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ELF Top-Wintertransfers (national): Alexander Baumjohann (5)
Eine verpatzte Hinrunde kitten oder Spielpraxis sammeln, um die WM-Karten zu verbessern. Es gibt viele Gründe, sich im Winter noch einmal zu verstärken. Einen Monat durften die Manager und Spielerberater letzte Kurskorrekturen tätigen, um die Zukunft rosiger zu gestalten. Goal.com hat nach Ladenschluss abgerechnet und die ELF besten Wintertransfers 2010 bestimmt – national wie international.
Von Christoph VOGEL
<<< EINLEITUNG >>>
Gelsenkirchen. Man könnte sagen, dass Alexander Baumjohann wieder zurück zu den Wurzeln gekehrt ist. Vor 23 Jahren wurde der offensive Mittelfeldmann in Waltrop geboren, das sind gerade einmal 33 Kilometer Entfernung zu Gelsenkirchen. Nach einer kurzen Liaison mit dem FC Bayern München ist Baumjohann nun zum FC Schalke 04 gewechselt. Dorthin, wo einst seine Karriere begann und er die erste Profiluft schnupperte. Damals wie heute beeindruckte er einen echten Trainerfuchs mit seinen technischen Fertigkeiten.
Debüt mit 17 Jahren
Im jungen Alter von 13 Jahren wechselte Baumjohann in die Jugend des FC Schalke und durchlief dort sämtliche Jahrgänge. Schon damals erkannte man das Talent des Dribbelkünstlers, aber die Einstellung eines Profifußballers sollte sich erst später entwickeln. Mit 17 Jahren rückte Baumjohann in die erste Mannschaft der Knappen auf. Sein Entdecker: Josef „Jupp“ Heynckes. Der ehemalige Stürmer hatte sofort Gefallen gefunden am wendigen und quirligen Offensivmann, aber sein Profidebüt sollte er 2006 unter Mirko Slomka feiern: Im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde er für den Brasilianer Lincoln eingewechselt.
Heynckes, der Ziehvater
Viele sagten ihm eine große Karriere voraus, doch der nächste Entwicklungssprung blieb aus. Beim FC Schalke hatten Jugendspieler damals keinen guten Stand, da eher Millionen in Stars investiert wurden. Und so kam es, dass sich die Wege von Heynckes und Baumjohann wieder trafen. Heynckes, damals Trainer von Borussia Mönchengladbach, holte „seinen“ Zögling für 250.000 Euro an den Niederrhein. Eine hohe Summe für ein Talent, dass es bis dato nur zu zwei Einsätzen in der Bundesliga geschafft hatte. Doch kurze Zeit später nahm Heynckes auch bei der Borussia seinen Hut und Baumjohann stand ohne seinen größten Förderer und Forderer da.
Neuanfang am Niederrhein
In Gladbachs Abstiegssaison 2006/07 kam er noch auf drei Bundesligaspiele und machte sich zugleich Hoffnung, in der zweiten Liga auf mehr Einsätze zu kommen. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, denn unter Jos Luhukay hatte er einen sehr schweren Stand und kam nur auf elf Einsatzminuten. Im Training blitzte sein Talent immer wieder auf, aber man monierte seine lasche Einstellung. Baumjohann war nur einer von vielen und die Tage im Borussia-Park schienen schon gezählt. Die Vorbereitung auf die Saison 2008/09 sollte für Baumjohann so etwas wie die Endrunde in Gladbach sein, ein Verkauf nur noch eine Frage der Interessenten. Doch es hatte Klick gemacht im Kopf des Spielers.
Von 0 auf 100
In der Vorbereitung wusste Baumjohann plötzlich alle Fans und Kritiker zu überzeugen und beim Saisonauftakt gegen Stuttgart wurde er noch in Halbzeit Eins eingewechselt. Das Spiel ging mit 1:3 verloren und eine Katastrophensaison der Borussia nahm ihre Anfänge, doch der dritte Spieltag wurde endgültig zum Durchbruch: Beim 3:2-Sieg über Bremen legte Baumjohann ein unwiderstehliches Solo hin und erzielte seinen ersten Treffer, der in jedem Jahresrückblick seinen festen Platz hatte. Er reifte zum Stammspieler und kam bis zum Ende der Spielzeit auf 28 Partien und drei Tore. Wichtiger waren jedoch seine acht Vorlagen. Das „Problem“ der Borussia: Baumjohanns Vertrag lief zum Saisonende aus und die Zukunft in Liga Eins stand auf sehr wackligen Beinen.
