochen Trainer bleiben. Trotzdem möchte der Verein, dass ich hier weitermache. Das wichtigste für mich ist, dass der Verein an mich glaubt. Die Fans waren mit unserer Arbeit zufrieden. Für meine persönliche Zukunft war diese Zeit sehr hilfreich. Ich habe einen Eindruck hinterlassen.
Goal.com: Fällt es Ihnen als Südamerikaner mit anderen Wertvorstellungen schwer eine Mannschaft in Deutschland zu trainieren? Gibt es dabei Probleme?
Rodolfo Cardoso: Es ist kompliziert, aber es gibt auch noch viele Spieler aus anderen Kulturen wie Serbien, Bosnien, Holland oder Dänemark. Ich für meine Begriffe versuche mich an die Gewohnheiten des Landes anzupassen. Man kann mit der nötigen Energie Kommunikationsprobleme überwinden. Die Sprache des Fußballs ist universell: Wir möchten alle gut spielen und gewinnen.
Goal.com: Schauen sie Sich die Arbeit anderer Trainer an?
Rodolfo Cardoso: Jeder hat seine eigenen Idee. Ich versuche das Beste aus dem rauszuholen, was ich von meinen Trainern als Spieler gelernt habe.

Goal.com: Was genau haben Sie von ihnen gelernt?
Rodolfo Cardoso: Die argentinischen Trainer lassen dir als Spieler den Spaß am Spiel. Von den schlechten Trainern lernt man auch, weil der Kontakt zu den Spielern auch sehr wichtig ist. Ich habe mir besonders von Eduardo Solari (Cardosos Trainer bei Estudiantes, Anm. d. Red.) viele Sachen angeeignet. Von den deutschen Trainern habe ich gelernt, dass Taktik sehr wichtig ist. Ich war Spieler in einer Epoche von Trainern, die von der „alten Schule“ mit einer anderen Philosophie kommen. Aber ehrlich gesagt, bin ich ein Fan der „alten Schule“, weil die Tugenden harte Arbeit, Konzentration und Respekt einen hohen Stellenwert genießen. Die jüngeren Spieler haben stets zu den älteren aufgeschaut.
Goal.com: Die jungen Spieler von heute denken ans Playstationspielen und welches Auto sie sich als nächstes kaufen.
Rodolfo Cardoso: Das stimmt. Ich versuche bei den jungen Spielern aufzupassen. Bei den gestandenen Spielern ist es anders. In Deutschland verdienen die Fußballer viel Geld. Mit 17, 18 verdienen sie schon so viel, dass sie sich fast alles leisten können. Als ich jung war, hatten wir das alles noch nicht und unser Erfolgshunger war ausgeprägter. Das geht bei der heutigen Generation verloren, weil sie schnell sehr viel erreichen. Ich möchte den Ehrgeiz in ihnen wieder wecken und sie dafür sensibilisieren, ihr Glück wertzuschätzen. Sie sollen nicht nur Musik hören, sondern ihren Kameraden helfen und sich über das Spiel unterhalten. So wie es damals war.
Goal.com: Ist es deswegen schwer eine gute Truppe zusammenzustellen?
Rodolfo Cardoso: Natürlich ist es nicht immer einfach, aber ich bin guter Dinge, dass ich eine gute Mannschaft habe. Wenn man Misserfolg hat, kann die Mannschaft aber auseinander brechen. Das mag ich nicht. Letztendlich ist es so, dass es die Mannschaft selbst in der Hand hat.
Goal.com: Hat die Bundesliga in den vergangenen Jahren an Qualität gewonnen?
Rodolfo Cardoso: Ohne Zweifel! Die Bundesliga ist offen für alle Kulturen und Nationen. Das sieht man auch in der deutschen Nationalmannschaft, die zum Beispiel viele türkische und polnische Spieler integriert hat. Das hat die Mentalität aller verändert. Der deutsche Fußball bestand früher nur aus Laufen und Schießen. Heute profitieren sie davon, dass sie viele gute ausländische Talente einbringen. Außerdem bringt die neue Trainer-Generation viele gute Ideen mit.
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Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
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