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Dortmunds Sebastian Kehl: "Eine Ausgangsposition, die hervorragend ist"

Die drei Niederlagen sind beim BVB seit Dienstag abgehakt. In der Königsklasse haben die Schwarz-Gelben wieder alle Möglichkeiten auf den Einzug ins Achtelfinale.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Sie hatten es selbst als Endspiel bezeichnet: Wie wichtig für Borussia Dortmund das Heimspiel in der Champions League gegen den SSC Neapel war, wussten alle Beteiligten. Und im Gegensatz zum "echten" Finale in London vor ein paar Monaten lief der zweite Versuch für den deutschen Vizemeister deutlich erfreulicher ab als das Duell mit den Bayern im Mai. Der BVB siegte mit 3:1 (1:0)gegen die Italiener und kann nun bei einem weiteren Erfolg in Marseille nicht mehr vom Einzug ins Achtelfinale abgehalten werden.

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"Wir können mit einem Sieg in Marseille die Gruppenphase überstehen, unabhängig davon, was die beiden anderen Mannschaften in ihrem Spiel machen. Das ist eine Ausgangsposition, die sicherlich hervorragend ist", sagte ein zufriedener BVB-Kapitän Sebastian Kehl hinterher in der Mixed Zone. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Arsenal war für die Schwarz-Gelben das Weiterkommen stark gefährdet – doch nach dem Dreier am Dienstag sieht das Ganze deutlich positiver aus.

"Relativ schnell abgehakt"

Vergessen ist nun wieder die Pleitenserie, die am vergangenen Samstag mit dem 0:3 gegen die Bayern ihren Höhepunkt erreichte. "Aufarbeiten ist schwierig, weil man von Samstag bis Dienstag kaum Zeit dazu hat. Wir haben natürlich am Sonntag darüber gesprochen und haben das Spiel auch relativ schnell abgehakt, weil das Spiel heute auch wahnsinnig wichtig war, vielleicht sogar noch wichtiger", berichtete Kehl von den Prozessen innerhalb der Mannschaft. Der BVB wirkte gegen Napoli endlich wieder entschlossener und bissiger, auch wenn es spielerisch – und erneut bei der Chancenverwertung – noch Luft nach oben gab.


"Wir hätten es uns heute deutlich leichter machen können, weil wir eine Vielzahl an Möglichkeiten liegen gelassen haben", merkte der BVB-Kapitän richtigerweise an. Wie schon gegen die Bayern ließen die Dortmunder zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt und mussten am Ende noch um ihren Zwei-Tore-Vorsprung zittern, der ihnen den Vorteil im direkten Vergleich mit den Italienern sicherte. "Die Hartnäckigkeit war im Spiel auch deutlich zu sehen", war Kehl wenigstens mit dem kämpferischen Einsatz zufrieden. Jetzt ist für ihn und seine Kollegen gewiss: Im letzten Duell in Marseille können sie alles klar machen, indem sie genauso viele Zähler holen, wie Napoli im Duell gegen Arsenal erreicht – oder natürlich mehr.

"Ein harter Hund"

Im Vergleich zum Bayern-Spiel konnte BVB-Trainer Jürgen Klopp nicht den neu verpflichteten Manuel Friedrich aufbieten, der für die Champions League nicht spielberechtigt ist, sondern setzte auf Sven Bender in der Innenverteidigung. Der Nationalspieler, von den Kollegen "Manni" genannt, zog sich allerdings schon in der Anfangsphase einen Nasenbeinbruch zu – und spielte trotzdem bis zum Ende durch. "Verwundert mich nicht", sagte Sebastian Kehl über seinen Mitspieler, der sich nicht auswechseln lassen wollte. "Leider ist die Nase von Manni kaputt. Er ist aber ein harter Hund. Ich denke, der stellt sich auch Samstag wieder hinten rein", fügte er mit einiger Bewunderung hinzu.

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