Patrick Owomoyela: „Wir reisen nach London, um zu gewinnen!“

EXKLUSIV - Der Sieg gegen den deutschen Rekordmeister macht Mut für die Mission „Champions-League-Achtelfinale“. Patrick Owomoyela sprach mit Goal.com.

Von Maximilian Bensinger

Patrick Owomoyela, Borussia Dortmund (Bongarts/Getty)
München. Für die Fans von Borussia Dortmund sind es echte Festspielwochen. Am Samstag jubelte man bereits über einen Sieg gegen den FC Bayern München. Nun sollen weitere Siege gegen den FC Arsenal und FC Schalke 04 folgen. Im exklusiven Goal.com-Interview mit Patrick Owomoyela verrät der Außenverteidiger wie wichtig der Sieg gegen die Bayern war.

Herr Owomoyela, wie überrascht waren Sie, dass sich die Bayern nun zum dritten Mal so schwer gegen Dortmund getan haben?

Owomoyela: „Überrascht war ich nicht. Wir wussten, dass wir mit unserer Spielweise den Bayern das Leben schwer machen können. Wir haben in der Defensive ein sehr gutes Spiel gemacht und deswegen sind die Bayern auch nicht richtig in die Partie gekommen.“

Aber man musste doch nach der Schmach aus der Vorsaison mit einer anderen Bayern-Mannschaft rechnen, oder etwa nicht?

Owomoyela: „Die Bayern hatten genug Motivation für dieses Spiel. Die Tatsache, dass wir sie in der letzten Saison zwei Mal geschlagen haben oder dass sie gegen den aktuellen Tabellenzweiten spielen, war genug Motivation. Wir wussten, was auf uns zukommt. Uns war klar, was die Bayern möglich machen können, wenn man sie lässt. Wir wussten aber auch, dass wir hier etwas reißen können, wenn wir sie eben nicht lassen.“

Wie wichtig ist dieser Sieg für die Partie gegen den FC Arsenal?

Owomoyela: „Das sind genau solche Siege, die uns für die Champions League die nötige Motivation und Kraft geben. Jetzt spielen wir in London, danach wartet Schalke – das ist ein Fest für jeden Dortmund-Fan.“

Das Achtelfinale würde nur über ein „Endspiel“ gegen Olympique Marseille erreichbar sein. Ein Sieg in London ist Pflicht, um sich diese Chance zu erhalten. Zittern einem da nicht die Knie?

Owomoyela: „Die Freude, dass wir mit einem Sieg in London das „Endspiel“ gegen Marseille möglich machen können, überwiegt ganz klar. Wir sind sowieso keine Truppe, die vor schwierigen Aufgaben verkrampft. Wir sind so eine junge Mannschaft, die immer nur das Positive im Sinn hat. Wir sind gierig nach Erfolg.“

Also keine Angst vor den Gunners…

Owomoyela: „Wir reisen nach London, um das Positive zu holen und nicht um das Bittere abzuwenden.“

Neben eurem Spaßfußball, scheint ihr auch innerhalb der Mannschaft immer viel Spaß zu haben. Wie darf man sich das bei euch vorstellen?

Owomoyela: „Trotz der hohen Altersunterschiede haben wir einen extrem guten Teamgeist. Das passt einfach sehr gut zusammen. Es macht einfach jeden Tag Spaß mit den alten Säcken sowie den jungen Spielern zu arbeiten.“


"Wir reisen nach London, um das Positive zu holen und nicht, um das Bittere abzuwenden!"

- Patrick Owomoyela im Goal.com-Interview

In München hast du in der Halbzeitpause mit Moritz Leitner eine Passübung in eine Art „Völkerball“ mit dem Fuß umgewandelt. Albert ihr alle gerne mal rum?

Owomoyela (lacht): „Es macht einfach Spaß, da auch mal mitzudaddeln. Wir haben ein paar Quatschköpfe die für die gute Stimmung sorgen und ein paar Routiniers, die für das Ernsthafte da sind.“

Du bist einer der Routiniers im Team. Welche Rolle hast du in dieser Erfolgstruppe?

Owomoyela (lacht):  Gefährlich! Es ist nicht so, dass ich den Herbergsvater spielen muss…

Das lassen wir mal so stehen. Dennoch wird dich wohl der eine oder andere junge Spieler schon mal um Rat gefragt haben, oder?

Owomoyela: „Ich habe natürlich schon mehr Erfahrung als andere. Da kommt es schon mal vor, dass einer von den jungen Spielern zu mir kommt und sich Tipps holt. Aber Grundsätzlich brauche ich nicht den Mentor spielen.“

Als Sportler willst du aber sicherlich nicht nur als Mentor gesehen werden, sondern auch auf dem Platz stehen…

Owomoyela: „Ich versuche natürlich auch sportlich noch mit dabei zu sein. Ich will der Mannschaft auch durch meine sportliche Leistung helfen - nicht nur auf der mentalen Schiene. Ich bin endlich wieder fit und hoffe, dass ich bald wieder helfen darf.“

Vielen Dank für das nette Interview, Herr Owomoyela.

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