ELF Top-Wintertransfers (national): Theofanis Gekas (6)

Eine verpatzte Hinrunde kitten oder Spielpraxis sammeln, um die WM-Karten zu verbessern. Es gibt viele Gründe, sich im Winter noch einmal zu verstärken. Einen Monat durften die Manager und Spielerberater letzte Kurskorrekturen tätigen, um die Zukunft rosiger zu gestalten. Goal.com hat nach Ladenschluss abgerechnet und die ELF besten Wintertransfers 2010 bestimmt – national wie international.

Von Andreas BECKER

Theofanis Gekas, Hertha BSC (Bongarts/Getty)
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Berlin. Es gab eine klare Vorgabe: Der neue Stürmer muss Bundesliga-Erfahrung haben. Das sagte Friedhelm Funkel, Trainer von Hertha BSC, als es darum ging, dass der Klub im Winter unbedingt einen neuen Angreifer verpflichten will. Also begab man sich auf die Suche und fand: Theofanis Gekas. Der Grieche saß bei Bayer Leverkusen nur noch auf der Bank und suchte eine neue Herausforderung. Da kam das Angebot von Hertha gerade recht. Der 29-Jährige entschied sich dabei unter anderem gegen einen Wechsel zu Eintracht Frankfurt.

Erstes Spiel, erstes Tor

Die großen Abstiegssorgen der Berliner bereiteten ihm keine großen Kopfschmerzen. „Die Mannschaft hat definitiv das Potenzial, die Klasse zu halten. Wenn ich nicht daran glauben würde, wäre ich nicht hier“, sagte Gekas. Wie wertvoll er für die Mannschaft sein kann, deutete er gleich in seinem ersten Spiel zum Rückrundenauftakt gegen Hannover 96 an, als er das Tor zum 3:0-Endstand machte. Gekas stand genau da, wo ein Mittelstürmer zu stehen hat.

Funkel wollte Gekas unbedingt

Für Friedhelm Funkel, der Gekas gern schon verpflichtet hätte, als er noch Eintracht Frankfurt trainierte, war der Grieche der absolute Wunschstürmer. „Gekas ist ein Spieler von dem wir wissen, dass er uns helfen kann“, sagte Funkel. Der Angreifer hatte bei Leverkusen in der Hinrunde zwar nur sechs Spiele gemacht (ohne Tor), doch dass er das Toreschießen nicht verlernt hat, zeigte Theofanis Gekas in der WM-Qualifikation, wo er Griechenland mit zehn Treffern zur WM nach Südafrika geschossen hatte.

Fast schon einmal zur Hertha

Im Sommer 2006 war Gekas von Panathinaikos Athen zum VfL Bochum in die Bundesliga gewechselt. Und gleich in seiner ersten Saison in Deutschland sicherte er sich mit 20 Treffern die Torjägerkrone und den Bochumern den Klassenerhalt. „Damals waren wir in einer vergleichbaren Situation und konnten uns daraus befreien“, sagte Gekas, der damit den Berlinern Hoffnung machen will, obwohl die Situation sehr dramatisch ist. Nach seiner tollen Saison in Bochum, wäre Gekas fast schon einmal in Berlin gelandet. „Ex-Manager Dieter Hoeneß wollte mich 2007. Aber Leverkusen war schneller“, erklärte er.

Vertragsverlängerung bei Klassenerhalt

In seinen Spielen Nummer zwei und drei für Hertha BSC, gegen Borussia Mönchengladbach und den VfL Bochum, blieb Theofanis Gekas ohne Tor. Aber schon im vierten Spiel, gegen Werder Bremen, war er wieder erfolgreich. Der Treffer reichte nur nicht, Hertha verlor mit 1:2. Trotzdem scheint sich der Stürmer langsam in Berlin akklimatisiert zu haben. Sein Vertrag läuft vorerst nur bis Saisonende. Sollte Hertha allerdings die Klasse halten können, würde sich der Kontrakt des Griechen um zwei Jahre verlängern.

Tore gegen den Abstieg


Gekas denkt sogar schon ein bisschen weiter und kann sich ein Karriereende bei Hertha BSC vorstellen. „Das wäre perfekt. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, kann ich mir das definitiv vorstellen“, so Gekas. Damit Hertha aber den Klassenerhalt schafft, bedarf es weiterer Tore von ihm höchst persönlich.

Eure Meinung: Theofanis Gekas - ein Top-Transfer?


 
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