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Exklusiv-Interview mit Marcus Berg: „Wollen Platz fünf verteidigen und unbedingt ins Viertelfinale einziehen!“
Marcus Berg war der Shootingstar der U-21-EM. Er wurde mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet und zum besten Spieler des Turniers gewählt. Berg wechselte für viel Geld zum Hamburger SV. Goal.com konnte mit dem jungen Sturmtalent sprechen und redete mit ihm über seine HSV-Anfangszeit, die Saisonziele, Ruud van Nistelrooy und vieles mehr…
Ein Interview von Sebastian HEIER
Das große Goal.com-Porträt:
Marcus Berg – der teuerste HSV-Goldschuh
Hamburg. Marcus Berg ist der teuerste HSV-Transfer der Vereinsgeschichte – immer wieder wird der 23-Jährige mit seiner hohen Ablösesumme konfrontiert, doch für ihn ist diese Summe „keine Last. Denn ich kann ja nichts dafür, wie hoch die Ablöse war.“ Der sympathische Schwede hat eine schwierige Anfangsphase beim Hamburger SV hinter sich, denn häufig musste er die Pfiffe der eigenen Fans ertragen.
Das Sturmtalent präsentierte sich in der Bundesliga nicht immer mit guten Leistungen – sein Können zeigte er dafür in der Europa League, wo er immerhin in elf Spielen sechs Treffer erzielte und zwei Torvorlagen leistete. Der U-21-Star erlebte an der Elbe einen holprigen Start, der sich aber spätestens in seiner zweiten Saison zu einem Erfolgsweg glätten soll…
Im Exklusiv-Interview mit Goal.com sprach Marcus Berg über seine ersten Monate an der Elbe, die Saisonziele mit der Mannschaft, die Sturmkollegen Ruud van Nistelrooy und Paolo Guerrero und natürlich auch über die bevorstehende Weltmeisterschaft in Südafrika…
Sie sind nun schon fast ein Jahr beim Hamburger SV – verlief alles so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Wie fällt das Zwischenfazit aus?
Marcus Berg: Alles in allem bin ich zufrieden. Ich habe viele Spiele absolviert und auch Tore erzielt. Grundsätzlich war mir aber von Beginn an klar, dass es für mich eine Umstellung wird. Die Bundesliga gehört zu den stärksten Ligen in Europa und der HSV hat eine Topmannschaft. Da ist es völlig normal, dass man nicht jedes Spiel über 90 Minuten absolviert. Zudem hatte ich leider auch mit der einen oder anderen Verletzung zu tun.
Als bester Spieler und als bester Torschütze der U21-Europameisterschaft 2009 weckten Sie das Interesse in ganz Europa. Welche Klubs wollten Sie verpflichten und warum fiel die Wahl ausgerechnet auf den Hamburger SV?
Marcus Berg: Es gab in der Tat Interesse von einigen Vereinen. Für mich stand aber schnell fest, dass ich zum HSV wechseln möchte. Ich hatte die Möglichkeit, mir vor Ort alles anzusehen und mein Eindruck war absolut positiv. Zudem waren die Gespräche mit den Verantwortlichen entscheidend. Beim HSV kann ich mich persönlich weiterentwickeln und spiele in einer Mannschaft, die eine sehr hohe Qualität hat.
Wie würden Sie ihre Persönlichkeit/ihren Charakter beschreiben und wie ging diese/r in den vergangenen Wochen und Monaten mit dem oft kritischen Gegenwind um?
Marcus Berg: Nun, ich bin sicher kein Lautsprecher (lacht). Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht meine Meinung sage, wenn es notwendig ist. Und was die kritischen Töne angeht. Sicher gehört es dazu, dass die Medien täglich über den Verein berichten. Ich lese aber jetzt nicht jeden Tag jede Zeitung und zerbreche mir dann den Kopf. Vielmehr weiß ich selber ganz genau, wie ich meine Leistungen einordnen muss.
Sie wurden für viel Geld nach Hamburg geholt. Ist die Ablösesumme und die Betitelung als teuerster HSV-Einkauf der Vereinsgeschichte eine große Last, die Sie mit sich herumtragen müssen?
Marcus Berg: Nein, es ist keine Last. Denn ich kann ja nichts dafür, wie hoch die Ablöse war. Sicherlich gehört auch das heutzutage dazu. Und die Medien bringen diese Zahlen dann natürlich immer wieder gerne ins Gespräch.
