Im Goal.com-Portrait: Selim Teber

Sein offizieller Internetauftritt erstrahlt noch in den Farben blau und weiß, doch seine Zeit beim Sensations-Herbstmeister der Vorsaison, 1899 Hoffenheim, ist seit diesem Sommer zu Ende gegangen. Selim Teber trägt nun schon einige Wochen den Eintracht-Adler aus Frankfurt auf seiner Brust. Im Goal.com-Portrait stellen wir Euch den 28-Jährigen genauer vor…

Vor Selim Teber verneigt sich sogar der Prinz (Getty)
Von Sebastian HEIER

Frankfurt.
Selim Teber hat seinen Platz im Team von Eintracht Frankfurt gefunden. Der 28-Jährige, der sich im April dieses Jahres dazu entschloss, die TSG 1899 Hoffenheim zu verlassen, entwickelt sich aktuell zu einem Führungsspiel bei der Frankfurter Eintracht. Zwar erscheint sein offizieller Internetauftritt noch immer im Look seines Ex-Vereins und weißt die User daraufhin, dass man auch noch „Infos zu meinem Verein TSG Hoffenheim“ finden kann, doch bereits seit diesem Sommer ist die Zeit beim Sensations-Herbstmeister der Vorsaison zu Ende gegangen.

Selim Teber trägt nun schon einige Wochen den Eintracht-Adler aus Frankfurt auf seiner Brust. In Frankfurt hat der 28-Jährige nun schon fast genau so viele Einsatzminuten wie in der ganzen letzten Saison in Hoffenheim. Teber stand in den ersten acht Bundesliga-Partien stets in der Startelf und musste erstmals am 9. Spieltag aussetzen, denn der Mittelfeldspieler erhielt als erster Spieler der aktuellen Bundesliga-Saison seine fünfte Gelbe Karte.

Waldhof Mannheim und das Profi-Sprungbrett

Der in Frankenthal geborene Teber begann das Fußballspielen allerdings weder in Hoffenheim, noch in Frankfurt, sondern beim ASV 05 Edigheim. Über den SV Pfingstweide und den VfR Frankenthal wechselte er schließlich in die B-Jugend des SV Waldhof Mannheim und dort sollte seine Profilaufbahn dann auch beginnen.



Bundesliga-Erfahrung in Kaiserslautern

1999 ging es für Teber zu den Waldhof-Profis. Nach seinem Wechsel nach Kaiserslautern im Jahr 2002, folgte in der Saison 2002/03 sein Debüt im Fußball-Oberhaus. Für den 1. FC Kaiserslautern absolvierte er zwischen 2002 und 2005 insgesamt 53 Spiele, wobei er zwischenzeitlich nach Österreich zu Austria Salzburg ausgeliehen wurde. Teber, der als sportliche Vorbilder Michael Jordan und Muhammad Ali hat, zog es 2005 zum türkischen Erstligisten Denizlispor. Nach nur einem halben Jahr und vier Kurzeinsätzen stand seine Rückkehr nach Deutschland fest.

Ein Talent stürzt in die Regionalliga ab

Der hoffnungsvolle Aufstieg eines Talents, das mit fünf Einsätzen in der deutschen U-21-Nationalmannschaft, der Teilnahme an der U-20-WM in Argentinien (2001) und des Erreichen des DFB-Pokalfinales 2003 auf eine große Zukunft blickte, fand seinen vorläufigen Karrieretiefpunkt im Januar 2006 in der Regionalliga Süd. Den „Aufstieg in die 2. und dann direkt in die 1. Liga“ beschreibt der 28-Jährige als „schönsten Moment“ seiner sportlichen Karriere. Und tatsächlich, mit 1899 Hoffenheim gelang Selim Teber 2008 noch einmal die Rückkehr ins deutsche Fußball Oberhaus, dort wo seine Bundesliga-Karriere knapp drei Jahre zuvor schon zu Ende gegangen war.



Hoffenheims Aufstieg und Tebers Rückkehr

Teber, dessen Vorbild in seiner Kindheit Argentiniens Weltfußballer Diego Maradona war, gab Anfang April seinen Abschied aus Hoffenheim bekannt. Der 1899-Kapitän erklärte damals: „Ich brauche eine Veränderung, ich gehe definitiv!“ Im Sommer war dann das Ende gekommen und Selim Teber wechselte zu Eintracht Frankfurt, wo ihn ein früherer Weggefährte als Wunschkandidaten für das Eintracht-Mittelfeld verpflichtete. Michael Skibbe, der neue Boss auf der Eintracht-Bank, wünschte sich den in der Freizeit Musik hörenden und Billard spielenden Teber in seinen Kader. Schon vor vielen Jahren nahmen beide gemeinsam an der U-20-WM in Argentinien teil, als Michael Skibbe noch DFB-Jugendkoordinator war und Teber als große deutsche Talenthoffnung gehandelt wurde. In Frankfurt will das neue Eintracht-Duo nun erneut zusammen an der Zukunft basteln…

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