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Wöchentlich nehme ich die Geschehnisse rund um Borussia Mönchengladbach aufs Korn. Was tut sich im Borussia-Park, wo zwickt es? Meine befangene Meinung findet ihr hier.

Mönchengladbach. So, der Entzug ist vorbei, morgen beglückt uns endlich wieder die Bundesliga, wenn auch „nur“ mit der spektakulären Partie des FC Augsburg gegen den VfL Wolfsburg. Danach gilt es dann nur noch eine Nacht zu überwinden, bis Borussia Mönchengladbach den 1. FC Nürnberg im Borussia-Park empfängt. Vorneweg ein herzliches Dankeschön an Martin Stranzl, dass dieser nicht mehr für seine Landesauswahl aufläuft, denn somit geht er ausgeruht in die Partie gegen den „Club“ und konnte außerdem Deutschlands Sieg in Österreich nicht verhindern. Was ihm -und da bin ich mir sicher- natürlich gelungen wäre. Ansonsten war auf den Trainingsplätzen rund um den Park nicht gerade die Hölle los, was als weiteres Indiz dafür gelten könnte, dass Borussias Kader so schlecht nicht sein kann. Denn es war Länderspieltag - viele „Fohlen“ waren dabei im Einsatz und konnten auch überzeugen.

Xhaka und seine Wurzeln

Denn emotionalsten Auftritt mit seiner Landesauswahl hatte dabei wohl Granit Xhaka, dessen Eltern aus dem Kosovo stammen und der mit der „Nati“ gegen Albanien antrat. „Ich bin Schweizer, aber meine Wurzeln sind ein Teil von mir und werden es auch immer bleiben. Ich liebe beide Länder von ganzem Herzen“, erklärte der 19-Jährige und lieferte beim 2:0-Erfolg der Schweiz anschließend eine ansprechende Partie ab. Zwar konnte er sich nicht wie im ersten Qualifikationsspiel gegen Slowenien in die Torschützenliste eintragen und vergab gar eine Großchance zum möglichen 3:0 seiner Auswahl, dennoch erwies er sich als unermüdlicher Antreiber. Bei Xhaka ist die Entwicklung greifbar – in der Nationalmannschaft und bei Borussia Mönchengladbach. Weiter so!

„Chiller“ Arango ist clean

Nach einem 2:0 in Paraguay wahrte Venezuela mit Kapitän Juan Arango die Chance auf die WM-Teilnahme in Brasilien. Denker und Lenker im Mittelfeld war einmal mehr unser „Chiller“, der mit einer Standardsituation am zweiten Treffer beteiligt war. Da konnte den venezolanischen Volksheld auch die Drogenrazzia, die das Team bei einer ungeplanten Zwischenlandung in Kolumbien über sich ergehen lassen musste, nicht aufhalten. Langsam wird mir Arangos Top-Form unheimlich, hoffen wir also, dass er dieses Niveau nicht mehr verlässt und sich auch gegen Nürnberg wieder entscheidend einbringen kann.

Ring und Nordtveit siegreich

Auch unsere Skandinavier waren unterwegs. Nach der peinlichen Auftaktschlappe gegen Fußballzwerg Island rehabilitierte sich Norwegen mit einem 2:1-Erfolg gegen Slowenien. Dabei stand auch Havard Nordtveit in der Starformation, agierte solide, musste aber nach 53. Minuten aus Sicherheitsgründen vom Platz, da er bereits nach sechs Minuten die Gelbe Karte gesehen hatte. Am 12. Oktober darf er sich dann in der Qualifikationsgruppe E mit der Schweiz und Xhaka messen.

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Frankreich siegte Finnland in einem Freundschaftsspiel gegen Tschechien. Alexander Ring entwickelt sich auch in der Nationalmannschaft zunehmend zu einem wichtigen Faktor und trieb sein Team unermüdlich an. Gerüchten zufolge lässt Lucien Favre den Finnen am Samstag als hängende Spitze hinter Luuk de Jong zum Einsatz kommen. Aus meiner Sicht bringt Ring dafür alle Anlagen mit, kommt er doch aus dem gegenwärtigen Kader der Spielanlage von Marco Reus am nächsten. Ich bin gespannt und freue mich auf dieses Experiment.

Mit Igor de Camargo, Luuk de Jong und Marc-Andre ter Stegen waren drei weitere Borussen bei ihren Nationalteams, kamen jedoch nicht zum Einsatz. Für Igor zeigt dies wohl, dass er es weiterhin schwer in einer aktuell topbesetzten belgischen Nationalmannschaft haben wird, seine Mannschaftskameraden dürften sich hingegen schon über die Nominierung gefreut haben. Während Tony Jantschke geschont wurde, kamen Peniel Mlapa und Patrick Herrmann in der augenblicklich so starken U 21-Nationalmannschaft zum Einsatz.

„Lulu“ mach was draus!

Unsere „Fohlen“ kehren also fast ausnahmslos mit Erfolgserlebnissen zurück in den Borussia-Park und auch wenn die Vorbereitung auf das Nürnberg-Spiel aufgrund der vielen Abstellungen alles andere als optimal verlief, so können wir doch alle hoffen, dass sich die Länderspiel-Abstellungen positiv auf die Partie am Samstag auswirken. Im Moment habe ich einfach das Gefühl, dass alles nach Plan läuft. Die jungen Spieler entwickeln sich peu a peu und beweisen, warum sie Max Eberl an den Niederrhein geholt hat. Jetzt muss Lucien Favre sich allerdings mit dem Feinschliff beeilen und endlich das Personal-Puzzle zusammenfügen. Vor allem bei der Besetzung der Offensive ist der Trainer gefordert.

Schwarzweißgrüne Grüße

Euer

Gregor Becker

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