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Borussia Dortmund: Wer ist Milos Jojic?

Mit Verletzungssorgen kennt sich Borussia Dortmund in dieser Saison nur allzu gut aus. In der Winterpause bessert der BVB nach - Milos Jojic kommt und soll sofort helfen.

Dortmund. Eigentlich wollte sich Borussia Dortmund in der Winterpause nicht mehr auf dem Transfermarkt austoben - eigentlich, denn das Verletzungspech machte den Bossen einen Strich durch die Rechnung. Der jüngste Ausfall von Jakub Blaszczykowksi zum Rückrundenauftakt vergangenes Wochenende gegen den FC Augsburg, hat schließlich ein Umdenken erfordert.

Wenige Tage vor Ende des Winter-Transferfensters mussten Sportdirektor Michael Zorc sowie Trainer Jürgen Klopp nach Alternativen Ausschau halten. Im serbischen Talent Milos Jojic wurden sie schließlich fündig - am Freitag vermeldete man Vollzug.

Zorc zeigte sich hocherfreut: "Wir freuen uns, einen im Mittelfeld vielseitig einsetzbaren Akteur mit großem Entwicklungspotenzial verpflichtet zu haben, der unseren Kader komplettiert." Der BVB hat einen No-Name im internationalen Fußball erhalten, dessen Fähigkeiten jedoch dafür sprechen, dass er sofort helfen kann.

BLICKPUNKT | Milos Jojic (Serbien)
Alter: 21

Größe: 1,77 Meter

Liga 13/14: 15 Spiele, 6 Tore und 7 Vorlagen

Position: Mittelfeld

Marktwert: 1,5 Mio. Euro

International 13/14: 2 Spiele (Euro League), 1 Tor

Gewusst? - Milos Jojic und sein Teamkollege Andrija Zivkovic wurden 2013 zum besten Spieler beziehungsweise besten Jungstar der Hinrunde der serbischen Liga gewählt.

Die Mittelfeldakteure feierten 2013 zudem ihr Debüt in der serbischen A-Nationalmannschaft.

Auch Bayer und Neapel wohl interessiert

Der 21 Jahre alte Jojic von Partizan Belgrad ist eine überraschende Lösung für die neuerlichen Personalsorgen. Schon am Mittwoch durfte man auf der BVB-Pressekonferenz den Eindruck gewinnen, dass sich in Dortmund ein Neuzugang im Anflug befindet - spätestens nachdem Jürgen Klopp auf die Nachfrage bezüglich kurzfristiger Transferaktivitäten der Dortmunder nur ein Schmunzeln parat hatte und zu versichern versuchte: "Ich bin ganz ruhig." Danach war auch dem letzten Journalisten klar, dass der BVB noch etwas in Planung hat.

Nun soll es Jojic richten. Knapp zwei Millionen Euro werden fällig, sein Vertrag läuft bis 2018. Der Rechtsfuß hat für Partizan in 15 Spielen sechs Tore erzielt und sieben vorbereitet. Nicht ohne Grund wurde er daher auch zum Spieler der Hinrunde in Serbien gewählt.

Dazu passt, dass Jojic vom ehemaligen BVB-Profi Miroslav Stevic beraten wird. In Belgrad gehörte er bereits zu den Leistungsträgern. Ein großer Vorteil für die Borussia: Da Jojic in der Saison nur in der Europa League gespielt hat, könnte er von den Dortmundern gar in der Champions League eingesetzt werden. Auch Bayer Leverkusen und der SSC Neapel sollen an dem Mittelfeldspieler interessiert gewesen sein.

Mit Kuba vergleichbar

Vom Spielertyp ist Jojic mit Jakub Blaszczykowksi. Er ist offensiv auf drei Positionen einsetzbar, sowohl auf den Flügeln oder direkt hinter der Sturmspitze. Die Grundgeschwindigkeit Kubas hat der Serbe zwar nicht, dennoch sind seine Vorbereiterfähigkeiten erwähnenswert, denn mit sieben Torvorlagen in der laufenden Saison für Partizan hat er diese schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


"Die Fußstapfen von Kuba sind zu groß. Jojic braucht etwas Zeit, um anzukommen!"

- Luke Matthews

"Jojic wird sicherlich nicht sofort in der Bundesliga einschlagen. Er braucht etwas Zeit, um sich an die neue Liga zu gewöhnen, denn im Vergleich zur serbischen Liga ist der Fußball in Deutschland deutlicher schneller und dynamischer", so Goal-Balkan-Experte Luke Matthews, der weiß, dass Dortmunds Neuer nicht sofort bei 100 Prozent sein kann.

"Sofort Kuba zu ersetzen, wird nicht klappen. Jürgen Klopp sollte sich in den kommenden vier Monaten, bis zum Saisonende, ein genaueres Bild davon machen, wie sich Jojic in das Team integriert und mit der neuen Situation klar kommt. Zur Not müsste er, so wäre es dann das Beste, zu Beginn der neuen Saison zunächst an einen anderen Bundesligisten ausgeliehen werden."

Publikumsliebling bei Partizan

Jojic, der seit seinem zehnten Lebensjahr das Trikot von Partizan trug, schloss sich, wie viele junge Talente der Belgrader, 2010 dem Partnerklub Teleoptik an, ehe es ihn 2012 zurückzog. Bei den Fans wurde er im Mai 2013 durch seinen Freistoßtreffer zum 1:0-Sieg in der 90. Minute gegen den Rivalen Roter Stern zum Liebling. Ein Treffer, der am Ende mitentscheidend dafür war, dass sich Partizan die Meisterschaft sichern konnte.

Auf seine Freistoßkünste dürfen sich auch die BVB-Anhänger freuen. Sollte ihm ein solcher ausgerechnet in einem der Duelle mit dem FC Schalke 04 oder Bayern München gelingen, dürfte er auch bei der Borussia in der Gunst des Publikums schnell emporsteigen...

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