„Haben gezeigt, dass alles möglich ist“ - Mladen Petric im EXKLUSIV-Interview

Sportlich läuft es bei Mladen Petric und dem Hamburger SV in der Bundesliga aktuell sehr ordentlich. Als Tabellenführer grüßt der hanseatische Verein unter Trainer Bruno Labbadia die Konkurrenz. Noch besser ist aber fast der Sechs-Punkte-Vorsprung auf den FC Bayern München, gegen den es am Wochenende einen 1:0-Erfolg gab, weil Petric zum richtigen Zeitpunkt einnetzte. Gegenüber Goal.com stand der Kroate Rede und Antwort. Im zweiteiligen Interview sprach er über den Hamburger SV, seine sportlichen Ziele, die kroatische Nationalmannschaft und viele andere Aspekte aus dem Leben eines Profi-Fußballers.

Bundesliga: Hamburger SV - VfB Stuttgart, Petric (firo)
Ein Interview von
Goal.com-Redakteur Dennis WEINACHT


Hamburg. Mladen Petric ist in seiner Karriere schon viel rumgekommen. Beim FC Basel feierte er seine ersten Erfolge im bezahlten Fußball und es folgte sein Wechsel nach Deutschland im Jahr 2007. Für Borussia Dortmund war er anschließend eine Saison lang auf Torejagd, ehe er überraschend zum Hamburger SV wechselte. In der letzten Spielzeit erlebte er einiges bei den Hanseaten und er sammelte weitere wichtige Erfahrungen. In Hamburg und in seiner Heimat Kroatien ist er ein Fan-Liebling.

Exklusiv stand er nun Goal.com Rede und Antwort. Dabei sprach er über seine Zukunft, den Hamburger SV und die kroatische Nationalmannschaft. Außerdem beschrieb er sein Leben an der Elbe. Im ersten Teil des Interviews gibt er zudem seine Einschätzung zu den Chancen seines Vereins auf die deutsche Meisterschaft.

„Man wird an Toren gemessen“

Sie haben Borussia Dortmund 2008 nach einer erfolgreichen Saison in Richtung Hamburg verlassen. Was war ausschlaggebend? Welche Rolle spielte Trainer Jürgen Klopp?

Mladen Petric (28): Ausschlaggebend war die sportliche Perspektive. Der Verein hat sich enorm entwickelt und es war für mich persönlich der nächste Schritt. Ich bin sehr froh, dass es so gekommen ist. Ich fühle mich in Hamburg und beim HSV sehr wohl. Mit Trainer Jürgen Klopp hatte der Wechsel nichts zu tun. Ich wollte einfach sehr gerne zum HSV wechseln.

Sie haben gegen den FC Bayern München das entscheidende Siegtor im Topspiel geschossen. War es ein Tor wie jedes andere oder fühlt es sich noch einmal besonders an, dem Rekordmeister einen einzuschenken?

Petric: Als Stürmer trifft man immer gerne. Man wird ja auch ein Stück weit an den Toren gemessen. Und wenn man das entscheidende, einzige Tor, zudem gegen Bayern München erzielt, dann ist es schon etwas Besonderes.

„Haben gezeigt, dass alles möglich ist“

Der Saisonstart in der Bundesliga war sehr erfolgreich beim HSV. Welche Ziele hat sich die Mannschaft gesetzt? Ist die deutsche Meisterschaft realistisch? Und was sind ihre persönlichen Ziele für die Saison?

Petric: Wir wollen in der Bundesliga und in der Europa League so erfolgreich wie möglich spielen. Gegen die Bayern haben wir gezeigt, was alles möglich ist, wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht. Wir haben aber auch schon gesehen, was passiert, wenn nicht alle auf der Höhe sind. Wenn man eine gute Serie spielen möchte, ist Konstanz gefragt. Daran müssen wir weiterhin täglich hart arbeiten. Persönlich möchte ich mit guten Leistungen und natürlich auch Toren dazu beitragen, dass wir erfolgreich sind.  

Schon gelesen? Das Porträt von Mladen Petric gibt es HIER!

Wo sehen sie sich selbst in ein paar Jahren? Gibt es einen Traumverein aus Ihrer Jugend für den Sie gerne einmal auf Torejagd gehen wollen?

Petric: Da mache ich mir aktuell nicht so viele Gedanken. Ich habe mit dem HSV noch viel vor. Die Voraussetzungen sind da, jetzt wollen wir als Mannschaft dafür sorgen, dass wir erfolgreich sind. Im Fußball kann es so schnell gehen. Warten wir mal ab, was noch kommt.

„Sehr hohe Lebensqualität in dieser Stadt“

Was gefällt Ihnen besonders an Hamburg, was würden Sie Touristen empfehlen?

Petric: Es gibt wirklich so viele schöne Ecken. Man hat wirklich eine sehr hohe Lebensqualität in der Stadt. Nach dem Sieg gegen die Bayern hatten wir einen freien Sonntag. Da habe ich mit meiner Familie einen Spaziergang an der Alster gemacht. Das war herrlich und das kann ich jedem raten.

Morgen lest Ihr an dieser Stelle den zweiten Teil des Interviews. Dann erfahrt Ihr mehr über die Sportdirektorsuche beim HSV und die Spekulationen um Ebi Smolarek. Außerdem spricht der Kroate über seine Landsleute und Nationaltrainer Slaven Bilic.

Diskutiert HIER im Forum mit über Mladen Petric!

Eure Meinung: Wie schätzt Ihr die Chancen für den HSV auf die deutsche Meisterschaft ein? Was kann Petric noch erreichen? Und war es fahrlässig vom BVB, den Angreifer vor einem Jahr gehen zu lassen?


 
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