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Eintracht Frankfurt beheimatet derzeit einige Shootingstars. Zu ihnen gehört U-Nationalspieler Sebastian Rode. Goal.com wirft vor dem großen Interview einen Blick auf das Talent!

Frankfurt. In der Saison 2012/2013 der Bundesliga hat Eintracht Frankfurt überraschenderweise bereits 16 von 18 möglichen Punkten geholt. Am Erfolg nicht nur einfach, sondern essenziell beteiligt ist Sebastian Rode, der auch für die U21-Nationalmannschaft und deren Trainer Rainer Adrion ein wichtiger Baustein ist. Im Porträt bringt Goal.com euch das herausragende Talent näher, bevor am morgigen Freitag das große Interview veröffentlich wird.

Ausgerechnet über Darmstadt und Offenbach

Rode wurde nach Abstechern in Hähnlein-Alsbach und Viktoria Griesheim in der Jugend des SV Darmstadt 98 ausgebildet, bevor er 2005 zu den Kickers Offenbach wechselte und sich dort über die U17 und die U19 in die erste Mannschaft hocharbeitete. Die ersten richtigen Schritte in der dritten Liga unternahm er in der Saison 2009/2010, woraufhin er auf Grund einer Schuldlast der Kickers gegenüber der Eintracht an den Erstligisten verkauft wurde.

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In Frankfurt wurde er trotz des Engagements bei den verfeindeten Klubs der Region herzlich aufgenommen. Rode hatte in seiner ersten Erstligasaison nicht nur Verletzungspech, sondern musste auch mit der üblen Nachrede seines ehemaligen Arbeitgebers fertig werden.

Die böse Nachrede

Mit dem Wechsel von Offenbach zum erbitterten Rivalen Eintracht Frankfurt konnte sich Rode nicht versöhnlich von seinem alten Arbeitgeber und den Fans trennen. Sogar der kaufmännische Geschäftsführer der Kickers GmbH Thomas Kalt zeigte seinen Unmut über den Transfer, in dem er behauptete, Sebastian Rode habe mit aller Macht zur Eintracht gewollt, was die Anhänger des OFC verbitterte. Von diesen Aussagen zeigte sich der 19-Jährige in einem Interview mit der Offenbach Post enttäuscht: „Ich habe immer gesagt, dass ich kommende Saison für den OFC gespielt hätte, wenn es finanziell zu keiner Einigung gekommen wäre“.

Durchstarten in der Bundesliga…

Doch die damalige Entwicklung konnte den Youngster nicht davon abhalten, in der Bundesliga durchzustarten. Zunächst hielt ihn noch ein Knorpelschaden von einem Platz in der ersten Mannschaft fern. Doch in der Rückrunde avancierte Rode zu einer festen Größe im Mittelfeld der Hessen.

Seinen ersten Treffer hob er sich für einen ganz besonderen Gegner auf. Der FC Bayern München gastierte im Waldstadion und die Eintracht ging durch Rode in Führung. Den Wermutstropfen besorgte Mario Gomez kurz vor Schluss – doch bei der SGE keimte die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

…und der plötzliche Abstieg

Erneut Hoffnung gab Rode den Fans in Dortmund. Vor allem den mitgereisten, die diese spektakuläre Partie live erleben durften. Ralf Fährmann hatte beim Stand von 0:0 einen Elfmeter gehalten und Rode brachte seine Mannen in Führung – zu diesem Zeitpunkt war die Eintracht gerettet. Dortmund ließ sich allerdings trotz bereits gesicherter Schale nicht aus der Ruhe bringen und fertigte die Hessen ab.

Christoph Daum, der ewige und bis dahin noch immer erfolgreiche Feuerwehrmann, gelang es nicht, die Eintracht vor dem Abstieg zu bewahren. Der Verein allerdings hielt seine Stars und hielt Rode. Für den sofortigen Wiederaufstieg wurde mit Armin Veh der perfekte Mann engagiert. Das belegt spätestens der aktuelle Auftritt in der Oberklasse. Veh gilt auch als großer Förderer von Rode, dessen Stärke im defensiven Mittelfeld auch und vor allem die Balleroberung ist.

Auf dem Weg an die Spitze

Mittlerweile ist klar: Sebastian Rode ist auf dem Weg an die Spitze. Der 21-Jährige hat bereits bestätigt, dass die Champions League und die Nationalmannschaft sein großer Traum sind. Mit welchem Klub er in der europäischen Königsklasse debütieren wird, ist noch unklar. Überraschenderweise lässt die Eintracht derzeit sogar die Hoffnung auf ein baldiges internationales Auftreten aufkeimen. Das kurzfristige Ziel bleibt selbstverständlich der Klassenerhalt. Der hessische Klub hat allerdings bereits elf Punkte gut auf den sicheren 15. Platz.

Der Vertrags des U-Nationalspielers läuft bis 2014 und Rode selbst hat erklärt, dass man sich in der Verhandlung um einen neuen Kontrakt näher gekommen sei. Der aktuelle Verdienst steht jedenfalls in keinem Verhältnis zu den Leistungen, mit denen er die Mannschaft mit auf den zweiten Tabellenplatz geführt hat. Rode ist massiv daran beteiligt, dass die Eintracht derzeit blitzschnell umschaltet und sogar den Meister Borussia Dortmund in die Bredouille gebracht hat.

Wertgeschätzt wird das Talent auch von U21-Nationaltrainer Rainer Adrion. Der erklärte vor dem Spiel gegen Bosnien: „Jetzt will ich mal andere Spieler testen“, und schickte neben Lewis Holtby, Tony Jantschke und Maximilian Beister auch Rode nach Hause. Nach Frankfurt – seiner mittelfristigen Heimat auf dem Weg an die Spitze.

Und morgen auf Goal.com: Das große Interview mit Sebastian Rode

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