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Was nun, was tun, Borussia Dortmund?

Zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren kassierte der BVB drei Pflichtspiel-Niederlagen am Stück. Und das vor dem extrem wichtigen Champions-League-Heimspiel gegen Napoli.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Die schwarz-gelben Fans waren trotzig, die BVB-Spieler niedergeschlagen: Es war eine seltsame Stimmung nach dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Die Gastgeber kassierten durch das 0:3 (0:0) die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Serie und müssen nun am Dienstag in der Champions League gegen den SSC Neapel alles auf Anfang setzen, um sich mit einem Sieg die Chancen auf ein Weiterkommen in der Königsklasse zu erhalten.

Besonders bitter aus schwarz-gelber Sicht war die Tatsache, dass man diesem Duell – wie schon jenem mit dem FC Arsenal – selbst eine ganz andere Wendung hätte geben können, wenn man die Möglichkeiten konsequent genutzt hätte. "Ich glaube, dass wir die Chancen hatten, in Führung zu gehen. Und wenn wir in Führung gehen, dann wird es auch ganz schwer, uns zu schlagen", ärgerte sich Mittelfeldspieler Sven Bender hinterher in der Mixed Zone.

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Mehr war möglich

Nicht nur die Führung war möglich, auch der Ausgleich nach dem 1:0 durch den Ex-Dortmunder Mario Götze war für die Borussen drin. Doch Henrikh Mkhitaryan brauchte nach einer Flanke von Kevin Großkreutz zu lange, um den Ball zu verarbeiten. Und den Linksschuss von Marco Reus parierte Nationaltorwart Manuel Neuer glänzend. Dass nun ausgerechnet Götze die dritte BVB-Pleite in Serie einleitete, ließ Sven Bender völlig kalt: "Es ist mir letztendlich egal, ob er da trifft. Wir müssen die Tore verhindern, das ist alles, was zählt", sagte er nach dem Schlusspfiff.

Egal, ob verdient, zu hoch oder ungerecht: Die Niederlage war eine Tatsache, mit der sich der BVB wohl oder übel auseinandersetzen muss. Und zwar schnell. Denn schon am Dienstag wartet Napoli, gegen das man gewinnen muss, um noch in der Tabelle der Champions League vorbeizuziehen. "Wir werden alles tun, damit die drei Punkte hier bleiben", versprach Lukasz Piszczek, der nach seiner langen Verletzungspause sein Comeback feierte.

Klopp ist gefordert

Obwohl die Stimmung am Boden war, wollten sich die Dortmunder nicht allzu lange mit der schlechten Serie beschäftigen. "Wir müssen weiter nach vorne schauen. Das haben wir auch bisher gemacht", gab Jakub Blaszczykowski als Ansage aus, auch wenn er gestehen musste: "Das ist natürlich schwer."

Im Vorfeld des Heimspiels gegen die Italiener sah Piszczek vor allem Jürgen Klopp gefordert: "Der Trainer wird dafür sorgen, dass die Stimmung vor dem Spiel so gut sein wird, damit wir sehr gut vorbereitet in das Spiel gehen werden", war sich der zurückgekehrte Außenverteidiger sicher.

Zumindest trieb auch bei Napoli der Verletzungsteufel sein Unwesen: Marek Hamsik erlitt bei der 0:1-Pleite gegen Parma eine Fußprellung, wird im Signal-Iduna-Park nicht auflaufen. Die richtige Wendung muss aber Dortmund dem Spiel geben.

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