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Schwedens Kapitänin Caroline Seger freut sich über Platz drei und bedankt sich bei Deutschland für ein „wirklich cooles“ Turnier
Exklusiv – Schweden hat sich bei der Frauenfußball-WM in Deutschland den dritten Platz gesichert. Kapitänin Caroline Seger sprach danach mit Goal.com über den großen Erfolg.
Das Interview führte Andreas Becker
An einen Kurzeinsatz im Spiel um Platz drei gegen Frankreich war nicht zu denken, Seger wird noch mindestens vier Wochen ausfallen. Doch auch von Außen kann man Einfluss aufs Spiel nehmen, erzählte die 26-Jährige nach der Partie im exklusiven Interview mit Goal.com. Caroline Seger verriet zudem, wie sehr sie die Weltmeisterschaft in Deutschland genossen hat und dass sie hofft, dass das Turnier positive Auswirkungen auf den Frauenfußball haben wird.
Wie fühlen Sie sich, nachdem sie den dritten Platz bei der WM geholt haben?
Caroline Seger: Ich bin sehr stolz auf das ganze Team. Alles, was wir uns vorgenommen haben, hat geklappt. Es hat gezeigt, was wir für ein großartiges Team sind, besonders nachdem wir nach der Roten Karte nur noch zu zehnt waren. Wir haben alle für das Ziel, Dritter zu werden, gekämpft. Marie (Hammarström, Anmerk. d. Red.) hat dann eine Chance bekommen und die genutzt. Sie hat ein fantastisches Tor geschossen.
Wie haben Sie denn die Szene vor der Roten Karte gesehen?
Seger: Ich habe es nicht richtig gesehen. Aber wenn man dem Publikum glauben schenkt, hat die Französin zuerst etwas getan.

Wie war es für Sie, als Kapitänin des Teams auf der Bank zu sitzen und das Spiel von dort zu verfolgen?
Seger: Es war schrecklich, ein ganz schlimmes Gefühl. Alles, was du tun kannst, ist von der Seitenlinie zu schreien und die Mannschaft zu unterstützen. Vor dem Spiel habe ich zu allen gesagt, dass sie 90 Minuten Zeit haben, zu zeigen, was sie können und es einfach zu genießen. Nach dem Spiel kann man nichts rückgängig machen. Ich denke, sie haben es richtig gut gemacht.
Für Sie war es nicht möglich, noch eingewechselt zu werden?
Seger: Nein, ich habe mir eine Wadenverletzung zugezogen. Ich falle noch vier Wochen aus. Aber es war großartig an der Seitenlinie zu sitzen und das alles zu genießen.
Wie beurteilen Sie im Nachhinein die Weltmeisterschaft in Deutschland?
Seger: Ich habe schon eine Weltmeisterschaft gespielt, aber was hier in Deutschland los war, ist unbeschreiblich. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was sie getan haben. Die Stimmung in den Stadien war super. Ich hoffe, das Turnier in Deutschland wirkt sich positiv auf die Zukunft des Frauenfußballs aus.
Zum Beispiel auf die Austragung der Europameisterschaft 2013 in Schweden?
Seger: Ja, das hoffe ich. Ich denke, wir haben heute etwas sehr Positives für Schweden geschafft, was sich auch auf das Turnier in zwei Jahren auswirken kann. Ich hoffe, das jeder begreift, dass wir so hart arbeiten müssen, wie Deutschland das getan hat. Es war wirklich cool, in Deutschland zu spielen.
Wurde in der Kabine schon gefeiert? Wie war´s?
Seger: Vielleicht (lacht).
Sie wollen es also nicht verraten?
Seger: Ja, wir haben schon gefeiert. Ich denke, jeder will jetzt nur noch Party machen.
Was ist noch geplant?
Seger: Das weiß ich noch nicht, das ist eine Überraschung.
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