|
|
Marco Reus exklusiv: „Es ist nie zu früh für die Nationalmannschaft“
Goal.com traf sich mit Borussia Mönchengladbachs Marco Reus zu einem Exklusiv-Interview. Dort plauderte der Shooting-Star in Teil 2 unter anderem über seinen Vorgänger Marko Marin, die Nationalmannschaft und die aktuelle Situation der Borussia.
Ein Interview von Christoph VOGEL
Sozusagen dein Vorgänger ist Marko Marin: Nicht nur beim Namen sind die Ähnlichkeiten vorhanden. Stört Dich der Vergleich oder ist das für Dich eine Ehre, denn immerhin packte Marko Marin ja in Gladbach den Sprung in die Nationalmannschaft?
Marco Reus: „Stören auf jeden Fall nicht. Ich habe schon damals gesagt, dass mich der Vergleich mit Marko nicht stört und wir uns super verstehen. Jetzt auch am Samstag, als wir gegeneinander gespielt haben. Er ist ein super Typ. Natürlich ist der Vergleich auch eine Ehre, denn er ist Nationalspieler, das schafft nicht jeder da hin zu kommen. Es ist auch mein Ziel irgendwann Nationalspieler zu werden, aber ich denke da von Spiel zu Spiel. Den Rest kann ich sowieso nicht beeinflussen.“
Manch einer hat Dich schon in den Dunstkreis der Nationalmannschaft geschrieben. Hast Du das selber auch so wahrgenommen? Oder hast Du das abblocken können? Für manchen kam der Sprung ja zu früh...
Marco Reus: „Zu früh denke ich kann man nicht sagen. In vielen Nationalmannschaften gibt es Spieler, die 18 oder 19 Jahre alt sind. Von daher gibt es zu früh einfach nicht. Aber man muss ein wenig aufpassen, was derjenige bisher erreicht hat und ihn nicht sofort so hoch pushen. Das kann auch nach hinten losgehen. Aber da denke ich auch gar nicht drüber nach. Mich hat es natürlich gefreut, als Matthias Sammer mit mir gesprochen hat.“

Kommen wir nochmal zur aktuellen Saison: Ihr liegt eigentlich gut platziert im Mittelfeld und habt Euch mit dem Sieg gegen Bremen wieder etwas vom Relegationsplatz abgesetzt. Glaubt Ihr, Ihr kommt noch einmal in die Bredouille?
Marco Reus: „Wenn wir so weiter spielen, stetig an uns arbeiten und an uns glauben, dann denke ich, ist auch mehr nach oben drin. Man sollte jetzt natürlich nicht vom Europapokal reden. Letzte Saison haben wir gegen den Abstieg gespielt und uns kurz vor Schluss gerettet. Da sollte man nicht in der nächsten Saison sofort mehr fordern, aber man weiß ja nie. Wir versuchen von Spiel zu Spiel zu denken. Jetzt in Mainz wird es ein ähnliches Spiel wie gegen Bremen, weil die Mainzer das Spiel machen wollen. Wenn wir da punkten, dann spielen wir zu Hause gegen Nürnberg und dann schauen wir weiter.“
Also Deine Hoffnung gegen Mainz ist es zu punkten. Mainz ist ja eines der Überraschungsteams, das besonders zu Hause stark ist. Gilt da wieder die Taktik wie aus dem Bremen-Spiel?
Marco Reus: „Das wird man sehen. Wir wollen uns natürlich so präsentieren, dass wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Mainz hat ein schönes Stadion mit tollen Fans, und wir bringen auch sicher wieder viele Anhänger mit. Da kann man nicht sagen, dass wir uns hinten rein stellen und auf Konter warten. Es kann natürlich auch sein, dass wir das Spiel machen. Das wird der Spielverlauf zeigen.“
Meister wird Mainz trotz der guten Saison wahrscheinlich nicht mehr. Aber was glaubst Du: Wer macht das Meisterrennen?
Marco Reus: „Das ist schwierig. Die Bayern sind momentan gut drauf und gewinnen die Spiele. Aber jetzt eine Prognose abzugeben wer Meister wird, das ist noch ein wenig zu früh. Da sind noch viele Spiele, für manche Vereine kommt noch die Champions League dazu und der Pokal.“
Und wer steigt ab? Mönchengladbach wird es, denke ich, nicht erwischen, oder?
Marco Reus: „Wie gesagt, Meisterkampf ist da genauso wie Abstiegskampf: Es ist noch ein bisschen zu früh zu sagen, wer absteigt. Die Hertha hat jetzt Boden gut gemacht, sich aber vielleicht mehr ausgerechnet, auch gegen uns [0:0]. Aber man weiß nie im Fußball. Daher will ich keine Prognose abgeben, denn es sind viele Spiele und es kann noch eine Menge passieren.“
Gibt es denn einen Traumverein, bei dem Du gerne spielen würdest? Für viele junge Spieler ist ja Arsenal eines der großen Ziele?
