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In der Bundesliga befindet sich der Rumäne derzeit auf der Überholspur. Der Weg zum gefeierten Hoffnungsträger des VfB Stuttgart war aber nicht immer einfach.

Stuttgart. Von Cluj über Barcelona und Targu Jiu zum VfB Stuttgart: Im jungen Alter von 23 Jahren hat Alexandru Maxim schon viel erlebt und Erfahrungen gemacht, die den Mittelfeldspieler prägten. Nun startet der begabte Standardspezialist in der Bundesliga durch und träumt von der ganz großen Karriere.

Umso kleiner fing damals alles an. Am 8. Juli 1990 erblickte Maxim in dem rumänischen Städtchen Piatra Neamt das Licht der Welt. Schon im zarten Alter von 13 Jahren musste der junge Nachwuchskicker Abschied von seiner Familie nehmen, die nach Italien zog. Maxim selbst blieb zurück, um auf ein Fußballinternat in Cluj gehen zu können.

"Meine Eltern wollten, dass ich auf mein Gefühl höre und das mache, was ich gerne mache", berichtete der heute 23-Jährige im Interview mit Spox.com. "Meine Eltern wollten nicht, dass ich ihnen später einmal die Schuld geben würde, weil ich unzufrieden bin, weil ich meine Ziele nicht erreicht habe."

Für das hoffnungsvolle Talent war die Trennung von seinen engsten Verwandten eine "sehr schwere Zeit". Dem angehenden Profi-Fußballer habe es aber auch geholfen, "um zu reifen".

Maxim in Spanien: "Ich mochte nichts"

Noch größer war der nächste Schritt, den Maxim mit nur 17 Jahren wagte: Von Cluj wechselte er in den Nachwuchs des spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona. Ein neues Land, eine neue Stadt, ganze 2700 Kilometer von der Heimat entfernt - ein Kulturschock für den Teenager.

"Ich mochte nichts. Das Essen nicht, die Stadt war riesig, ich wollte heim", erzählte der Rumäne im kicker-Interview von seinen ersten Wochen im Süden Europas. Aber er gewöhnte sich an die neue Umgebung und bereut den Wechsel im Nachhinein nicht: "Ich wusste, dass ich (ein) Risiko eingehen muss im Leben, wenn ich einmal erfolgreich sein will", so Maxim gegenüber Spox.

In Spanien habe der Mittelfeldspieler gelernt, was es bedeutet "in einem großen Klub zu sein und was man tun muss, um sich durchzusetzen". Auch wenn er sich manchmal "alleine und einsam" gefühlt habe, "gerade diese Situationen haben mich weitergebracht".

Über die Heimat ins Ländle

Den Durchbruch schaffte Maxim in Spanien aber nicht und kehrte deshalb 2011 in seine Heimat zurück. In Diensten des rumänischen Erstligisten Pandurii Targu Jiu machte der inzwischen 22-Jährige die Scouts des VfB Stuttgart auf sich aufmerksam - und wechselte im Winter 2013 zu den Schwaben.

Dank seiner formidablen Technik und bärenstarken Standards setzte sich der Neuzugang innerhalb weniger Wochen durch und avancierte in der Rückrunde vom Unbekannten aus dem fernen Rumänien zum Lichtblick in einer eher tristen Stuttgarter Saison.

Maxim profitiert von "mehr Freiheiten"

Der entscheidende Sprung auf dem Weg zum Bundesliga-Star gelang dem heute 23-Jährigen aber in der laufenden Spielzeit - obgleich konditionelle Probleme zunächst für einen verpatzten Saisonstart sorgten. Die Wende brachte der Trainerwechsel auf der Bank der Schwaben: Unter Labbadia-Nachfolger Thomas Schneider wurde Maxim auf Anhieb Stammspieler und Leistungsträger.


Das Vertrauen seines neuen Chefs zahlte der Mittelfeldspieler mit dem feinen rechten Fuß durch stolze vier Tore und sieben Vorlagen in nur acht Bundesliga-Spielen zurück. "Er ist ein junger Trainer, lässt mir mehr Freiheiten auf dem Platz", erläuterte der Rumäne dem kicker die Rolle Schneiders bei seinem Aufstieg.

"Ich bin erst am Anfang"

Starke Auftritte wie beim 6:2 gegen Hoffenheim, als der 23-Jährige an vier Toren direkt beteiligt war, rückten Maxim nicht nur in den Fokus der Medien, sondern auch auf die Radarschirme vieler namhafter Klubs aus der Bundesliga und dem Ausland. Verständlich, dass der rumänische Nationalspieler von der Champions League träumt und irgendwann "ganz oben" spielen will.

Noch sei das aber Zukunftsmusik, lieber will sich der begnadete Standardschütze auf Stuttgart konzentrieren und "sich verbessern". Denn noch ist Maxim lange nicht am Limit: "Ich glaube, dass er noch Luft nach oben hat", meinte Trainer Schneider.

Auf einer Stufe mit seinen großen Vorbild Zinedine Zidane und dem rumänischen Nationalhelden Gheorghe Hagi ist der 23-Jährige tatsächlich noch längst nicht. Auch an Vergleiche mit Mesut Özil, dessen "elegantes Spiel" Stuttgarts Hoffnungsträger bewundert, denkt Alexandru Maxim nicht. Schließlich, so das Talent, stehe er "erst am Anfang". Nichtsdestotrotz ist der Mittelfeldspieler auf dem besten Weg, zum nächsten Jungstar der Bundesliga zu reifen.

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