„RUUD IST BESTENS ANGEKOMMEN“
Der Konkurrenzkampf in der HSV-Offensive wurde durch die Winterverpflichtung von Ruud van Nistelrooy noch einmal angeheizt. Ist der Neuzugang ein „Rückschlag“ für Ihre Entwicklung beim Hamburger SV?
Marcus Berg: Anheizen und Rückschlag sind in diesem Zusammenhang nicht die richtigen Begriffe. Es ist für den Verein und für die Mannschaft super, dass Ruud bei uns ist. Er ist menschlich top und es macht unglaublich viel Spaß, täglich mit ihm auf dem Platz zu stehen. Und dass die Konkurrenz bei uns groß ist, ist völlig normal. Das ist für mich kein Problem.
Trotz des großen Konkurrenzkampfes, vor allem im Sturm, scheint die Stimmung prächtig im Team zu sein, sehr kollegial. Gibt ihnen Kollege van Nistelrooy Ratschläge? Wie ist er in der Mannschaft angekommen?
Marcus Berg: Ja, das kommt schon mal vor. Von einem Topstürmer wie Ruud kann man sich zudem natürlich sehr viel abschauen. In der Mannschaft ist er wirklich bestens angekommen. Ich habe das Gefühl, dass er schon weitaus länger bei uns ist.
Mit Paolo Guerrero ist in der vergangenen Woche ein weiterer HSV-Angreifer in Hamburg angekommen. Sind Sie froh über seine Rückkehr und hatten Sie ihn schon vermisst?
Marcus Berg: Wir haben uns alle gefreut, als wir Paolo bei uns in der Kabine gesehen haben. Er ist Teil der Mannschaft und ich hoffe, dass er uns diese Saison noch tatkräftig unterstützen kann.
Nun brechen so langsam die letzten Wochen der Saison an, die sogenannte entscheidende Phase. Welche Saisonziele hat der Hamburger SV (national und international), vor allem nach der 2:4-Pleite in Leverkusen?
Marcus Berg: Nun, zunächst haben wir uns das Spiel in Leverkusen natürlich ganz anders vorgestellt. Wir wollten den Abstand mit einem Erfolg verkürzen. Das ist uns nicht gelungen, deshalb müssen wir nun darauf achten, dass wir den fünften Tabellenplatz nicht hergeben. Und international wollen wir am Donnerstag unbedingt in das Viertelfinale einziehen. Dass das Endspiel in Hamburg stattfindet, ist ja hinlänglich bekannt. Das ist für die Mannschaft eine zusätzliche Portion Motivation.
Für Sie persönlich, welche Ziele wollen Sie bis zum Sommer verfolgen und verwirklichen?
Marcus Berg: Ich möchte so viele Spiele wie möglich bestreiten und natürlich auch noch Treffer erzielen. Dafür ist in erster Linie wichtig, dass ich gesund bleibe.
Schweden hat die Qualifikation zur Weltmeisterschaft verpasst. Mit den Niederlanden und Deutschland sind zwei Nationen dabei, in deren nationalen Ligen Sie aktiv waren und sind. Welchem Team trauen Sie mehr zu und warum?
Marcus Berg: Ich traue beiden Mannschaften zu, eine sehr gute WM zu spielen. Die Niederlande hat unglaublich starke Einzelspieler. Die Deutschen können sich in einem Turnier immer steigern, das haben sie immer wieder bewiesen.
Mit welcher Nationalmannschaft werden Sie mitfiebern und welche Mannschaft könnte sich schließlich den WM-Titel sichern?
Marcus Berg: Ich werde mir sicher die Spiele im Fernsehen anschauen. Topfavoriten auf den WM-Titel sind für mich Brasilien, Argentinien und auch Spanien.
Ein großer und wichtiger Spieler von Schweden, Zlatan Ibrahimovic, hat sich in der Nationalmannschaft eine Auszeit genommen - was denken Sie darüber?
Marcus Berg: Jeder weiß, wie stark Zlatan spielt und er ist natürlich eine Verstärkung für das Nationalteam. Dass er derzeit nicht spielt, ist seine persönliche Entscheidung. Dafür muss man Verständnis haben.
Können Sie von der Auszeit von Ibrahimovic profitieren, und Ihre Chancen in der schwedischen Nationalmannschaft verbessern?
Marcus Berg: Das eine hat mit dem anderen für mich nichts zu tun. Wie auch beim HSV möchte ich natürlich auch in der Nationalmannschaft spielen, gute Leistungen zeigen und möglichst Tore erzielen.
