Marcus Berg – Hamburgs teuerster Goldschuh der Vereinsgeschichte

Marcus Berg war der Shootingstar der U-21-Europameisterschaft 2009. Er wurde bei dem Turnier in seiner Heimat Schweden mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet und zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Sommer des vergangenen Jahres wechselte er für viel Geld zum Hamburger SV. Goal.com konnte mit dem jungen Sturmtalent sprechen - das exklusive Interview gibt es am Donnerstagmorgen. Zuvor stellen wir Euch den 23-Jährigen einmal genauer vor…

Von Sebastian HEIER

Marcus Berg, Hamburger SV (Bongarts / Getty Images)
Hamburg. Das Blitzlichtgewitter im Presseraum des Hamburger SV deutete bereits an, dass etwas Großes passieren wird: Hinein kam der zu diesem Zeitpunkt noch 22-jährige Marcus Berg. Als Europas U-21-Star den Raum betrat, prasselten die Lichtblitze auf ihn ein und die Kamerateams richteten ihre Objektive auf den damals 22-Jährigen.

„Ich wollte zu 100 Prozent nach Hamburg!“

„Schon als ich zum ersten Mal von Interesse des HSV gehört habe, war für mich zu 100 Prozent klar, dass ich nach Hamburg will und zu keinem anderen Verein“, mit diesen Worten begrüßte der Neuzugang vom Hamburger SV die Pressevertreter bei seiner offiziellen Präsentation an der Elbe. Die Ziele in der Hansestadt sind dabei schon genau gesteckt, denn Berg will das machen, was er am besten kann: „Es ist mein Job, Tore zu machen. Und ich möchte viele für den HSV erzielen!“ Beim FC Groningen erzielte er in den beiden vergangenen Saisons 32 Tore in 56 Spielen - eine Quote, die in Europa für Aufsehen sorgte und den Hamburger SV schon frühzeitig als Interessent Nummer eins an die niederländische Türe klopfen ließ.

Sturmjuwel soll in Hamburg geschliffen werden

Aus der niederländischen Eredivise, vom FC Groningen, zog es  Marcus Berg, wie einst HSV-Liebling Rafael van der Vaart, in die Bundesliga zum Hamburger SV – dafür mussten die Hamburger knapp zehn Millionen Euro auf das Groningen-Konto überweisen. Der Schwede, der für den FC Groningen in der abgelaufenen Spielzeit 17 Tore und sieben Vorlagen in 31 Spielen aufweisen kann, war der Shootingstar der U-21-Europameisterschaft 2009. Bei dem Turnier in seiner Heimat Schweden wurde er mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet und zum besten Spieler des Turniers gewählt. Sieben Tore in vier Spielen machten Berg zu einem bekannten Sturmjuwel, das nun in Hamburg geschliffen werden kann.


Die neue HSV-Sturmhoffnung, ein richtiger Goalgetter

Der schwedische HSV-Neuzugang ist, auch wenn seine Anlaufzeit bisher mit viel Kritik verbunden war, die neue Sturmhoffnung beim Bundesligisten aus Hamburg. Für fünf Jahre hat der 23-Jährige an der Elbe unterschrieben, in dieser Zeit soll sich der U-21-Torjäger von 2009 zu einem internationalen Star formen. „Er ist ein Stürmer, der den unbedingten Willen hat, Tore zu schießen. Das hat er in den letzten drei Jahren und zuletzt bei der U21-EM eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, freute sich auch HSV-Trainer Bruno Labbadia auf den Kracher aus Holland. Und auch Berg selbst weiß, dass er in Deutschland den Durchbruch schaffen kann: „Die Bundesliga hat ein höheres Niveau als die holländische Ehrendivision. Deshalb ist es für mich eine fantastische Chance, mich zu verbessern.“

Der Typ Marcus Berg, wer ist das?

Marcus Berg ist ein richtiger Goalgetter, der in der Bundesliga sicherlich noch für viel Furore sorgen wird, doch was ist dieser Berg eigentlich für ein Typ? Er gilt als lockerer Typ, doch er selbst bezeichnet sich eher als schüchtern und zurückhaltend. Er ist zielstrebig. Er hat keinen Führerschein - zum Training muss der 23-Jährige jeden Tag mit dem Taxi fahren. Als Kind war Berg als Biathlet erfolgreich, die runde Kugel hätte er daher fast verfehlt. Zum Glück fand er dennoch den Weg zum Fußball. In seiner Freizeit geht er gerne zum Fischen. „Ohne Frage, beim richtigen Verein kann Berg zum neuen Ibrahimovic heranreifen!“, sind sich viele Experten einig.

Willkommen in Hamburg – das erste Pflichtspiel

„Ein großes Lob gebührt den Fans. Von so einer Stimmung habe ich als Fußballer immer geträumt. Vor diesen Fans zu spielen, war schon etwas besonders für mich“, so die euphorischen Worte von Hamburgs Neuzugang Marcus Berg nach seinem ersten Pflichtspiel im Dress der Rothosen.

Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League war es endlich soweit und Marcus Berg konnte sein richtiges Debüt, nachdem er bereits in einem Testspiel eingesetzt wurde, im zweiten HSV-Pflichtspiel der noch jungen Saison geben. Der Neuzugang mit der Rückennummer „16“ durfte sich gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen gegen Randers FC dem heimischem Publikum in der HSH Nordbank-Arena präsentieren. Dem ersten Heimspiel der Saison folgten, nach der viel umjubelten Begrüßung, allerdings laute Pfiffe nach der 0:1-Niederlage gegen die ganze Mannschaft – davon wollte Marcus Berg in den kommenden Wochen und Monate nicht allzu häufig etwas hören, denn den HSV-Torjubel wollte das junge Sturmtalent wohl viel lieber in den Ohren haben…

Eine schwierige Anlaufphase

Leider, und das war mit Sicherheit nicht im Sinne des Schweden, lief es in seinem ersten Jahr bei den Rothosen nicht allzu gut. Häufig musste er die Pfiffe der eigenen Fans ertragen, die sich nicht nur einmal fragten, warum der Hamburger SV so viel Geld für Marcus Berg ausgegeben hat. Die Betitelung als teuerster HSV-Einkauf der Vereinsgeschichte sorgte für eine sichtbare Last. Das Sturmtalent präsentierte sich in der Bundesliga häufig mit schwachen Leistungen – sein Können zeigte er dafür in der Europa League, wo er immerhin in elf Spielen sechs Treffer erzielte und zwei Torvorlagen leistete. Der U-21-Star erlebte an der Elbe einen holprigen Start, der sich aber spätestens in seiner zweiten Saison zu einem Erfolgsweg glätten soll…

LEST MORGEN FRÜH DAS EXKLUSIVE GOAL.COM-INTERVIEW MIT HAMBURGS MARCUS BERG

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