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Ein Abseitstor und andere Missgeschicke: Die skandinavischen Pannenschiris
Ein kunterbunter Abend mit gelben und einer roten Karte, Abseitstoren, einem Rückkehrer, gegebenen und nicht gegebenen Elfmetern, einem schnell ausgeführten Freistoß und zwei berüchtigten Schiedsrichtern.
Von Maximilian BENSINGER
München. Aber mal ganz von vorne: Beim FC Bayern München und beim FC Porto fanden die Achtelfinalhinspiele der Champions League statt. Die beiden Referees Tom Henning Övrebö und Martin Hansson durften sich dabei auf internationalem Parkett erneut beweisen, nachdem sie durch haarsträubende Fehler in der jüngeren Vergangenheit ihrem Namen als Unparteiischer nicht ganz gerecht wurden.
Gestatten, Övrebö mein Name: Der Mai 2009 und der Name Övrebö lässt Chelsea-Fans die Nackenhaare zu Berge stehen und den Puls schneller schlagen. Durch eine katastrophale Spielführung und etlichen Fehlentscheidungen trug der Norweger dazu bei, das Chelsea das Finale der europäischen Königsklasse verpasste.
Martin Hansson, der Pfiff blieb aus und Irland war raus: Der Schwede übersah ein klares Handspiel von Thierry Henry, was zum entscheidenden Tor im Play-off-Spiel zwischen Frankreich und Irland führte. Während die Franzosen um den Weltpokal spielen werden, dürfen die Iren das Spektakel vor dem Bildschirm beobachten.
Eigentlich war damit doch alles klar. Die Voraussetzungen für einen Abend mit viel Gesprächsstoff waren nahezu perfekt. Dabei fing alles ganz ruhig an. Bayern wollte, aber konnte nicht. Und Florenz besann sich erst einmal darauf, dass Bayerns Flügelzange in Form von Robben und Ribery nicht zuschnappte.
Porto und Arsenal hielten sich die Waage. Die Portugiesen gingen in Führung und sagten wenige Minuten später „Welcome back“ zu Sol Campbell, indem sie ihn frei zum Kopfball kommen ließen. Die letzten zwei Champions-League-Partien hat der kantige Innenverteidiger nun getroffen. Da bahnt sich ein Lauf an. Einziges Manko: Zwischen den beiden Spielen liegen fast vier Jahre. Mit einem 1:1-Unenetschieden gingen beide Teams also in die Halbzeitpause und Martin Hansson blieb ohne größere Fehler.
Wie sah es 2000 Kilometer entfernt aus? Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich Arjen Robben das ein ums andere Mal von seinen zwei Bewachern lösen und brachte die Defensive der Fiorentina durcheinander. Fast hätte auch Tom Henning Övrebö die erste Halbzeit schadlos überstanden, wäre da nicht die erste Minute der Nachspielzeit gewesen. Ein schnell vorgetragener Angriff der Münchner, Ribery wird im Strafraum gefoult, und Mario Gomez trifft per Nachschuss.
Doch das Tor zählt nicht. Die Bayern bekommen einen Elfmeter. Glück für den Norweger, dass die Bayern trafen, aber seine ungewöhnliche Interpretation der Vorteilsregelung ließen erste Zweifel aufkommen. Auch die zweite Halbzeit in Porto begann ruhig, bis Tomas Rosicky von der rechten Seite in den Strafraum stürmte und klar zu Fall gebracht wurde. Hanssons Pfeife blieb stumm und Arsenal wurde um einen Elfmeter gebracht.
Kurz danach dann die Szene des Spiels. Ein unnötiger Rückpass von Campbell nahm Torhüter Fabianski in die Hand. Der nächste grobe Fehler des jungen Torhüters, nachdem er den Gegentreffer schon auf seine Kappe nehmen musste. Die Londoner Abwehr beschäftigte sich noch mit der Slapstickeinlage von Campbell und Fabianski, da führten die Portugiesen blitzschnell den indirekten Freistoß aus. Ein Pass auf Falcao, und der schob, am verdutzt dreinblickenden Gunners-Goalie vorbei, ein.
