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Wöchentlich nehme ich die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im Borussia-Park, wo zwickt es? Meine befangene Meinung findet ihr hier.

Mönchengladbach. Vielen Dank, Max Eberl und vielen Dank an Elke und Martin Stranzl. Unser Sportdirektor hat seine Hausaufgaben gemacht und einige wichtige Stützen weiterhin an Borussia Mönchengladbach gebunden. Bei unserem Abwehrchef Stranzl verdichteten sich ja zuletzt die Anzeichen, dass uns der Österreicher noch eine weitere Saison erhalten bleiben könnte. Zunächst gab Elke ihr Okay, die Entscheidung ihres Mannes zu unterstützen, dann stellte die Familie Stranzl fest, dass das deutsche Bildungssystem noch nicht vollends den Bach runtergegangen ist und man den Kindern zumindest für ein Jahr eine Grundschule beziehungsweise ein Kindergarten am Niederrhein zumuten kann.

Martin Stranzl verlängert – Borussia atmet auf

Nun musste der 32-Jährige nur noch in sich hinein hören und die Zweifel loswerden, ob es mit seinem geschundenen Körper wohl noch für eine Spielzeit langen könnte. Diese Zweifel hätte ich ihm auch nehmen können, denn wer eine Saison auf solch spielerischem und auch körperlichem Niveau spielt, der schafft auch eine weitere. Dass sich die Schmerzen häufen, ist klar, aber ich kann mich schon nach dem Jogging kaum noch bewegen, da ist der Martin doch noch bestens bedient.

Jedenfalls herrscht rund um den BORUSSIA-PARK nun kollektives Aufatmen und einmal mehr zeigt sich, dass bei uns in Mönchengladbach eine unwiderstehlich familiäre Atmosphäre herrscht, die man nur ungern aufgibt. „Für mich war ausschlaggebend, dass der Verein mir so großes Vertrauen entgegenbringt, und ich freue mich sehr auf die vor uns liegenden Aufgaben in dieser und der nächsten Saison“, erklärte Martin Stranzl dann auch auf der vereinseigenen Homepage und ich füge hinzu: Du hast auch das Vertrauen der gesamten Anhängerschaft – und zwar vorbehaltlos.

Auch unser Wikinger bleibt

Doch damit nicht genug: Max Eberl schaffte in dieser Woche auch, Havard Nordtveit bis 2016 an die Borussia zu binden. Aus meiner Sicht musste das die Konsequenz aus den tollen Leistungen des Norwegers in dieser Hinrunde sein und stellt ein richtiges Signal zum richtigen Zeitpunkt dar. Zwar erkämpfte sich Nordtveit direkt nach seinem Wechsel vom FC Arsenal im Januar 2010 einen Stammplatz in der Fohlenelf, allerdings ließ er bis zu Beginn dieser Spielzeit ab und wann Konstanz vermissen, was natürlich seiner Jugend geschuldet und dabei völlig normal ist. Doch inzwischen ist alles anders.

Der unterdessen immer noch erst 22-Jährige wirkt gereift, erspielte sich einen Platz in der norwegischen Nationalmannschaft und zeigt in Borussias defensiven Mittelfeld Woche für Woche, dass er ein überdurchschnittlicher Bundesligaspieler ist, der den letzten Schritt gemacht und vor allem sein Offensivspiel weiter entwickelt hat. „Unter Max Eberl und Lucien Favre sind die Bedingungen bei Borussia sehr professionell und ich möchte auch in Zukunft ein Teil davon sein“, sprach Nordveit dann auch ganz brav.

Jantschke macht die zehn Jahre voll

Ja und dann ist da natürlich Tony Jantschke, der sein Arbeitspapier ebenfalls bis 2016 ausgedehnt hat. Der in Hoyerswerda geborene 22-Jährige ist bereits seit 2006 im Verein und ich hoffe, dass er nicht nur die zehn Jahre bis Vertragsende vollmacht, sondern uns noch viele weitere Jahre erhalten bleibt. Obwohl ich mir nach wie vor einen Backup wünsche, der Druck auf ihn macht oder auch mal entlastet, gehört Tony einfach zur Borussia. Übrigens sollte nicht „Perspektivspieler“ Stranzl der „Druckmacher“ sein, der ihn ja bereits ab und wann auf rechts vertreten hat, dort aber aus meiner Sicht nichts zu suchen hat.

Mach Urlaub, Max!

Und so kann Max Eberl nach den hoffentlich bald folgenden Vertragsverlängerungen mit Julian Korb und Amin Younes eigentlich nun seinen wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten. Das mit dem Rechtsverteidiger hat noch bis zum Sommer Zeit und einen schnellen Spieler für die zentrale Offensive brauchen wir eigentlich auch nicht mehr, seitdem sich Patrick Herrmann mit dieser Position immer mehr anfreundet. Dass Borussia Mönchengladbach nun als vierter Klub die Bundesliga in Dubai repräsentiert und dort vom vierten bis zum zwölften Januar ein Trainingslager unter Top-Bedingung abhalten wird, passt ebenso in die vorweihnachtliche Freude. Selten erlebten wir eine derartig entspannte Zeit  so kurz vor dem Christenfest. Und so lasst uns alle genießen, dass uns die Borussia ausgesucht hat und wir nicht Fan irgendeines Chaosklubs geworden sind, denn die gibt es um uns herum ja zur Genüge.

Frohe Weihnachten

In diesem Sinne wünsche ich der Borussia und all ihren treuen Anhängern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue, hoffentlich ähnlich aufregende, Jahr. Nächste Woche erscheint meine Kolumne nicht, dafür gibt es über die Weihnachtsfeiertage jeweils ein Feature über Borussia Mönchengladbach. Wie gewohnt stelle ich der Fohlenelf ein Hinrundenzeugnis aus, bewerte die Gewinner und Verlierer und schau auf etwaige Aktivitäten auf dem Transfermarkt.

Schwarzweißgrüne Weihnachten

Euer

Gregor Becker

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