Kurzarbeiter statt Stammkraft
Der FC Bayern schnappte in der Winterpause zu und sicherte sich die Dienste des Shootingstars ab dem kommenden Sommer – und zwar ablösefrei! Die Borussia rettete sich am Ende doch noch in ein zweites Jahr im Oberhaus und Baumjohann wechselte an die Isar. Erwartungen hatte keiner von beiden Parteien an diese Bindung, da es in der Vergangenheit genug Negativbeispiele von Talenten gab, die es in München nicht packten. Unter dem neuen Trainer Louis van Gaal stand er gleich am ersten Spieltag in Hoffenheim in der Startelf, doch es sollte für lange Zeit sein letzter Auftritt gewesen sein. Weiter Kurzarbeiter-Dienste folgten gegen Leverkusen und Hannover, dann war das Kapitel Bayern München im Winter auch schon wieder geschlossen.
Zurück zu den Wurzeln
Felix Magath wusste natürlich um die Qualitäten des Spielmachers und lotste Baumjohann für gerade einmal eine Million Euro wieder zurück zu den Anfängen, zum FC Schalke. Dort reiht er sich ein in eine Garde von jungen Spielern, die als Kollektiv viel erreichen. All das unter dem Regiment des allmächtigen Felix Magath. Vorbei waren die Zeiten in der zweiten Mannschaft der Münchener, Baumjohann war wieder zu Hause, bei seiner alten Liebe. „Schalke konnte ich nie vergessen. Das war immer etwas Besonderes für mich,“ sagte er damals kurz nach seiner Ankunft im Pott. Die Jahre haben ihn reifen lassen – spielerisch wie menschlich. Und so nimmt Baumjohann wieder einen neuen Anlauf, da, wo er einst gescheitert war.
Eure Meinung: Kann Baumjohann mit Schalke in dieser Saison großes Erreichen? Ist er einer der Toptransfers des Winters?
Gelsenkirchen. Man könnte sagen, dass Alexander Baumjohann wieder zurück zu den Wurzeln gekehrt ist. Vor 23 Jahren wurde der offensive Mittelfeldmann in Waltrop geboren, das sind gerade einmal 33 Kilometer Entfernung zu Gelsenkirchen. Nach einer kurzen Liaison mit dem FC Bayern München ist Baumjohann nun zum FC Schalke 04 gewechselt. Dorthin, wo einst seine Karriere begann und er die erste Profiluft schnupperte. Damals wie heute beeindruckte er einen echten Trainerfuchs mit seinen technischen Fertigkeiten.
Debüt mit 17 Jahren
Im jungen Alter von 13 Jahren wechselte Baumjohann in die Jugend des FC Schalke und durchlief dort sämtliche Jahrgänge. Schon damals erkannte man das Talent des Dribbelkünstlers, aber die Einstellung eines Profifußballers sollte sich erst später entwickeln. Mit 17 Jahren rückte Baumjohann in die erste Mannschaft der Knappen auf. Sein Entdecker: Josef „Jupp“ Heynckes. Der ehemalige Stürmer hatte sofort Gefallen gefunden am wendigen und quirligen Offensivmann, aber sein Profidebüt sollte er 2006 unter Mirko Slomka feiern: Im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde er für den Brasilianer Lincoln eingewechselt.