Marco Reus: „Arsenal ist schon so ein Klub, wo man sagt‚ es wäre nicht schlecht mal für so einen Verein zu spielen. Aber ich beobachte natürlich auch andere Ligen, einfach weil mich Fußball interessiert. Man muss schon sagen, die spielen richtig guten Fußball und es macht schon Spaß zuzugucken. Aber einen richtigen Traumverein gibt es eigentlich nicht. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die Borussia und versuche mich weiter zu entwickeln.“
Hast Du dann vielleicht einen Lieblingsspieler?
Marco Reus: „Ja, der spielt sogar bei Arsenal: Tomas Rosicky! Er hat früher in Dortmund gespielt und ich habe schon immer verfolgt, was er tut und wie er es macht. Er ist schon mein Lieblingsspieler.“

Gab es innerhalb der Mannschaft einen Teamkollegen, der Dich als jungen Spieler zu Saisonbeginn an die Hand genommen hat?
Marco Reus: „Viele! Wir verstehen uns innerhalb der Mannschaft richtig gut. Wir machen auch außerhalb viel zusammen, gehen was essen oder spielen eine Runde FIFA. Vor der Saison sind natürlich ein paar neue Spieler dazugekommen, aber ich denke es ist wie in einer großen Familie: Jeder hilft jedem. Wir verstehen uns untereinander wie gesagt richtig gut. Eigentlich haben alle geholfen, von daher war es am Anfang auch nicht schwierig, sich in der Mannschaft zu integrieren.“
Ist der Zusammenhalt auch einer der Faktoren für den Erfolg?
Marco Reus: „Ja, ich denke schon. Das sieht man auch im Training: Auch, wenn wir mal hart reingehen, dann hat das nichts damit zu tun, dass man den anderen nicht mag, sondern weil man sich beweisen will. Ich denke, das ist schon ein Rezept, wieso es bei uns so gut läuft.“
Teil 1 des Interviews über den bisherigen Saisonverlauf, den Trainer und seinen Sturm-Partner Raul Bobadilla.
Eure Meinung: Hätte Reus eine Nominierung in die Nationalmannschaft verdient? Zu welchem europäischen Spitzenteam würde er passen?
Sozusagen dein Vorgänger ist Marko Marin: Nicht nur beim Namen sind die Ähnlichkeiten vorhanden. Stört Dich der Vergleich oder ist das für Dich eine Ehre, denn immerhin packte Marko Marin ja in Gladbach den Sprung in die Nationalmannschaft?
Marco Reus: „Stören auf jeden Fall nicht. Ich habe schon damals gesagt, dass mich der Vergleich mit Marko nicht stört und wir uns super verstehen. Jetzt auch am Samstag, als wir gegeneinander gespielt haben. Er ist ein super Typ. Natürlich ist der Vergleich auch eine Ehre, denn er ist Nationalspieler, das schafft nicht jeder da hin zu kommen. Es ist auch mein Ziel irgendwann Nationalspieler zu werden, aber ich denke da von Spiel zu Spiel. Den Rest kann ich sowieso nicht beeinflussen.“
Manch einer hat Dich schon in den Dunstkreis der Nationalmannschaft geschrieben. Hast Du das selber auch so wahrgenommen? Oder hast Du das abblocken können? Für manchen kam der Sprung ja zu früh...
Marco Reus: „Zu früh denke ich kann man nicht sagen. In vielen Nationalmannschaften gibt es Spieler, die 18 oder 19 Jahre alt sind. Von daher gibt es zu früh einfach nicht. Aber man muss ein wenig aufpassen, was derjenige bisher erreicht hat und ihn nicht sofort so hoch pushen. Das kann auch nach hinten losgehen. Aber da denke ich auch gar nicht drüber nach. Mich hat es natürlich gefreut, als Matthias Sammer mit mir gesprochen hat.“

Kommen wir nochmal zur aktuellen Saison: Ihr liegt eigentlich gut platziert im Mittelfeld und habt Euch mit dem Sieg gegen Bremen wieder etwas vom Relegationsplatz abgesetzt. Glaubt Ihr, Ihr kommt noch einmal in die Bredouille?
Marco Reus: „Wenn wir so weiter spielen, stetig an uns arbeiten und an uns glauben, dann denke ich, ist auch mehr nach oben drin. Man sollte jetzt natürlich nicht vom Europapokal reden. Letzte Saison haben wir gegen den Abstieg gespielt und uns kurz vor Schluss gerettet. Da sollte man nicht in der nächsten Saison sofort mehr fordern, aber man weiß ja nie. Wir versuchen von Spiel zu Spiel zu denken. Jetzt in Mainz wird es ein ähnliches Spiel wie gegen Bremen, weil die Mainzer das Spiel machen wollen. Wenn wir da punkten, dann spielen wir zu Hause gegen Nürnberg und dann schauen wir weiter.“
Also Deine Hoffnung gegen Mainz ist es zu punkten. Mainz ist ja eines der Überraschungsteams, das besonders zu Hause stark ist. Gilt da wieder die Taktik wie aus dem Bremen-Spiel?
