Top Ten: Spieler, die seit 1995 nicht den Ballon d'Or gewannen

Die Wahl zum Ballon d'Or steht kurz bevor. Goal.com hat einer Liste der Spieler erstellt, die es verdient gehabt hätten, den Titel zu gewinnen, am Ende aber stets leer ausgingen. Berücksichtigt wurde der Zeitraum von 1995 bis heute.

Paolo Maldini (Goal.com)
10. Davor Suker

Zwei Mal stand der kroatische Nationalstürmer kurz davor, den Titel zu gewinnen, 1996 und 1998. 1996 führte er seine Mannschaft ins Achtelfinale der Europameisterschaft und zwei Jahre später war er der überragende Mann beim Einzug ins Viertelfinale der WM. Beide Male scheiterten die Kroaten am späteren Titelträger. 45 Tore in 69 Länderspielen, dazu Treffer in Serie für Dinamo Zagreb, Sevilla und Real Madrid – Suker war einer der besten Torjäger seiner Generation. Bei der Wahl im Jahr 1998 wurde er Zweiter und musste sich lediglich Brasiliens Ronaldo geschlagen geben.



9. Peter Schmeichel


Der Däne ist einer von drei Torhütern in unserer Rangliste. Obwohl Rivaldo 1999 den Ballon d'Or in die Höhe reckte, hielten viele Fachleute Peter Schmeichel in jenem Jahr für einen würdigen Titelträger. Schmeichel schaffte es allerdings nicht einmal unter die besten drei und das obwohl er mit seinen Leistungen großen Anteil am Triple-Sieg von Manchester United hatte. 1992 holte er mit Dänemark den EM-Titel. Er gilt als einer der besten Keeper der 1990er Jahre.



8. Raul


Die Ikone von Real Madrid hat in den letzten 15 Jahren den europäischen Fußball geprägt wie kaum ein anderer. Er traf in beiden (erfolgreichen) Champions-League-Endspielen, in denen er stand. 2000, 2001 und 2002 wurde er von der UEFA zum besten Angreifer des Jahres gekürt. Der 32-jährige ist bester Real-Torschütze aller Zeiten, treffsicherster Angreifer der spanischen Nationalmannschaft und führt die ewige Torschützenliste der Champions League an. Zu mehr als Rang zwei bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 2001 reichte es für Raul nicht.



7. Oliver Kahn


Kaum jemand wird widersprechen, wenn man Oliver Kahn zum weltbesten Torhüter rund um den Jahrtausendwechsel bezeichnet. Der 86-malige deutsche Nationalspieler gewann 2001 mit dem FC Bayern die Königsklasse und führte Deutschland auf eindrucksvolle Weise 2002 ins WM-Finale. Er wurde zum besten Spieler der Weltmeisterschaftsendrunde gewählt und als Welttorhüter ausgezeichnet. 2001 und 2002 landete er jeweils auf Rang drei bei der Wahl zum Ballon d'Or.



6. Alessandro Nesta


Mit dem AC Milan und der italienischen Nationalmannschaft hat Alessandro Nesta so ziemlich jeden Titel gewonnen, den es im Fußball gibt. Ihm fehlt nur der Europameistertitel und zu diesem fehlten den Italienern 2000 nur wenige Sekunden. Nest gilt als talentiertester Innenverteidiger seiner Zeit. Ob Kopfballspiel, Zweikampfstärke, Spieleröffnung oder Stellungsspiel, der ehemalige Laziale war der perfekte zentrale Abwehrspieler. Gemeinsam mit Fabio Cannavaro bildete er eines der besten Innenverteidigerduos der Geschichte. Er hätte es verdient gehabt, bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres mindestens unter den Top drei zu landen, doch das gelang ihm nie.



5. Lilian Thuram


Thuram war Ende der 1990er Jahre der Prototyp des modernen Abwehrspielers. Mit enormer Schnelligkeit und seiner bulligen Statur zog er seinen Gegenspielern den Zahn. Er war außerdem ein sehr intelligenter Spieler, der in seinen Mannschaften stets als Führungskraft herausragte. Thuram, der sowohl auf der rechten Seite, als auch im Zentrum verteidigen konnte, sammelte mit Juventus Turin und Frankreich zahlreiche Titel und Meisterschaften, bei individuellen Auszeichnungen ging er dagegen meist leer aus.



4. Cafu


Marcos Evangelista de Moraes, kurz „Cafu“, war einer der ersten modernen Außenverteidiger im Weltfußball. Mit seiner Dynamik setzte er sowohl in der Defensive, als auch im Spiel nach vorn Maßstäbe. Cafu kam erst im Alter von 27 Jahren nach Europa. Sechs starken Saisons bei der Roma folgten fünf erfolgreiche Jahre beim AC Mailand. Cafu gewann 1994 den WM-Titel und ist bis heute mit 142 Einsätzen für die „Selecao“ Brasiliens Rekordnationalspieler.



3. Gianluigi Buffon


Die Nummer eins von Juventus Turin und der „Squadra Azzurra“ ist noch immer der teuerste Torwart der Welt. Rund 52 Millionen € ließ sich Juventus Turin die Dienste des heute 32-jährigen bei seinem Wechsel vom AC Parma 2001 kosten. Gut angelegtes Geld, denn Buffon ist der beste Schlussmann der letzten Jahre. Er hat praktisch keine Schwächen und hat viele Partien für seinen Klub und sein Land gewonnen. 2006 wurde er Weltmeister und landete beim Ballon d'Or auf Platz zwei.



2. Thierry Henry


Unglaublich, aber wahr: Henry gewann nie den Ballon d'Or. Dabei liest sich die Liste seiner Titel und Auszeichnungen wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Zwei englische Meisterschaften mit dem FC Arsenal (darunter das Jahr 2004/05, als die „Gunners“ kein Spiel verloren), Triple-Erfolg mit dem FC Barcelona, Welt- und Europameister mit Frankreich. Zudem ist Henry bester Arsenal-Torschütze der Geschichte (226 Treffer in 370 Spielen) und Frankreichs bester Torschütze aller Zeiten (51 Treffer in 117 Spielen).



1. Paolo Maldini


Was soll man zur Karriere von Milans ewiger Nummer drei noch sagen? Maldini verbrachte seine gesamte Laufbahn im Dress der Rossoneri, 25 Jahre davon in der ersten Mannschaft. Er gewann unter anderem sieben Scudetti, einmal die Coppa Italia, fünf italienische Supercups, fünf Champions-League-Titel und fünf europäische Supercups. Tragischerweise hat es nie zum Gewinn des Ballon d'Or gereicht. Maldini war 1994 und 2003 nah dran, wurde aber beide Male in der Endabrechnung nur Dritter. Der Abwehrspieler musste den Preis dafür zahlen, dass die Auszeichnungen in der Regel an Offensivspieler gehen.



Eure Meinung: Wer hätte den Ballon d'Or verdient gehabt? Wer fehlt in unserer Liste?


 
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