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Die Blues sind sich mit dem Stürmer von Atletico Madrid wohl einig. Der Transfer könnte im Rahmen des Champions-League-Halbfinals über die Bühne gehen.

Exklusiv
Von Wayne Veysey

Chelsea steht nach GOAL-Informationen kurz davor, die Verpflichtung von Atletico Madrids Diego Costa perfekt zu machen. Die Verantwortlichen der Londoner scheinen bei den Treffen mit dem Lager von Diego Costa eine Einigung erzielt haben. Weitere Gespräche zwischen den beiden Teams sind rund um das Champions-League-Halbfinale geplant.

Chelsea hatte bereits durchblicken lassen, über 40 Millionen Euro für die Dienste des Stürmers investieren zu wollen, obwohl ein signifikanter Anteil der Ablösesumme für Beratergebühren abfällt. Zudem bietet der amtierende Europa-League-Sieger an, Costas derzeitiges Gehalt von etwa 60 000 Euro pro Woche zu verdreifachen.

Wie GOAL bereits im März berichtete, möchten die West-Londoner den Costa-Deal möglichst noch vor der WM perfekt machen. Costa dürfte in Brasilien einen wichtigen Part in der spanischen Nationalmannschaft einnehmen. Eine mögliche Titelverteidigung könnte den Marktwert des Stürmers zusätzlich steigern.

Simeone rechnet mit Costa-Abgang

Atletico Madrids Coach Diego Simeone hat am Dienstag in der AS eingestanden, dass sein Verein gegen Chelsea machtlos ist und man Costa bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen werde. "Wir verstehen, das Chelsea finanzielle Macht hat. Und wenn er für den Rest seines Lebens vom Fußball zehren möchte, habe ich kein Problem damit", erklärte der Argentinier, der Vergleiche mit Costas Vorgänger im Atletico-Sturm zog. "Es ist wie bei Radamel Falcao: wie hätte ich ihm verbieten können, nicht zu Monaco zu gehen?"

Noch ist keine Entscheidung gefallen. Simeone sicherte Costa aber schon im Voraus die volle Rückendeckung zu. "Es hängt von ihm ab und was er denkt, was das Beste für seine Zukunft ist. Ich werde ihn bei jeder Entscheidung unterstützen. Es ist normal, dass Chelsea an ihm interessiert ist." Simeone zeigte sich sogar erfreut darüner, dass sein Stürmerstar möglicherweise von einem anderen Verein abgeworben wird. "Das macht mich glücklich, weil das Ziel von mir und des gesamten Trainerstabs ist, Spieler besser zu machen."

Derzeitigen Chelsea-Stürmer ohne Zukunft

Chelsea-Trainer Jose Mourinho hat seine Angreifer in der laufenden Spielzeit mehrfach öffentlich kritisiert. Unwahrscheinlich, dass Chelsea diesen Sommer nicht in neue Angreifer investieren wird.

Der 33-jährige Samuel Eto'o wird nicht jünger, Demba Ba hat bereits seinen Abgang für den Sommer verkündet und Fernando Torres scheint an der Stanford Bridge nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinweg zu kommen. Ein Bekenntnis zu dem an den FC Everton ausgeliehenen, treffsicheren Romelu Lukaku war von Mourinho bisher nicht zu hören.

Costa scheint demnach Chelseas Wunschspieler für die Position des Mittelstürmers zu sein. Der 25-Jährige erzielte in dieser Saison 34 Treffer in 45 Spielen und liegt mit seiner Ausbeute von 26 Toren in La Liga auf Platz zwei hinter Cristiano Ronaldo, der auf 28 Tore kommt.

Winter-Wechsel platzte wegen Costa

Bereits im Sommer wollte Chelsea den in Brasilien geborenen Stürmer über seine Ausstiegsklausel verpflichten, aber Costa wollte seinen Verein nicht mitten in der Saison verlassen. Ein Kauf im Januar hätte rund 36 Millionen Euro gekostet, im Sommer dürfte die Verpflichtung eindeutig teurer werden.

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