Schon gelesen? - Das große Goal.com-Porträt von Marcus Berg
Marcus Berg – der teuerste HSV-Goldschuh
Hamburg. Marcus Berg ist der teuerste HSV-Transfer der Vereinsgeschichte – immer wieder wird der 23-Jährige mit seiner hohen Ablösesumme konfrontiert, doch für ihn ist diese Summe „keine Last. Denn ich kann ja nichts dafür, wie hoch die Ablöse war.“ Der sympathische Schwede hat eine schwierige Anfangsphase beim Hamburger SV hinter sich, denn häufig musste er die Pfiffe der eigenen Fans ertragen.
Das Sturmtalent präsentierte sich in der Bundesliga nicht immer mit guten Leistungen – sein Können zeigte er dafür in der Europa League, wo er immerhin in elf Spielen sechs Treffer erzielte und zwei Torvorlagen leistete. Der U-21-Star erlebte an der Elbe einen holprigen Start, der sich aber spätestens in seiner zweiten Saison zu einem Erfolgsweg glätten soll…
Im Exklusiv-Interview mit Goal.com sprach Marcus Berg über seine ersten Monate an der Elbe, die Saisonziele mit der Mannschaft, die Sturmkollegen Ruud van Nistelrooy und Paolo Guerrero und natürlich auch über die bevorstehende Weltmeisterschaft in Südafrika…
Sie sind nun schon fast ein Jahr beim Hamburger SV – verlief alles so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Wie fällt das Zwischenfazit aus?
Marcus Berg: Alles in allem bin ich zufrieden. Ich habe viele Spiele absolviert und auch Tore erzielt. Grundsätzlich war mir aber von Beginn an klar, dass es für mich eine Umstellung wird. Die Bundesliga gehört zu den stärksten Ligen in Europa und der HSV hat eine Topmannschaft. Da ist es völlig normal, dass man nicht jedes Spiel über 90 Minuten absolviert. Zudem hatte ich leider auch mit der einen oder anderen Verletzung zu tun.
Als bester Spieler und als bester Torschütze der U21-Europameisterschaft 2009 weckten Sie das Interesse in ganz Europa. Welche Klubs wollten Sie verpflichten und warum fiel die Wahl ausgerechnet auf den Hamburger SV?
Marcus Berg: Es gab in der Tat Interesse von einigen Vereinen. Für mich stand aber schnell fest, dass ich zum HSV wechseln möchte. Ich hatte die Möglichkeit, mir vor Ort alles anzusehen und mein Eindruck war absolut positiv. Zudem waren die Gespräche mit den Verantwortlichen entscheidend. Beim HSV kann ich mich persönlich weiterentwickeln und spiele in einer Mannschaft, die eine sehr hohe Qualität hat.
„ICH BIN KEIN LAUTSPRECHER“
Wie würden Sie ihre Persönlichkeit/ihren Charakter beschreiben und wie ging diese/r in den vergangenen Wochen und Monaten mit dem oft kritischen Gegenwind um?
Marcus Berg: Nun, ich bin sicher kein Lautsprecher (lacht). Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht meine Meinung sage, wenn es notwendig ist. Und was die kritischen Töne angeht. Sicher gehört es dazu, dass die Medien täglich über den Verein berichten. Ich lese aber jetzt nicht jeden Tag jede Zeitung und zerbreche mir dann den Kopf. Vielmehr weiß ich selber ganz genau, wie ich meine Leistungen einordnen muss.
Sie wurden für viel Geld nach Hamburg geholt. Ist die Ablösesumme und die Betitelung als teuerster HSV-Einkauf der Vereinsgeschichte eine große Last, die Sie mit sich herumtragen müssen?
Marcus Berg: Nein, es ist keine Last. Denn ich kann ja nichts dafür, wie hoch die Ablöse war. Sicherlich gehört auch das heutzutage dazu. Und die Medien bringen diese Zahlen dann natürlich immer wieder gerne ins Gespräch.

„RUUD IST BESTENS ANGEKOMMEN“
Der Konkurrenzkampf in der HSV-Offensive wurde durch die Winterverpflichtung von Ruud van Nistelrooy noch einmal angeheizt. Ist der Neuzugang ein „Rückschlag“ für Ihre Entwicklung beim Hamburger SV?
