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ELF Horrorverletzungen: Alan Smith (11)
Verletzungen gehören (leider) zum Fußball, so viel ist klar. Meist sind es nur kleine Blessuren, die die Spieler außer Gefecht setzen. Doch in manchen Fällen kommt es ganz dicke und die Akteure fallen monatelang aus oder müssen sogar um die Fortsetzung ihrer Karriere bangen. In unserem beliebten Ranking „ELF“ erinnern wir an die schlimmsten Verletzungen der letzten Jahre. Den Anfang macht Alan Smith, der auf Rang elf gelandet ist.
Von Falko BLÖDING
Liverpool. Den 18. Februar 2006 wird Alan Smith nie vergessen. Im FA-Cup-Rückspiel gegen den FC Liverpool zog sich der damalige Angreifer von Manchester United eine schlimme Beinverletzung zu. Smith musste deswegen ein Jahr lang pausieren, ehe er wieder Fußball spielen konnte. Zudem verpasste er die WM in Deutschland. Allerdings zog sich Smith seine Blessur nicht wegen eines bösen Foulspiels oder dem überharten Einsteigen eines Gegenspielers zu. Vielmehr war es eine Verkettung unglücklicher Umstände, die Smith übel mitspielte.
Verkettung unglücklicher Umstände
Aber was war genau passiert? Es lief die letzte Minute im Viertelfinal-Rückspiels des englischen Pokals zwischen den Erzrivalen FC Liverpool und Manchester United. Die Gastgeber hatten an der „Anfield Road“ einen Freistoß gut 30 Meter vor dem United-Kasten zugesprochen bekommen. John Arne Riise, Liverpools Linksverteidiger, legte sich den Ball zurecht. Der schussgewaltige Norweger wollte den Ball direkt auf Manchesters Tor hämmern. Riise nahm Anlauf und zog ab, Smith warf sich in den Schuss und blockte die Kugel ab. Allerdings bekam er den Ball so unglücklich an den linken Fuß, dass der Knöchel ausgerenkt wurde. Smith hatte keine Chance, vernünftig zu landen und brach sich auch noch den Unterschenkel.
Schockierte Mitspieler
Während das Spiel zunächst weiterlief blieb Smith am Boden liegen. „Ich habe zunächst gar nicht gesehen, was genau passiert ist, weil ich schaute, wo der Ball war. Aber an der Reaktion der Spieler, die um Alan herum standen, hast du gemerkt, dass es schlimm sein musste“, erklärte sein Trainer Sir Alex Ferguson später. Edwin van der Sar und Gary Neville winkten eifrig den Teamarzt herbei, Ruud van Nistelrooy schlug schockiert die Hände vors Gesicht und wandte sich direkt wieder ab.
„Eine der schwersten Verletzungen, die ich je sah“
Smith wurde noch auf dem Spielfeld mit Sauerstoff versorgt, es dauerte sieben Minuten, ehe er vom Platz getragen und in ein Krankenhaus gefahren werden konnte. Auch der erfahrene Sir Alex Ferguson fand nach der Partie kaum Worte, er war ebenfalls geschockt: „Es ist eine der schwersten Verletzungen, die ich gesehen habe“, so der Schotte. Kapitän Gary Neville meinte: „Solch eine Verletzung lässt die Bedeutung von Fußball ganz schnell ganz klein werden.“
„Mein Knöchel zeigte nach Hong Kong“
Der damals 25 Jahre alte Smith beschrieb die Situation später so: „Als ich hinunter schaute, sah ich, dass mein Knie normal lag, mein Knöchel aber in Richtung Hong Kong zeigte. Da wusste ich, dass ich ein ernsthaftes Problem habe.“ Nach einer langen Leidenszeit kehrte der Stürmer im Frühjahr 2007 auf den Rasen zurück. Seinen ersten Treffer erzielte er am 10. April beim 7:1-Erfolg der „Red Devils“ in der Champions League gegen den AS Rom.
VIDEO: Alan Smiths schwärzeste Stunde
Im Sommer des gleichen Jahres wechselte er für neun Millionen Euro zu Newcastle United. Dort konnte er jedoch nie an seine starken Leistungen aus seiner Zeit in Manchester oder zuvor bei Leeds United anknüpfen.
Eure Meinung: Welche Erinnerungen habt Ihr an die schlimme Verletzung von Alan Smith?
Goal.com-Flutlicht
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