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Frankfurter Abstiegsgespenst – Aigner: "Klar brauchen wir noch Punkte"

Die Heimniederlage für Frankfurt stellt die Hessen vor Probleme – insbesondere, wenn Hamburg und Stuttgart ihre Partien gewinnen.

Aus Frankfurt berichtet Rafael Corradino

Eintracht Frankfurt schien gerettet, doch nach der 2:3-Niederlage gegen Hannover 96 könnte es nochmal richtig spannend werden. Das wissen auch Marco Russ und Stefan Aigner. Und auch Leon Andreasen mahnte, obwohl der ausgelassene Jubel in der Hannover-Kabine ein anderes Bild vermittelte.

In der Commerzbank Arena in Frankfurt bekamen die Fans am Donnerstagabend gehobenen Abstiegskampf zu sehen. Es war ein offener Schlagabtausch, der den Anhängern geschmeckt haben dürfte – nach dem schlechteren Ende für die Hessen stehen nun beide Klubs mit 35 Punkten da.

Die Ausgangslage ist trügerisch. Der Abstand auf Hamburg und Stuttgart war zumindest vor dem laufenden Spieltag komfortabel – allerdings wissen alle Beteiligten, dass es im Fußball ganz schnell gehen kann.

Russ: "Wir wissen, dass es bis zum Ende spannend sein kann"

"Wir kriegen das ja immer um die Ohren gehauen, weil einige Leute hier im Umfeld meinen, dass 35 Punkte reichen", zeigte sich SGE-Verteidiger Russ im Anschluss an die Partie angefressen. "Wir wissen, dass es bis zum Ende spannend sein kann. Hannover hat jetzt gepunktet, das können andere auch."

Und sollten der HSV und die Schwaben ihre Spiele gegen Wolfsburg und Schalke gewinnen, wird es im Tabellenkeller noch einmal richtig spannend – zumal das Restprogramm der Hessen mit Hoffenheim, Bayer Leverkusen und Augsburg alles ist, nur kein Selbstläufer. "Klar brauchen wir noch Punkte, das haben wir immer gesagt", machte Aigner deutlich. "Aber wenn wir die Leistung von zuvor abrufen, dann haben wir keine Angst."

Andreasen: "Ich bin zufrieden, wenn wir gerettet sind"

Auch Hannover ist noch nicht endgültig gerettet. In der Gästekabine jubelten die Niedersachsen aber, als sei der Klassenerhalt bereits rechnerisch fixiert. Vielleicht ist es ihr Restprogramm, das ihnen diese Zuversicht gibt. Die Hannoveraner müssen gegen die direkte Konkurrenz aus Stuttgart, Nürnberg und Freiburg ran.

Der 30-jährige Andreasen, der mit einem herausragenden Auftritt zum Matchwinner avancierte, mahnte bedächtig: "Mathematisch ist es ja noch möglich. Wenn das nicht mehr der Fall ist, können wir reden." Und weiter: "Ich bin zufrieden, wenn wir gerettet sind."

Noch haben Frankfurt und Hannover die beste Ausgangslage der Kellerkinder, aber auf dem Polster dürfen sich die Bundesligisten nicht ausruhen. Nur für den FC Bayern München ist die Bundesliga bereits vorbei – andere Klubs müssen noch kämpfen.

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