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Matthias Sammer schwärmt über deutsche Jugendarbeit: „Mario Götze? Außergewöhnlich.“
Es sollte ein Dortmunder Fest im Signal Iduna Park werden, doch das Test-Länderspiel zwischen Deutschland und Italien wurde zur verpassten Revanche. Obwohl das DFB-Team es versäumte, den Sieg nach Hause zu fahren, sieht Sportdirektor Matthias Sammer den deutschen Fußball auf einem sehr guten Weg und lobt im Interview mit Goal.com vor allem den Nachwuchs.
Von Francois DUCHATEAU
Dortmund. „Natürlich hätten wir lieber gewonnen“, ärgert sich Mario Götze im exklusiven Goal.com-Interview, „doch es ist ein Unentschieden geworden.“ Sein zweites Länderspiel sollte etwas ganz Besonderes werden. Erstmals seit 16 Jahren wollte Deutschland Italien wieder besiegen, mit einem Block des frisch aufspielenden Tabellenführers gab es ein Heimspiel für den Mittelfeldakteur von Borussia Dortmund. „Ob ich mir mehr Stimmung erhofft hätte? Nicht unbedingt. Im Großen und Ganzen war die Atmosphäre toll. Mit einem Sieg wäre sie sicher noch besser gewesen.“
Nahtlose Anpassung
Mario Götze wurde in der Pause für Thomas Müller in die Partie gebracht und hatte keine Probleme, sich in das feste Gefüge einer Mannschaft anzupassen, die vergangenen Sommer so begeistert hat. „Das sind alles gute Spieler. Wir haben gut und viel gemeinsam trainiert. Wir sind trotz des 1:1 dennoch froh über unsere Leistung. Obwohl ich nur 45 Minuten auf dem Platz stand, hat das Zusammenspiel mit Lahm und den anderen schon recht ordentlich geklappt.“ Der 18-Jährige zeigte sich glücklich darüber, dass „wir hier fünf Dortmunder im Kader waren“, auch wenn nicht alle zum Einsatz kamen.
Balance zwischen Training und englischen Wochen
Für Matthias Sammer ist es keine Überraschung, dass in der deutschen Nationalmannschaft so viele junge Spieler nachrücken. „Das Training im Nachwuchsbereich ist mittlerweile auch besser organisiert“, so der DFB-Jugendkoordinator im Gespräch mit Goal.com. „Die Vorbereitung vom Jugend- in den Seniorenbereich ist einfach besser geworden. Das ist stabil, da gibt es überhaupt keine Probleme mehr. Und wenn man sich gerade bei den jungen Spielern umhört, die spielen lieber Mittwoch – Samstag – Mittwoch, als die ganze Woche lang zu trainieren. Das ist für sie das Größte. Das Entscheidende ist, dass alle Trainer, ob Jogi Löw oder in der Bundesliga mittlerweile, ihr Training immer wieder richtig dosieren. Es gibt bestimmte Anzeichen, wann einem gewissen Spieler eine Pause zu geben ist. Mittlerweile ist das sehr wichtig geworden.“

„Wurden belächelt, als wir sagten, auch im Jugendbereich wollen wir Titel gewinnen.“
Doch nicht nur spielerisch scheint es keine Anpassungsprobleme zu geben, auch mental finden sich die Youngster auf höchstem Niveau zurecht. „Wir sind ja immer ein bisschen belächelt worden, als wir gesagt haben, auch im Jugendbereich wollen wir Titel gewinnen. Mario Götze ist U-17 Europameister, der Junge ist vorbereitet. Natürlich ist das jetzt der letzte und endgültige Schritt. Die Spieler haben dieses System, das entwickelt eine gewisse Selbstverständlichkeit, wie sie auch auftreten. Und am Ende, weil wir einen roten Faden haben wollen – beim DFB muss man sich nicht immer einer Meinung sein, aber dieser rote Faden ist erkennbar – wenn sie einfach von einer Mannschaft in die nächste hin gehen, dass da ein hoher Wiedererkennungswert ist.“
