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Diego Costa: Warum ich zum FC Chelsea wechsle

Gegenüber Goal spricht der Brasilianer über seine Motivation, die Fortschritte der Verhandlungen und warum ihm Schmähungen nichts ausmachen.

EXKLUSIV
Von Duncan Castles in Salvador

Diego Costas Entscheidung, den neuen spanischen Meister Atletico Madrid zu verlassen, ist motiviert von seinem Wunsch, "einen der größten Klubs der Welt" zu repräsentieren.

Jose Mourinhos Chelsea hat sich entschlossen, die Ausstiegsklausel des Mittelstürmers zu ziehen – es geht um einen Deal, der inklusive der Beraterhonorare knapp 44 Millionen Euro schwer ist. Costa bekommt einen Vertrag, der ihn zu einem der bestbezahlten Spieler machen wird.

"Warum ich mich für Chelsea entschieden haben könnte? Es wird bald konkret werden, "so Costa gegenüber Goal. "Die Dinge gehen in die Richtung, und wenn es so weitergeht wie bisher, ist das die Mannschaft, für die ich in der nächsten Saison auflaufen werde."

Costa weiter: "Ich will schon lange in der Premier League spielen. Chelsea ist einer der größten Klubs der Welt, es gibt also viele Faktoren, die mich bei dieser Entscheidung beeinflusst haben."

Keine klassische Ausbildung

Ein Teil der Anziehungskraft, die Chelsea auf den 25-Jährigen ausübt, ist sicher seinem sehr physischen, unkonventionellen Stil geschuldet. Dieser ist ein Folge davon, dass er seine Jugend fernab der Akademien und klassischen Ausbildungssysteme verbrachte. Seine erste Station in einer europäischen Spitzenliga war Sporting Braga, wohin er als 18-Jähriger wechselte. Dorthin lotste ihn deren damaliger Sportdirektor Eladio Parames, ein enger Freund Mourinhos.

Es folgten einige Stationen in Portugal und Spanien, wobei er erst in den letzten zwei Spielzeiten bei Atleti eine zweistellige Torausbeute vorweisen konnte – in der vergangenen Saison die beeindruckende Quote von 36 Treffern in 52 Spielen.

Der 25-Jährige ist vorsichtig, was die These angeht, seine Spielweise sei wie für die Premier League gemacht: "Jedes Jahr ist eine neue Geschichte, nichts im Leben ist einfach. Ich werde hart arbeiten müssen, um mich dem Stil in England anzupassen."

"Die Leute haben das Recht zu buhen"

Dass er in Brasilien als frisch eingebürgerter Spanier vielerorts ausgebuht wird, macht ihm wenig aus: "In Spanien passiert mir das in jedem Stadion, in dem ich spiele, ich bin daran gewöhnt. Ich hatte das Recht, meine Entscheidung so zu treffen, und so haben auch die Zuschauer das Recht, die Entscheidung zu treffen, mich auszubuhen. Auf dem Platz hast du ohnehin keine Zeit, darüber nachzudenken. Ich habe damit gerechnet, ich wusste, was passieren würde, ich war im Kopf darauf vorbereitet."

Der bitteren Auftaktpleite gegen die Niederlande will Costa hinter sich lassen: "Es war eine heftige Niederlage, wie sie nun einmal hier und da vorkommt. Das Gute ist, dass wir immer noch eine Chance haben, also müssen wir die Köpfe oben behalten, denn es gibt noch zwei Finals zu bestreiten. Es gibt nichts Besseres als das nächste Spiel, um das Erlebte zu vergessen."

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