Marcus Berg: Anheizen und Rückschlag sind in diesem Zusammenhang nicht die richtigen Begriffe. Es ist für den Verein und für die Mannschaft super, dass Ruud bei uns ist. Er ist menschlich top und es macht unglaublich viel Spaß, täglich mit ihm auf dem Platz zu stehen. Und dass die Konkurrenz bei uns groß ist, ist völlig normal. Das ist für mich kein Problem.
Trotz des großen Konkurrenzkampfes, vor allem im Sturm, scheint die Stimmung prächtig im Team zu sein, sehr kollegial. Gibt ihnen Kollege van Nistelrooy Ratschläge? Wie ist er in der Mannschaft angekommen?
Marcus Berg: Ja, das kommt schon mal vor. Von einem Topstürmer wie Ruud kann man sich zudem natürlich sehr viel abschauen. In der Mannschaft ist er wirklich bestens angekommen. Ich habe das Gefühl, dass er schon weitaus länger bei uns ist.
Mit Paolo Guerrero ist in der vergangenen Woche ein weiterer HSV-Angreifer in Hamburg angekommen. Sind Sie froh über seine Rückkehr und hatten Sie ihn schon vermisst?
Marcus Berg: Wir haben uns alle gefreut, als wir Paolo bei uns in der Kabine gesehen haben. Er ist Teil der Mannschaft und ich hoffe, dass er uns diese Saison noch tatkräftig unterstützen kann.
„WOLLEN DEN FÜNFTEN PLATZ NICHT HERGEBEN“
Nun brechen so langsam die letzten Wochen der Saison an, die sogenannte entscheidende Phase. Welche Saisonziele hat der Hamburger SV (national und international), vor allem nach der 2:4-Pleite in Leverkusen?
Marcus Berg: Nun, zunächst haben wir uns das Spiel in Leverkusen natürlich ganz anders vorgestellt. Wir wollten den Abstand mit einem Erfolg verkürzen. Das ist uns nicht gelungen, deshalb müssen wir nun darauf achten, dass wir den fünften Tabellenplatz nicht hergeben. Und international wollen wir am Donnerstag unbedingt in das Viertelfinale einziehen. Dass das Endspiel in Hamburg stattfindet, ist ja hinlänglich bekannt. Das ist für die Mannschaft eine zusätzliche Portion Motivation.
Für Sie persönlich, welche Ziele wollen Sie bis zum Sommer verfolgen und verwirklichen?
Marcus Berg: Ich möchte so viele Spiele wie möglich bestreiten und natürlich auch noch Treffer erzielen. Dafür ist in erster Linie wichtig, dass ich gesund bleibe.
„FAVORITEN? – BRASILIEN, ARGENTINIEN UND SPANIEN“
Schweden hat die Qualifikation zur Weltmeisterschaft verpasst. Mit den Niederlanden und Deutschland sind zwei Nationen dabei, in deren nationalen Ligen Sie aktiv waren und sind. Welchem Team trauen Sie mehr zu und warum?
Marcus Berg: Ich traue beiden Mannschaften zu, eine sehr gute WM zu spielen. Die Niederlande hat unglaublich starke Einzelspieler. Die Deutschen können sich in einem Turnier immer steigern, das haben sie immer wieder bewiesen.
Mit welcher Nationalmannschaft werden Sie mitfiebern und welche Mannschaft könnte sich schließlich den WM-Titel sichern?
Marcus Berg: Ich werde mir sicher die Spiele im Fernsehen anschauen. Topfavoriten auf den WM-Titel sind für mich Brasilien, Argentinien und auch Spanien.
„ZLATAN HAT EINE PERSÖNLICHE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN“
Ein großer und wichtiger Spieler von Schweden, Zlatan Ibrahimovic, hat sich in der Nationalmannschaft eine Auszeit genommen - was denken Sie darüber?
Marcus Berg: Jeder weiß, wie stark Zlatan spielt und er ist natürlich eine Verstärkung für das Nationalteam. Dass er derzeit nicht spielt, ist seine persönliche Entscheidung. Dafür muss man Verständnis haben.
Können Sie von der Auszeit von Ibrahimovic profitieren, und Ihre Chancen in der schwedischen Nationalmannschaft verbessern?
Marcus Berg: Das eine hat mit dem anderen für mich nichts zu tun. Wie auch beim HSV möchte ich natürlich auch in der Nationalmannschaft spielen, gute Leistungen zeigen und möglichst Tore erzielen.
Schon gelesen? - Das große Goal.com-Porträt von Marcus Berg
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Schweden 2-1 Serbien
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Schweden 1-1 Serbien
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- 9.38 %
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