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Den großen Rivalen aus Dortmund fertigte der FCB am Ende mit 3:0 ab. Hinterher wollten die Münchener aber alle Andeutungen zu einer möglichen Titelverteidigung nicht hören.

Aus Dortmund berichtet Daniel Buse

Dortmund. Der Held des Abends wollte nichts sagen. "Bitte nicht, bitte nicht", wies Mario Götze die Anfragen der Journalisten in der Mixed Zone freundlich, aber resolut zurück. Der Offensivspieler des FC Bayern München hatte das 3:0 bei seinem alten Arbeitgeber Borussia Dortmund mit dem Führungstor eingeleitet – und damit dem Titelrennen in der Bundesliga vielleicht schon eine vorentscheidende Wendung verpasst.

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Sieben Punkte liegt der FCB jetzt vor den Schwarz-Gelben. "Der Punktevorsprung auf den Zweiten ist immer noch gleich, wenn ich mich richtig erinnere", wies Thomas Müller nach dem Schlusspfiff zurecht darauf hin, dass nun Bayer Leverkusen der neue erste und damit größte Verfolger des Rekordmeisters ist.

"Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber sie gewinnen fast jedes Spiel. Ich würde die nicht unterschätzen", sagte Müller, aber es klang eher so, als wollte er den Fans ein wenig Spannung statt drohender Langeweile versprechen.

"Dortmund ist nie richtig zu fassen"

Die Bayern beherrschen die Liga. Die Bayern beherrschten allerdings nicht die Dortmunder über 90 Minuten. "Wenn ein Auswärtsspiel in Dortmund leicht ist, dann hat Dortmund etwas falsch gemacht", grinste Kapitän Philipp Lahm hinterher. Und auch Müller verteilte ein Kompliment an den Gegner: "Wie man gesehen hat, ist Dortmund nie richtig zu fassen, auch von uns nicht zu hundert Prozent."

Die Gastgeber hatten zu Spielbeginn eine Großchance und auch nach dem 0:1 zwei gute Möglichkeiten, um das Duell wieder ausgeglichen zu gestalten. "Wir hatten auch in den richtigen Phasen ein Quäntchen Glück", gab Müller zu.

Die Bayern hatten Glück – und Götze. "Das ist eine Geschichte, die klassisch für den Fußball ist: Kommt hier rein und macht das 1:0. Für uns war es natürlich super", freute sich der 24-Jährige über die entscheidende Einwechslung in der zweiten Halbzeit.

Zurückhaltung bei den FCB-Stars

Der Ex-Dortmunder machte vor einer feindseligen Kulisse den Unterschied , die weiteren Tore fielen erst in der Schlussphase, als die Borussia alles auf die Ausgleichskarte setzte. "Die drei Treffer waren vielleicht ein bisschen too much", wusste Torwart Manuel Neuer das Ergebnis richtig einzuordnen – und wollte von einem großen Schritt in Richtung Meisterschaft, wie alle anderen Bayern, nichts wissen.

"Wenn man sieben Punkte Vorsprung auf Dortmund hat, ist es ein gutes Polster", grinste Lahm nach dem Schlusspfiff und fragte die versammelten Journalistenen: "Wollen Sie eine Überschrift? Die werde ich ihnen nicht geben." Müller ergänzte: "Ich kann mich ja nicht im November hinstellen und über die Meisterschaft sprechen, die im Mai vergeben wird."

Nicht verhindern können die Bayern allerdings, dass spätestens seit diesem Auswärtssieg in Dortmund alle Fußball-Interessierten in Deutschland felsenfest davon ausgehen, dass der Rekordmeister neuerlich die Schale überreicht bekommt. Danach sieht es jedenfalls im November aus.

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