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Dinamo Zagrebs Wunderkind Alen Halilovic hat seinen Wechsel zum FC Barcelona verkündet. Aber wieviel Potenzial schlummert eigentlich in dem hochgelobten Teenager?

PORTRÄT
Von Luke Matthews

Es war nicht wirklich ein gutes Transferfenster im Januar für den FC Barcelona. Nicht nur, dass der spanische Topklub keine neuen Spieler verpflichtete, sondern es gab auch viele negative Schlagzeilen rund um den Neymar-Wechsel inklusive eines Präsidenten-Rücktritts und einer Anklage wegen Steuerhinterziehung.

Einen Monat nachdem die Transferperiode zu Ende ist, starten die Katalanen wieder durch und haben sich eines der größten Talente überhaupt gesichert. Das kroatische Wunderkind Alen Halilovic wechselt für eine geschätzte Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro von Dinamo Zagreb zu den Blaugrana.

Rekorddebüt mit 16 Jahren

Offiziell wurde der Deal noch nicht bekannt gegeben, doch der 17-Jährige nutzte Social Media, um seine Freude über den Wechsel zu teilen. Der dreifache A-Nationalspieler schrieb auf seinem Instagram-Account: "Danke an Dinamo Zagreb für alles!! Mein erster Verein und meine größte Liebe!! Jetzt is es Zeit nach Barcelona zu gehen."

Halilovic verfügt über unbestrittene Qualitäten und es ist wenig überraschend, dass Klubs wie Real Madrid und Manchester United ihn beobachteten seit er vor 17 Monaten die große Bühne betrat.

Er debütierte im September 2012 als Einwechselspieler beim 3:1-Sieg gegen den Erzrivalen Hajduk Split. Mit 16 Jahren und 102 Tagen war er der jüngste Spieler, der je in Kroatiens erster Liga aufgelaufen ist. Zehn Tage später brach er einen weiteren Rekord, als er nach einem traumhaften Lupfer auch zum jüngsten Torschützen aller Zeiten wurde.

Zahlreiche Spitzenvereine umwarben Halilovic in den letzten Monaten und am Ende war es der FC Barcelona, der das Rennen um seine Dienste gewann. Ab Juni wird er also an der Seite Lionel Messis im Camp Nou spielen.


Mini-Messi | Halilovic ähnelt von der Spielweise dem vierfachen Ballon-d'Or-Gewinner

Der Linksfuß ist extrem schnell, stark im Dribbling, eiskalt im Abschluss und trotz seiner geringen Körpergröße durchaus durchsetzungsfähig. Kein Wunder also, dass er bereits mit seinem künftigen Mannschaftskameraden Messi verglichen wird. Doch dafür ist es noch zu früh!

Zu viel Druck wäre jetzt schädlich

Barce bekommt ohne Frage einen Spieler mit riesigem Potenzial. Einen Angreifer, der sich gewiss zu einem Torjäger von Weltklasseformat entwickeln kann. Aber es besteht auch die Gefahr, dass durch die sehr hohe Ablöse zu schnell zu viel von ihm erwartet wird.

Seitdem er zu Beginn der vergangenen Saison glänzte, hat er seine Brillanz immer wieder aufblitzen lassen. Was ihm jedoch noch fehlt ist die Konstanz. Halilovic hat eine Gabe, die nur die absoluten Topstürmer besitzen: Er schleicht zwischen die Verteidigungsreihen und entzieht sich immer wieder mit scheinbarer Leichtigkeit der Bewachung seiner Gegenspieler. Sein Talent hat Barcelona davon überzeugt, eine enorm hohe Summe für einen Teenager auszugeben. Und Barcelona verfügt bereits über einige herausragende Youngster auf seiner Position im eigenen Nachwuchs.

Damit Halilovic für Barcelona zum Volltreffer wird, muss der Klub den Druck von ihm nehmen. Zunächst sollte er in der Reserve Erfahrungen sammeln, mit Spielern gleichen Alters und ähnlicher Klasse. Dies konnte ihm Dinamo nicht bieten: Oft machte er die deutlich schwächeren Spieler in der Jugend lächerlich. Auf der anderen Seite schien ihm der Druck vor dem heißblütigen Publikum im Stadion Maksimir manchmal arg zuzusetzen.

Nachdem er einige Jugendmannschaften bei Dinamo durchlaufen hatte, verfestigte sich die Meinung, dass Halilovic gewiss der beste Spieler seiner Generation sei und der Klub hat unter anderem auch Luka Modric und Niko Krajncar hervorgebracht. Er beginnt nun sein Abenteuer in Spanien und die Zeit wird zeigen, ob die Vergleiche mit Lionel Messi gerechtfertig waren.

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