„Es war für den BVB die Chance für einen Neubeginn, ohne dass man unter Druck stand.“
Für das „Phänomen Dortmund“ hat Sammer eine einfache Erklärung: „Ich denke, dass bei Borussia Dortmund der Druck nicht sonderlich hoch war. Man hat sich auf diese finanzielle Schwierigkeit berufen. Wenn es nicht gelaufen wäre, hätte man es als Alibi genommen. Und als es lief, hat man es auch irgendwie als Alibi genommen. Es war die Chance für einen Neubeginn, ohne dass man unter Druck stand. Man hat sich für diesen Weg entschieden, mit einem guten Trainer, Scouting. In so einer Konstellation kann auch etwas Außergewöhnliches entstehen.“ Sammer selbst weiß,wie es ist, in Dortmund die Schale zu gewinnen. Ihm gelang dieses Kunststück 2002. „Wenn sie in die Gesichter der Menschen sehen – das werden sie nie vergessen.“ Er denkt, der BVB 2011 ist reif für den Titel. „Aber gratuliert wird erst später.“
Die Bender-Zwillinge kommen
Die Entwicklungen bei Gelb-Schwarz haben auch Sven Bender nach vorne gebracht, den Sammer heraushebt. „Das ist der Vorteil beim Deutschen Fußball- Bund: Er ist U-19 Europameister, hat alle Schwierigkeitsgrade durchlaufen. Da kann man Entwicklungstendenzen abschätzen, wie robust diese Jungs sind – einerseits sportlich, aber auch von der Mentalität her. Sven Bender war in der Entwicklung eigentlich der etwas Schlechtere. Fakt ist, dass beide gut sind. Wenn der Lars in Leverkusen auch öfter spielt, dann ist er auch irgendwann hier. Sportlich sind beide nicht extrem außergewöhnlich, aber gut. Sie sind wichtig für eine Mannschaft und charakterlich überragend.“ Und das meint Sammer nicht abwertend. „Wir sagen: Wir brauchen Führungsspieler, wir brauchen Teamspieler, wir brauchen Individualisten. Perfekt ist die Mischung. Beide sind Teamspieler mit Potenzial zum Führungsspieler. Natürlich – danach sucht die ganze Welt.“
Götze ist „außergewöhnlich“
Mit seinen Lobeshymnen für Mario Götze wollte Sammer sich diesmal „zurückhalten“, schließlich schwärmt er schon seit langem vom großen Talent des 18-Jährigen. „Der Blindeste in Deutschland sieht, dass er nicht so schlecht ist. Ich versuche immer etwas zu einem Zeitpunkt zu sagen, wo es die anderen vielleicht noch nicht sehen. Jetzt etwas zu Mario Götze zu sagen, das braucht nicht. Er ist außergewöhnlich.“
Nahtlose Anpassung
Mario Götze wurde in der Pause für Thomas Müller in die Partie gebracht und hatte keine Probleme, sich in das feste Gefüge einer Mannschaft anzupassen, die vergangenen Sommer so begeistert hat. „Das sind alles gute Spieler. Wir haben gut und viel gemeinsam trainiert. Wir sind trotz des 1:1 dennoch froh über unsere Leistung. Obwohl ich nur 45 Minuten auf dem Platz stand, hat das Zusammenspiel mit Lahm und den anderen schon recht ordentlich geklappt.“ Der 18-Jährige zeigte sich glücklich darüber, dass „wir hier fünf Dortmunder im Kader waren“, auch wenn nicht alle zum Einsatz kamen.
