Milans Juwel Dominic Adiyiah: Das ist Afrikas Nachwuchsspieler des Jahres

Der 20-jährige Dominic Adiyiah wurde zum afrikanischen Nachwuchs-Fußballer des Jahres gewählt. Da hat der AC Mailand ganz offensichtlich ein wahres Juwel an Land gezogen. Bei der U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten hat Adiyiah ein erstes großes Ausrufezeichen gesetzt. Im Januar entschied er sich zu einem Wechsel nach Italien. Goal.com stellt das Milan-Juwel einmal genauer vor.

Von Sebastian HEIER

Dominic Adiyiah named the 2009 African Young Player
Mailand. Die U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten war für einige Spieler ein großes Sprungbrett. Der Ghanaer Dominic Adiyiah hat sich nicht nur die Torjägerkanone gesichert, sondern wurde auch zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Der U-20-Star trat in die Fußstapfen des Argentiniers Sergio Aguero und will sich nun in Europa einen großen Namen machen. Die Auszeichnung zum afrikanischen Nachwuchs-Fußballer des Jahres wird ihm dabei sicherlich weiteren Auftrieb geben. Goal.com stellt Euch das Milan-Juwel einmal genauer vor – ein Spieler, der es über die U-20-Weltmeisterschaft 2009 zu einem der weltweit größten Klubs geschafft hat…

Zum Thema:
AC Mailand - Dominic Adiyiah ist

Afrikas Nachwuchsspieler des Jahres


Finalsieg bei der U-20-Weltmeisterschaft 2009

Die U-20-Weltmeisterschaft 2009 wurde in Ägypten ausgetragen. Im Endspiel standen sich die Nationalmannschaften aus Ghana und aus Brasilien gegenüber. In einem spannenden und dramatischen Endspiel bezwangen die Afrikaner die favorisierten Brasilianer nach einem Elfmeterkrimi mit 4:3.

Zweimal schon stand der afrikanische Juniorenmeister im Finale einer U 20-WM, zweimal scheiterte die Mannschaft an einem südamerikanischen Gegner. Gegen Brasilien gab es 1993 eine Finalniederlage, gegen Argentinien 2001. Im Jahr 2009 folgte, im dritten Anlauf, endlich der ersehnte Titelgewinn für die Akteure aus Ghana.

Der Ghanaer Dominic Adiyiah hat sich nicht nur die Torjägerkanone gesichert, sondern wurde auch zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt. Der Torschützenkönig der U-20-Weltmeisterschaft in Ägypten hat in sieben Spielen beeindruckende acht Treffer für seine Nation erzielt. Dank seiner wichtigen Tore haben die Afrikaner überhaupt den Weg ins Endspiel geschafft. Im Finale verwandelte er dann noch den vorletzten Elfmeter für seine Nation. Der zu diesem Zeitpunkt 19-Jährige wurde nach dem Finale zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet und erhielt dafür den Goldenen Ball.

Goldschuh für Goldfuß

Adiyiah war der überragende Spieler im Team der Afrikaner. Der Angreifer, der damals noch beim norwegischen Erstligisten Fredrikstad FK unter Vertrag stand, beeindruckte vor allem durch sein dynamisches Spiel. Bereits in den Wochen während des Turniers prophezeite ihm die Presse eine große Zukunft und machte den 19-Jährigen schon zum kommenden Fußball-Star. Beim skandinavischen Klub Fredrikstad konnte man sich nach dem Turnier schon bald auf eine millionenschwere Ablöse freuen.

Bei seinem ersten FIFA-Turnier hinterließ der Ghanaer einen starken Eindruck und stand stets in der Startaufstellung seiner Nation. Im bedeutendsten Jugendturnier überhaupt wurde der 1,70 große Adiyiah zu DER Entdeckung der Weltmeisterschaft. Mit drei Treffern Vorsprung auf den Ungarn Vladimir Koman hat er sich im Rennen um den prestigeträchtigen Goldenen Schuh von adidas durchgesetzt.

Mit diesem Dreifachtriumph tritt er in die Fußstapfen des Argentiniers Sergio Aguero, der in Kanada 2007 ebenfalls den WM-Titel, den Goldenen Ball und den Goldenen Schuh gewinnen konnte.

Starkes Sturmduo: Adiyiah und Osei

Der in Accra geborene Angreifer durfte sich jedoch auch auf einen sehr guten Sturmpartner verlassen. An seiner Seite spielte Sturmkollege Ransford Osei, der zweitbeste Torjäger der U-17-WM 2007 erzielte vier Tore in Ägypten. „Wir erzielen beide Tore und helfen uns gegenseitig, damit wir unsere Möglichkeiten umsetzen können“, erklärte Dominic Adiyiah in einem Interview mit Fifa.com. Adiyiah, der während der WM in Norwegen unter Vertrag stand, bildete zusammen mit Ransford Osei ein brandgefährliches Sturmduo. Gemeinsam haben sie zehn von den insgesamt 18 Turniertreffern erzielt. Einige der ghanaischen Spieler kennen sich schon von Kindesbeinen an, bei Adiyiah und Osei ist das anders: Beide haben sich erst im Januar 2009 beim Erfolg von Ghana bei der afrikanischen Junioren-Meisterschaft kennengelernt.

Das besondere Tor des Turniers

Ein ganz besonderes Tor hat der U-20-Held nach eigenen Aussagen im Achtelfinale des Turniers erzielt. Adiyiah markierte in der Verlängerung den 2:1-Siegtreffer gegen Südafrika – „Wir brauchten unbedingt ein Tor, und ich habe es geschafft. Das war eines der schönsten Tore meiner Karriere.“

Die Frage und die Hoffnung nach der Zukunft

Dem skandinavischen Klub Fredrikstad drohte schon kurz nach dem Turnier, nach den Leistungen seines 19-jährigen Schützlings, eine Reihe von europäischen Interessenten. Der Stürmer, dessen großes Vorbild der brasilianische Angreifer Ronaldo ist, wollte sich mit seinem U-20-„Zeugnis“ gerne für Klubs aus England, Spanien oder Frankreich bewerben: „Natürlich will ich bei diesem Turnier zeigen, was ich kann und auch als Spieler weiterkommen“, sagte der Ghanaer in einem Interview mit Fifa.com und äußerte gleichzeitig auch seinen Wunsch und seine Hoffnung nach der eigenen Zukunft:  „Niemand macht gern Rückschritte. Ich will auf höchstem Niveau spielen und einer der Besten der Welt werden. In den letzten Jahren habe ich einige herausragende Spieler gesehen und mich für sie alle gefreut. Jetzt will ich auch einer von ihnen werden.“

Der große Sprung zum AC Mailand

Im November des vergangenen Jahres verdichteten sich dann die Gerüchte, dass für den U-20-Star der große Sprung zu einem großen Klub gelingen sollte. Und so kam es, wie es kommen musste: Dominic Adiyiah unterschrieb einen Vertrag beim italienischen Spitzenklub AC Mailand und steht dort seit Januar 2010 unter Vertrag. „Wir haben ihn gekauft, weil er ein Stürmer ist, der auf die Flügel ausweichen kann. Er könnte als Ersatz für Pato und Ronaldinho fungieren“, sagten die Verantwortlichen zu der Verpflichtung des Riesentalents.


 
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