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Über 20 Millionen Euro hat der AS Rom in die Dienste von Juan Iturbe investiert. Fans und Verantwortliche erwarten Einiges von dem Youngster – und das zu Recht!

PORTRÄT
Von Rafael Corradino

Rom. Der AS Rom hat sich in einer phänomenalen Saison direkt für die Champions League qualifiziert und macht bislang auch auf dem Transfermarkt alles richtig. Keiner der Leistungsträger wurde verkauft, trotz der anhaltenden Gerüchte um Innenverteidiger Mehdi Benatia. Im Gegenzug wurde der Kader in der Breite verstärkt – unter anderem mit Dribbelkünstler Juan Iturbe, der für knapp über 20 Millionen Euro von Hellas Verona verpflichtet wurde.

Nicht nur die Hauptstädter waren nach dessen starker Saison am Argentinier interessiert, angeblich hat man bei den Verhandlungen Juventus und den AC Mailand hinter sich gelassen.

Dass der 21-Jährige so begehrt war und auf der Liste vieler Scouts wahrscheinlich auch in der kommenden Saison weit oben stehen wird, ist nicht weiter verwunderlich.

Iturbe: Nicht nur seine Quote macht ihn wertvoll

Iturbe erzielte in der vergangenen Saison nicht nur acht Tore für Verona, sondern war außerdem mit vier Torvorlagen am Erfolg des Aufsteigers beteiligt, der die Saison auf dem achten Platz abschloss und lange gute Chancen auf das internationale Geschäft hatte.

Zusammen mit Luca Toni versetzte er so manche gegnerische Abwehrreihe in Furcht und Schrecken. Aber nicht nur seine zugegebenermaßen maximal befriedigende Quote vor dem Tor macht ihn für viele Mannschaften so wertvoll: Iturbe ist vor allem fleißig, sucht oft bereits in der eigenen Hälfte den Zweikampf und zieht mit Läufen in die Tiefe die gegnerischen Spieler auf sich, so dass seine Mitspieler phasenweise mehr Platz haben.

Flexibel und fleißig: Iturbe verleiht der Roma noch mehr Glanz

In dieser Rolle könnte er für die Roma sehr wertvoll werden, denn eben auf dieses Prinzip setzen die Hauptstädter unter Rudi Garcia, der den Klub in nur einer Saison zu einem Titelkandidaten gemacht hat.

Iturbe verstärkt den Champions-League-Teilnehmer aber vor allem in der Breite – auch im Hinblick auf die zusätzliche Belastung durch den europäischen Wettbewerb. Gerade in der Offensive, die bei den Römern bereits mit drei Akteuren besetzt ist, haperte es bislang in der zweiten Reihe.

Iturbe kann offensiv alle Positionen besetzen. Der Youngster kommt vorwiegend über die rechte Seite, ist aber flexibel einsetzbar und wird sicherlich auch mit Francesco Totti und Gervinho rochieren.

Dass Iturbe eines Tages derart durchstarten würde, hatten bis zu seinem Transfer nach Italien nur wenige geglaubt. Sowohl in Paraguay bei Porteno als auch beim FC Porto fehlte ihm, auch von Verletzungen geplagt, die endgültige Durchschlagskraft, die nötige Effektivität - das kann man allerdings auch seinen bis dahin noch jungen Jahren zuschreiben.

Das taktikgeprägte Italien ist ihm dabei zu Gute gekommen. Dem AS Rom soll er weiter Freude bereiten und so die Serie A in Europa zurück ins positive Licht rücken. Die Hauptstädter haben definitiv das Zeug dazu – mit Iturbe mehr denn je.

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