Balance zwischen Training und englischen Wochen
Für Matthias Sammer ist es keine Überraschung, dass in der deutschen Nationalmannschaft so viele junge Spieler nachrücken. „Das Training im Nachwuchsbereich ist mittlerweile auch besser organisiert“, so der DFB-Jugendkoordinator im Gespräch mit Goal.com. „Die Vorbereitung vom Jugend- in den Seniorenbereich ist einfach besser geworden. Das ist stabil, da gibt es überhaupt keine Probleme mehr. Und wenn man sich gerade bei den jungen Spielern umhört, die spielen lieber Mittwoch – Samstag – Mittwoch, als die ganze Woche lang zu trainieren. Das ist für sie das Größte. Das Entscheidende ist, dass alle Trainer, ob Jogi Löw oder in der Bundesliga mittlerweile, ihr Training immer wieder richtig dosieren. Es gibt bestimmte Anzeichen, wann einem gewissen Spieler eine Pause zu geben ist. Mittlerweile ist das sehr wichtig geworden.“

„Wurden belächelt, als wir sagten, auch im Jugendbereich wollen wir Titel gewinnen.“
Doch nicht nur spielerisch scheint es keine Anpassungsprobleme zu geben, auch mental finden sich die Youngster auf höchstem Niveau zurecht. „Wir sind ja immer ein bisschen belächelt worden, als wir gesagt haben, auch im Jugendbereich wollen wir Titel gewinnen. Mario Götze ist U-17 Europameister, der Junge ist vorbereitet. Natürlich ist das jetzt der letzte und endgültige Schritt. Die Spieler haben dieses System, das entwickelt eine gewisse Selbstverständlichkeit, wie sie auch auftreten. Und am Ende, weil wir einen roten Faden haben wollen – beim DFB muss man sich nicht immer einer Meinung sein, aber dieser rote Faden ist erkennbar – wenn sie einfach von einer Mannschaft in die nächste hin gehen, dass da ein hoher Wiedererkennungswert ist.“
„Es war für den BVB die Chance für einen Neubeginn, ohne dass man unter Druck stand.“
Für das „Phänomen Dortmund“ hat Sammer eine einfache Erklärung: „Ich denke, dass bei Borussia Dortmund der Druck nicht sonderlich hoch war. Man hat sich auf diese finanzielle Schwierigkeit berufen. Wenn es nicht gelaufen wäre, hätte man es als Alibi genommen. Und als es lief, hat man es auch irgendwie als Alibi genommen. Es war die Chance für einen Neubeginn, ohne dass man unter Druck stand. Man hat sich für diesen Weg entschieden, mit einem guten Trainer, Scouting. In so einer Konstellation kann auch etwas Außergewöhnliches entstehen.“ Sammer selbst weiß,wie es ist, in Dortmund die Schale zu gewinnen. Ihm gelang dieses Kunststück 2002. „Wenn sie in die Gesichter der Menschen sehen – das werden sie nie vergessen.“ Er denkt, der BVB 2011 ist reif für den Titel. „Aber gratuliert wird erst später.“
Die Bender-Zwillinge kommen
Die Entwicklungen bei Gelb-Schwarz haben auch Sven Bender nach vorne gebracht, den Sammer heraushebt. „Das ist der Vorteil beim Deutschen Fußball- Bund: Er ist U-19 Europameister, hat alle Schwierigkeitsgrade durchlaufen. Da kann man Entwicklungstendenzen abschätzen, wie robust diese Jungs sind – einerseits sportlich, aber auch von der Mentalität her. Sven Bender war in der Entwicklung eigentlich der etwas Schlechtere. Fakt ist, dass beide gut sind. Wenn der Lars in Leverkusen auch öfter spielt, dann ist er auch irgendwann hier. Sportlich sind beide nicht extrem außergewöhnlich, aber gut. Sie sind wichtig für eine Mannschaft und charakterlich überragend.“ Und das meint Sammer nicht abwertend. „Wir sagen: Wir brauchen Führungsspieler, wir brauchen Teamspieler, wir brauchen Individualisten. Perfekt ist die Mischung. Beide sind Teamspieler mit Potenzial zum Führungsspieler. Natürlich – danach sucht die ganze Welt.“Götze ist „außergewöhnlich“
Mit seinen Lobeshymnen für Mario Götze wollte Sammer sich diesmal „zurückhalten“, schließlich schwärmt er schon seit langem vom großen Talent des 18-Jährigen. „Der Blindeste in Deutschland sieht, dass er nicht so schlecht ist. Ich versuche immer etwas zu einem Zeitpunkt zu sagen, wo es die anderen vielleicht noch nicht sehen. Jetzt etwas zu Mario Götze zu sagen, das braucht nicht. Er ist außergewöhnlich.“
Goal.com-Umfrage
Die Umfrage läuft vom 07.02.2011 bis zum 09.02.2011
Die Umfrage läuft vom 07.02.2011 bis zum 09.02.2011
Ist Prandelli der richtige Mann für Italien?
Ja, Prandelli wird den Umbruch erfolgreich über die Bühne bringen
70.19%
Nein, sein Erfolg in Florenz war eine Ausnahme. Er ist international zu unerfahren.
15.11%
Auch ein anderer Coach könnte mit diesem Kader arbeiten
14.7%
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Deutschland - Israel
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Deutschland 8-0 Israel
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Deutschland 4-0 Israel
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Deutschland 3-0 Israel
- 9.41 %
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