Selim Teber im Exklusiv-Interview (1): „Der Wechsel hat genau das gebracht, was ich mir erhofft hatte!“
Sein offizieller Internetauftritt erstrahlt noch in den Farben blau und weiß, doch seine Zeit beim Sensations-Herbstmeister der Vorsaison, 1899 Hoffenheim, ist seit diesem Sommer zu Ende gegangen. Selim Teber trägt nun schon einige Wochen den Eintracht-Adler aus Frankfurt auf seiner Brust. Goal.com führte mit dem offensiven Mittelfeldspieler ein exklusives Interview.
Frankfurt. Selim Teber hat seinen Platz im Team von Eintracht Frankfurt gefunden. Der 28-Jährige, der sich im April dieses Jahres dazu entschloss, die TSG 1899 Hoffenheim zu verlassen, entwickelt sich aktuell zu einem Führungsspiel bei der Frankfurter Eintracht. Unter seinem neuen Trainer Michael Skibbe spürt er großes Vertrauen, wir er sagt, und blüht deshalb auf.
Schon gelesen? Ein Goal.com-Portrait von Selim Teber
Herr Teber, auf Ihrer offiziellen Website kann man noch immer „Infos zu meinem Verein TSG Hoffenheim“ finden.
Selim Teber: Ja, ich muss zugeben, dass die Seite nicht auf dem allerneusten Stand ist. Aber in zehn Tagen soll sie endgültig aktualisiert sein.
Abgesehen von der im blau-weißen Look erscheinenden 1899-Homepage, wie verbunden sind Sie noch mit ihrem Ex-Klub?
Selim Teber: Ich verfolge das Ganze weiterhin aus der Ferne. Ich habe dort drei Jahre lang Jahre gespielt und den Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga mitgemacht. Es ist ein Riesenprojekt, das dort in Angriff genommen wurde. Ich bin gespannt, ob es dem Verein gelingt, irgendwann einen richtigen Erfolg zu feiern. Natürlich habe ich auch noch viel Kontakt zu den Beteiligten dort, beispielsweise mit Sejad Salihovic.

„Ich brauche eine Veränderung, ich gehe definitiv“, sagten Sie Anfang April, als der Abschied aus Hoffenheim erklärt wurde. Welche Veränderungen gab es seit Ihrem Wechsel?
Selim Teber: Ich wollte diese Veränderung im sportlichen Sinne. Hoffenheim verfolgt eine andere Philosophie. Dort ist der Fokus voll auf junge Spieler ausgerichtet. Für mich bedeutete dies, dass ich auch nach super Leistungen wieder auf die Bank musste, weil ein jüngerer Spieler meinen Platz einnahm. Damit war ich nicht zufrieden. Ich bin nun vom Dorf in eine schöne Stadt zu einem richtigen Traditionsverein gewechselt. Die Fans hier sind unglaublich, fast jedes Spiel ist ausverkauft. Das macht Spaß! Der Wechsel hat genau das gebracht, was ich mir erhofft hatte.
In Frankfurt haben Sie nun schon fast genau so viele Einsatzminuten wie in der ganzen letzten Saison in Hoffenheim. Sie standen in den ersten acht Bundesliga-Partien stets in der Startelf. Was läuft bei der Eintracht besser und warum sind Sie auf Anhieb zu einer festen Stütze im Team geworden?
Selim Teber: Ich muss gestehen, dass ich in meinen ersten Profijahren nicht so professionell gelebt habe, wie ich es hätte tun sollen. In den letzten drei, vier Jahren ist das viel besser geworden. Irgendwann hat es einfach „Klick“ gemacht und ich bin nun im Kopf viel reifer. Deshalb bringe ich gute Leistungen und ich bin überzeugt, dass meine besten Jahre noch vor mir liegen.

Gemeinsam mit Michael Skibbe (damals DFB-Jugendkoordinator) nahmen Sie schon vor vielen Jahren an der U-20-WM in Argentinien teil und Sie waren ein Wunschkandidat des neuen Eintracht-Trainers – Ist es von Vorteil gewesen, dass sie sich schon kannten und wie würden Sie ihr Verhältnis zu Michael Skibbe beschreiben?
Selim Teber: Zunächst war noch nicht klar, dass Skibbe neuer Eintracht-Trainer wird. Als die Entscheidung dann fest stand, hat er mich angerufen und wir haben uns auch zum Essen getroffen. Er hat ist ein Trainer, der mir das Gefühl gegeben hat, dass er mich unbedingt will und genau das habe ich gebraucht.
Welche Ecken von Frankfurt gefallen Ihnen besonders? Was machen sie in ihrer Freizeit, um mal vom Fußball abzuschalten? Sind sie da eher der ruhige Typ oder suchen die eher die „Action“ und unternehmen viel, um den Kopf frei zu kriegen?
Selim Teber: Ach, das ist gemischt. Ich verbringe viel Zeit mit meiner Frau und meinem Kind. Ab und zu ziehen wir auch mal los, am liebsten, wenn es einen Sieg zu feiern gibt. Das hängt von der Stimmung ab. Frankfurt ist eine sehr schöne Stadt, in der man Alles findet.
Verpasst morgen früh nicht den zweiten Teil unseres Exklusiv-Interviews mit dem Eintracht-Zauberer! Selim Teber erklärt, warum es bisher noch nicht mit der A-Nationalmannschaft geklappt hat, wie er die Diskussionen um Caio beurteilt und was gegen Bayern München im Pokal und in der Bundesliga möglich ist.
Eure Meinung: Wie wichtig ist Teber für Frankfurt? Hätte er in Hoffenheim größeres Vertrauen bekommen sollen?
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