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Zwei ehemalige Weltklasse-Fußballer, zwei eindringliche Porträts: Ein Abend mit Jari Litmanen und Thierry Henry.

Berlin. Jari Litmanen ist inzwischen 42 Jahre alt. Offiziell beendet hat er seine Karriere als Fußballprofi jedoch noch nicht. Und das hat er auch nicht vor. Nach der Premiere seiner Film-Biographie „Kuningas Litmanen – König Litmanen“ beim Fußball-Filmfestival „11 mm“ in Berlin, antwortete er auf die Frage einer Zuschauerin, ob er denn noch weiter spielen will oder ein Abschiedsspiel geplant ist: „Ich habe mich noch nicht entschieden, bin aber topfit.“

Noch kein Ende

Und das sieht man ihm an. Litmanen macht einen fitten Eindruck. In einer Filmsequenz, wo er seine ehemaligen Mitspieler des FC Barcelona besucht, geht Carles Puyol grinsend auf ihn zu und macht einen Spaß über seine schlanke, sportliche Statur. Seine letzte Station als Spieler war der HJK Helsinki, mit dem Jari Litmanen im Alter von 40 Jahren 2011 zum ersten Mal finnischer Meister wurde.

Viele Stationen

Jari Litmanen hat eine bewegte Karriere hinter sich. Das Filmteam reiste nach Lahti, Amsterdam, Barcelona, Liverpool und anderen Orten seiner Karriere und trifft ehemalige Mitspieler, Trainer und auch seine Familie und Freunde. Und egal wer etwas sagt, Negatives hört man über Litmanen nie. Xavi, Weltklassespieler beim FC Barcelona und zu Litmanens Zeit gerade auf dem Weg ins Profiteam, ist voll des Lobes über den Finnen und sagt, dass man sich viel von Jari Litmanen habe abschauen können und dass er besonders bei den jungen Spielern sehr beliebt und respektiert war.

Es ist ein sehr persönliches Porträt des ehemaligen Nationalspielers, denn es werden nicht nur die Glanzpunkte seiner Karriere gezeigt, sondern auch die Konflikte mit Trainern und seine schwierigen Verletzungen. Und davon gab es in Litmanens Karriere einige.



„1:1 – Thierry Henry“

Ganz anders dann die knappe Stunde, die man im Anschluss mit Thierry Henry verbringen durfte. „1:1 – Thierry Henry“ heißt das Porträt, das über den Franzosen beim Filmfestival gezeigt wird. Das Filmteam hat Henry in New York besucht und ihn bei Spielen mit seinem Team, Red Bulls New York, begleitet. Da wäre zum einen das MLS All Star Game gegen Manchester United. Und danach die Reise nach London, zu seinem ehemaligen Klub, den FC Arsenal, wo es ein Freundschaftsturnier gab.

Beeindruckend dabei, wie beliebt Henry vor allem beim FC Arsenal noch ist, aber auch von seinen ehemaligen Gegenspielern von Manchester United gelobt und geschätzt wird. Der inzwischen 35-Jährige lässt am Ende des Films auch klar durchblicken, dass er später wieder zurück nach London gehen wird – „seine Heimat“. Zustande gekommen ist ein interessantes und auch angenehm offenes Porträt über Thierry Henry.