Plötzlich führt der FC Porto 2:1 gegen Arsenal London. Vorweg, es ist ein reguläres Tor, doch die Umsetzung von Hansson ist unglücklich. Er versperrt nicht nur den Weg für Sol Campbell, seinen Arm zur Freigebung des Freistoßes hebt er nur dilettantisch als der Ball schon längst bei Falcao angekommen war. Letztendlich verloren die Londoner das Spiel und der schwedische Unparteiische war diesmal nicht der schlechteste auf dem Rasen.
Diesen Titel musste man wohl oder übel Fabianski verleihen. Dennoch war das keine gute Leistung und die Frage, ob skandinavische Schiedsrichter mit dem schnellen europäischen Fußball zurechtkommen, stellt sich erneut. Was machte eigentlich Övrebö? Die zweite Hälfte war in München im vollen Gange und die Fiorentina erzielte den glücklichen Ausgleich. Der norwegische Schiedsmann schien die Partie im Griff zu haben und bis auf den geklauten Vorteil schien dies auch so zu bleiben. Sehr gut richtete er sogar, als er Massimo Gobbi die Rote Karte zeigte.
Doch dann die Szene des Spiels in München. Die 89. Minute war gerade angebrochen, als ein Distanzschuss von Robben viel Wirbel im Strafraum der Italiener verursachte. Torhüter Frey konnte den Schuss nur abblocken und Olic köpft auf, den klar im Abseits stehenden, Klose. Die Führung für die Bayern und ein herber Rückschlag für den AC Florenz. Also doch noch eine krasse Fehlentscheidung durch Övrebö. Die Bayern sahen allesamt ein, wie glücklich dieser Sieg war. „Das war ein klares Abseitstor“, so van Gaal in der Pressekonferenz. Ein verschmitztes Lächeln konnten sich van Bommel und Co. trotzdem nicht verkneifen. Nachdem nun wohl für beide Skandinavier London als Reiseziel nicht in Frage kommt, wird Tom Henning Övrebö wohl auch die Toskana erst einmal nicht aufsuchen.
Eure Meinung: Braucht die Champions League eigene Profi-Schiedsrichter?
Gestatten, Övrebö mein Name: Der Mai 2009 und der Name Övrebö lässt Chelsea-Fans die Nackenhaare zu Berge stehen und den Puls schneller schlagen. Durch eine katastrophale Spielführung und etlichen Fehlentscheidungen trug der Norweger dazu bei, das Chelsea das Finale der europäischen Königsklasse verpasste.
Martin Hansson, der Pfiff blieb aus und Irland war raus: Der Schwede übersah ein klares Handspiel von Thierry Henry, was zum entscheidenden Tor im Play-off-Spiel zwischen Frankreich und Irland führte. Während die Franzosen um den Weltpokal spielen werden, dürfen die Iren das Spektakel vor dem Bildschirm beobachten.
Eigentlich war damit doch alles klar. Die Voraussetzungen für einen Abend mit viel Gesprächsstoff waren nahezu perfekt. Dabei fing alles ganz ruhig an. Bayern wollte, aber konnte nicht. Und Florenz besann sich erst einmal darauf, dass Bayerns Flügelzange in Form von Robben und Ribery nicht zuschnappte.

Champions League-Achtelfinale Porto gegen Arsenal, Hansson und Wenger
Porto und Arsenal hielten sich die Waage. Die Portugiesen gingen in Führung und sagten wenige Minuten später „Welcome back“ zu Sol Campbell, indem sie ihn frei zum Kopfball kommen ließen. Die letzten zwei Champions-League-Partien hat der kantige Innenverteidiger nun getroffen. Da bahnt sich ein Lauf an. Einziges Manko: Zwischen den beiden Spielen liegen fast vier Jahre. Mit einem 1:1-Unenetschieden gingen beide Teams also in die Halbzeitpause und Martin Hansson blieb ohne größere Fehler.