Heynckes, der Ziehvater
Viele sagten ihm eine große Karriere voraus, doch der nächste Entwicklungssprung blieb aus. Beim FC Schalke hatten Jugendspieler damals keinen guten Stand, da eher Millionen in Stars investiert wurden. Und so kam es, dass sich die Wege von Heynckes und Baumjohann wieder trafen. Heynckes, damals Trainer von Borussia Mönchengladbach, holte „seinen“ Zögling für 250.000 Euro an den Niederrhein. Eine hohe Summe für ein Talent, dass es bis dato nur zu zwei Einsätzen in der Bundesliga geschafft hatte. Doch kurze Zeit später nahm Heynckes auch bei der Borussia seinen Hut und Baumjohann stand ohne seinen größten Förderer und Forderer da.
Neuanfang am Niederrhein
In Gladbachs Abstiegssaison 2006/07 kam er noch auf drei Bundesligaspiele und machte sich zugleich Hoffnung, in der zweiten Liga auf mehr Einsätze zu kommen. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, denn unter Jos Luhukay hatte er einen sehr schweren Stand und kam nur auf elf Einsatzminuten. Im Training blitzte sein Talent immer wieder auf, aber man monierte seine lasche Einstellung. Baumjohann war nur einer von vielen und die Tage im Borussia-Park schienen schon gezählt. Die Vorbereitung auf die Saison 2008/09 sollte für Baumjohann so etwas wie die Endrunde in Gladbach sein, ein Verkauf nur noch eine Frage der Interessenten. Doch es hatte Klick gemacht im Kopf des Spielers.
Von 0 auf 100
In der Vorbereitung wusste Baumjohann plötzlich alle Fans und Kritiker zu überzeugen und beim Saisonauftakt gegen Stuttgart wurde er noch in Halbzeit Eins eingewechselt. Das Spiel ging mit 1:3 verloren und eine Katastrophensaison der Borussia nahm ihre Anfänge, doch der dritte Spieltag wurde endgültig zum Durchbruch: Beim 3:2-Sieg über Bremen legte Baumjohann ein unwiderstehliches Solo hin und erzielte seinen ersten Treffer, der in jedem Jahresrückblick seinen festen Platz hatte. Er reifte zum Stammspieler und kam bis zum Ende der Spielzeit auf 28 Partien und drei Tore. Wichtiger waren jedoch seine acht Vorlagen. Das „Problem“ der Borussia: Baumjohanns Vertrag lief zum Saisonende aus und die Zukunft in Liga Eins stand auf sehr wackligen Beinen.
Kurzarbeiter statt Stammkraft
Der FC Bayern schnappte in der Winterpause zu und sicherte sich die Dienste des Shootingstars ab dem kommenden Sommer – und zwar ablösefrei! Die Borussia rettete sich am Ende doch noch in ein zweites Jahr im Oberhaus und Baumjohann wechselte an die Isar. Erwartungen hatte keiner von beiden Parteien an diese Bindung, da es in der Vergangenheit genug Negativbeispiele von Talenten gab, die es in München nicht packten. Unter dem neuen Trainer Louis van Gaal stand er gleich am ersten Spieltag in Hoffenheim in der Startelf, doch es sollte für lange Zeit sein letzter Auftritt gewesen sein. Weiter Kurzarbeiter-Dienste folgten gegen Leverkusen und Hannover, dann war das Kapitel Bayern München im Winter auch schon wieder geschlossen.
Zurück zu den Wurzeln
Felix Magath wusste natürlich um die Qualitäten des Spielmachers und lotste Baumjohann für gerade einmal eine Million Euro wieder zurück zu den Anfängen, zum FC Schalke. Dort reiht er sich ein in eine Garde von jungen Spielern, die als Kollektiv viel erreichen. All das unter dem Regiment des allmächtigen Felix Magath. Vorbei waren die Zeiten in der zweiten Mannschaft der Münchener, Baumjohann war wieder zu Hause, bei seiner alten Liebe. „Schalke konnte ich nie vergessen. Das war immer etwas Besonderes für mich,“ sagte er damals kurz nach seiner Ankunft im Pott. Die Jahre haben ihn reifen lassen – spielerisch wie menschlich. Und so nimmt Baumjohann wieder einen neuen Anlauf, da, wo er einst gescheitert war.
Eure Meinung: Kann Baumjohann mit Schalke in dieser Saison großes Erreichen? Ist er einer der Toptransfers des Winters?
Goal.com-Flutlicht
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