Marco Reus: „Das wird man sehen. Wir wollen uns natürlich so präsentieren, dass wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Mainz hat ein schönes Stadion mit tollen Fans, und wir bringen auch sicher wieder viele Anhänger mit. Da kann man nicht sagen, dass wir uns hinten rein stellen und auf Konter warten. Es kann natürlich auch sein, dass wir das Spiel machen. Das wird der Spielverlauf zeigen.“
Meister wird Mainz trotz der guten Saison wahrscheinlich nicht mehr. Aber was glaubst Du: Wer macht das Meisterrennen?
Marco Reus: „Das ist schwierig. Die Bayern sind momentan gut drauf und gewinnen die Spiele. Aber jetzt eine Prognose abzugeben wer Meister wird, das ist noch ein wenig zu früh. Da sind noch viele Spiele, für manche Vereine kommt noch die Champions League dazu und der Pokal.“
Und wer steigt ab? Mönchengladbach wird es, denke ich, nicht erwischen, oder?
Marco Reus: „Wie gesagt, Meisterkampf ist da genauso wie Abstiegskampf: Es ist noch ein bisschen zu früh zu sagen, wer absteigt. Die Hertha hat jetzt Boden gut gemacht, sich aber vielleicht mehr ausgerechnet, auch gegen uns [0:0]. Aber man weiß nie im Fußball. Daher will ich keine Prognose abgeben, denn es sind viele Spiele und es kann noch eine Menge passieren.“
Gibt es denn einen Traumverein, bei dem Du gerne spielen würdest? Für viele junge Spieler ist ja Arsenal eines der großen Ziele?
Marco Reus: „Arsenal ist schon so ein Klub, wo man sagt‚ es wäre nicht schlecht mal für so einen Verein zu spielen. Aber ich beobachte natürlich auch andere Ligen, einfach weil mich Fußball interessiert. Man muss schon sagen, die spielen richtig guten Fußball und es macht schon Spaß zuzugucken. Aber einen richtigen Traumverein gibt es eigentlich nicht. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die Borussia und versuche mich weiter zu entwickeln.“
Hast Du dann vielleicht einen Lieblingsspieler?
Marco Reus: „Ja, der spielt sogar bei Arsenal: Tomas Rosicky! Er hat früher in Dortmund gespielt und ich habe schon immer verfolgt, was er tut und wie er es macht. Er ist schon mein Lieblingsspieler.“

Gab es innerhalb der Mannschaft einen Teamkollegen, der Dich als jungen Spieler zu Saisonbeginn an die Hand genommen hat?
Marco Reus: „Viele! Wir verstehen uns innerhalb der Mannschaft richtig gut. Wir machen auch außerhalb viel zusammen, gehen was essen oder spielen eine Runde FIFA. Vor der Saison sind natürlich ein paar neue Spieler dazugekommen, aber ich denke es ist wie in einer großen Familie: Jeder hilft jedem. Wir verstehen uns untereinander wie gesagt richtig gut. Eigentlich haben alle geholfen, von daher war es am Anfang auch nicht schwierig, sich in der Mannschaft zu integrieren.“
Ist der Zusammenhalt auch einer der Faktoren für den Erfolg?
Marco Reus: „Ja, ich denke schon. Das sieht man auch im Training: Auch, wenn wir mal hart reingehen, dann hat das nichts damit zu tun, dass man den anderen nicht mag, sondern weil man sich beweisen will. Ich denke, das ist schon ein Rezept, wieso es bei uns so gut läuft.“
Teil 1 des Interviews über den bisherigen Saisonverlauf, den Trainer und seinen Sturm-Partner Raul Bobadilla.
Eure Meinung: Hätte Reus eine Nominierung in die Nationalmannschaft verdient? Zu welchem europäischen Spitzenteam würde er passen?
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Mit Rio Ferdinand, Domenico Criscito & Marko Marin: Große Namen, die bei der EM fehlen
Die endgültigen Aufgebote der 16 EM-Teilnehmer sind bekannt. Bei der Auswahl der Nationaltrainer sind hochgehandelte Akteure außen vorgeblieben - wir präsentieren einige davon.
-
Das Video-Profil: Der „kroatische Cruyff“ - Luka Modric ist heiß auf die Europameisterschaft
Rund eine Woche vor dem Start der EM stellt Euch Goal.com-Kroatien-Experte Luke Matthews Tottenham- und Kroatien-Mittelfeldmann Luka Modric vor.
-
„Jovanovs Rothosen“, die HSV-Kolumne: Leere Kassen, Barca und das Millionengeschäft
Jeden Mittwoch heißt es: Nur der HSV! Daniel Jovanov gewährt euch exklusive Einblicke und versorgt euch mit Infos zu allen wichtigen Themen rund um den Volkspark.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde