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Durch die erneute Niederlage gegen Ingolstadt verloren die Geißböcke die Tabellenführung der zweiten Liga verloren. Das Problem sei der Mangel an Toren.

NACHBERICHT
Von René Demirdöven aus dem Rhein-Energie-Stadion

1. FC Köln gegen FC Ingolstadt, Platz eins gegen Platz 16 - auf dem Papier schien die Partie eine glasklare Angelegenheit, doch die Eindrücke der letzten Wochen wiesen auf eine mögliche Überraschung hin. Und so kam es tatsächlich. Torschütze des Tages war Moritz Hartmann, der jahrelang für die zweite Mannschaft der Geißböcke kickte. Trotz drückender Dominanz setzte es für die Rheinländer die zweite Niederlage in Folge, Nach dem Spiel sparte man in der Mixed Zone nicht mit selbstkritischen Worten. Goal war für Euch dabei.

"Wir haben in vielen Situationen gut bis zum vorletzten Pass kombiniert, doch der letzte entscheidende Ball in die Mitte ist nie durchgekommen. Das war heute unser Manko", erklärte FC-Verteidiger Jonas Hector, der zwar sehr offensiv agierte, doch zu einem Tor konnte auch er seiner Mannschaft nicht verhelfen.

Durch die Pleite musste der Effzeh den Platz an der Sonne an Kaiserslautern abtreten. Von einer Krise will der 23-Jährige allerdings nichts wissen: "Die Tabellenführung ist verloren, doch was zählt, ist, dass wir am Ende oben stehen. Wir haben zwar zweimal hintereinander verloren, aber das wird der Mannschaft keinen Abbruch tun."

Stöger kritisiert Zielstrebigkeit

Vor 47.000 Zuschauern begannen die Gastgeber mit dem Anpfiff druckvoll und attackierten die Ingolstädter bereits früh in der eigenen Hälfte. Trotz drückender Überlegenheit knickte das Bollwerk nicht ein, sodass es kaum Großchancen im Spiel gab. Die Gastgeber kombinierten sich bis an die Strafraumgrenze, ab da fehlte jegliche Konzentration und Genauigkeit im letzten entscheidenden Abspiel.

Peter Stöger analysierte: "Es ist bitter, wenn man das Geschehen über weite Strecken beherrscht und sogar die vermeintlich bessere Mannschaft ist. Wir hatten zwar gute Möglichkeiten, doch haben sie nicht genutzt. Meine Mannschaft hat nach vorne alles versucht, doch in vielen Situationen hat der letzte Pass, trotz guten Zusammenspiels, nicht funktioniert. Souveränität ohne Tore bringt kaum Punkte – das ist unser Problem."

Der Österreicher lobte nach dem Spiel die taktische Ausrichtung seines Landsmannes Ralph Hasenhüttl, der mit Ingolstadt drei Punkte einfuhr: "Sie haben die Räume clever zugestellt und auf unsere Fehler gewartet. Das ist ihnen gelungen. Ralph Hasenhüttl hat mit einem minimalen Aufwand das Maximum an Punkten herausgeholt." Sein Keeper sah das ähnlich.

Horn: "Unglaublich, dass wir hier nichts mitgenommen haben"

"Es ist unglaublich, dass wir nichts mitgenommen haben", rätselte Timo Horn. Mit Blick auf die Tabelle und die kommenden Herausforderungen ist Stöger sich der engen Ausgangslage bewusst: "Die anderen Teams werden an uns vorbeiziehen, wenn wir nicht jedes Mal alles aus uns rausholen. Es wird eine interessante Zeit bis Weihnachten, in dieser werden wir zeigen müssen, wie gefestigt wir als Team sind und wie wir mit diesen Situationen umgehen können. Das wird eine neue Challenge für uns."

Kurz vor Schluss hatten Kön die Ausgleichschance, doch der in Hälbzeit zwei eingewechselte Patrick Helmes setze den Ball aus nächster Nähe an die Querlatte. Der Stürmer versuchte, die Situation zu erklären: "Wer die Szene sieht, weiß, dass ich nichts anderes machen kann, als gegen den Ball zu rennen, weil ich ihn auf Kopfhöhe irgendwo hin bekomme. Es sieht natürlich blöd aus, aber letztendlich kann ich daran auch nichts ändern, wenn die Flanke so kommt. Es ist eine unnötige Niederlage, doch solche Phasen gehören einfach zum Geschäft dazu."

Für die Kölner stehen Hamburger Wochen an. Erst tritt man freitags bei St. Pauli an, den darauffolgenden Dienstag geht es gegen den HSV. Patrick Helmes verschwendet aber keinen Gedanken an den DFB-Pokal: "Am Freitag müssen wir erstmals etwas auf Pauli holen. Und dafür müssen wir hart und intensiv arbeiten."

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