Wie sah es 2000 Kilometer entfernt aus? Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich Arjen Robben das ein ums andere Mal von seinen zwei Bewachern lösen und brachte die Defensive der Fiorentina durcheinander. Fast hätte auch Tom Henning Övrebö die erste Halbzeit schadlos überstanden, wäre da nicht die erste Minute der Nachspielzeit gewesen. Ein schnell vorgetragener Angriff der Münchner, Ribery wird im Strafraum gefoult, und Mario Gomez trifft per Nachschuss.
Doch das Tor zählt nicht. Die Bayern bekommen einen Elfmeter. Glück für den Norweger, dass die Bayern trafen, aber seine ungewöhnliche Interpretation der Vorteilsregelung ließen erste Zweifel aufkommen. Auch die zweite Halbzeit in Porto begann ruhig, bis Tomas Rosicky von der rechten Seite in den Strafraum stürmte und klar zu Fall gebracht wurde. Hanssons Pfeife blieb stumm und Arsenal wurde um einen Elfmeter gebracht.
Kurz danach dann die Szene des Spiels. Ein unnötiger Rückpass von Campbell nahm Torhüter Fabianski in die Hand. Der nächste grobe Fehler des jungen Torhüters, nachdem er den Gegentreffer schon auf seine Kappe nehmen musste. Die Londoner Abwehr beschäftigte sich noch mit der Slapstickeinlage von Campbell und Fabianski, da führten die Portugiesen blitzschnell den indirekten Freistoß aus. Ein Pass auf Falcao, und der schob, am verdutzt dreinblickenden Gunners-Goalie vorbei, ein.
Plötzlich führt der FC Porto 2:1 gegen Arsenal London. Vorweg, es ist ein reguläres Tor, doch die Umsetzung von Hansson ist unglücklich. Er versperrt nicht nur den Weg für Sol Campbell, seinen Arm zur Freigebung des Freistoßes hebt er nur dilettantisch als der Ball schon längst bei Falcao angekommen war. Letztendlich verloren die Londoner das Spiel und der schwedische Unparteiische war diesmal nicht der schlechteste auf dem Rasen.
Diesen Titel musste man wohl oder übel Fabianski verleihen. Dennoch war das keine gute Leistung und die Frage, ob skandinavische Schiedsrichter mit dem schnellen europäischen Fußball zurechtkommen, stellt sich erneut. Was machte eigentlich Övrebö? Die zweite Hälfte war in München im vollen Gange und die Fiorentina erzielte den glücklichen Ausgleich. Der norwegische Schiedsmann schien die Partie im Griff zu haben und bis auf den geklauten Vorteil schien dies auch so zu bleiben. Sehr gut richtete er sogar, als er Massimo Gobbi die Rote Karte zeigte.

Abseits! Klose trifft für Bayern, und das Tor zählt!
Doch dann die Szene des Spiels in München. Die 89. Minute war gerade angebrochen, als ein Distanzschuss von Robben viel Wirbel im Strafraum der Italiener verursachte. Torhüter Frey konnte den Schuss nur abblocken und Olic köpft auf, den klar im Abseits stehenden, Klose. Die Führung für die Bayern und ein herber Rückschlag für den AC Florenz. Also doch noch eine krasse Fehlentscheidung durch Övrebö. Die Bayern sahen allesamt ein, wie glücklich dieser Sieg war. „Das war ein klares Abseitstor“, so van Gaal in der Pressekonferenz. Ein verschmitztes Lächeln konnten sich van Bommel und Co. trotzdem nicht verkneifen. Nachdem nun wohl für beide Skandinavier London als Reiseziel nicht in Frage kommt, wird Tom Henning Övrebö wohl auch die Toskana erst einmal nicht aufsuchen.
Eure Meinung: Braucht die Champions League eigene Profi-Schiedsrichter?
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