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Selbstmord bei Fußballern: Robert Enke kein Einzelfall
Nach dem tragischen Tod von Nationaltorwart Robert Enke beleuchtet Goal.com ähnliche, nicht minder tragische Fälle.
Von Carlo GARGANESE
übersetzt von Bekir DURBIN
Die Nachricht von Robert Enkes Tod ist ein weiteres Beispiel, dass Fußballer trotz ihres Ruhmes und Geldes nicht in einer Traumwelt leben.
Die Pressekonferenz hat ergeben, dass schwere Depressionen den Hannover 96 Keeper geplagt haben. Der Tod seiner Tochter vor drei Jahren war sicherlich ein Grund für diese. Der Ort an dem Enke sein Leben ließ ist laut Berichten nur 200 Meter von dem Grab seiner Tochter entfernt, was diese Theorie unterstützt. Solche Depressionen können jeden Menschen auf dieser Welt ereilen. In der Tat ist das Schicksal des ehemaligen Barcelona Torhüters, der in 2008-09 zum besten Torhüter der Bundesliga ernannt wurde, kein Einzelfall.
Foto-Reihe: Deutschland trauert um Robert Enke
Durch einen tragischen Zufall ist gerade vielen Ex-Barcelona Spielern dieses Schicksal vorbehalten gewesen. Joan Gamper, der Gründer des katalanischen Klubs, der später auch fünf Mal Präsident des Vereins war und die Goldene Ära von Ricardo Zamora, Josep Samitier und Paulino Alcanatra leitete, begann 1939 im Alter von 52 Jahren Selbstmord, nachdem er von der spanischen Nationalmannschaft verbannt wurde, da er angeblich Katalanischen Nationalismus förderte.
Der legendäre ungarische Stürmer Sandor Kocsis der Teil des „Magic Magyars“ Teams mit Ferenc Puskas war, hatte sieben exzellente Jahre beim katalanischen Klub verbracht. Nach seinem Rücktritt kämpfte er mit Leukämie und Bauchkrebs und stürzte 1979 vom vierten Stock eines Krankenhauses in Barcelona, in dem er behandelt wurde und verstarb. Während dies auch ein Unfall gewesen sein könnte, kommt wohl eher ein Selbstmord in Frage. Kocsis starb ebenso im Alter von 52 Jahren.
Ein weiterer ehemaliger Barcelona Fußballer, der sich das Leben nahm war Sergi López Segú. Sergio, wie er genannt wurde, war von 1987-91 in Barcelona und war ein Teil von Johann Cruyffs Team, das 1989 den Europapokalsieger der Pokalsieger gewann. Nach weiteren Auftritten bei Mallorca und Saragossa, musste er aufgrund einer Knieverletzung seinen Rücktritt bekannt geben. Er verfiel klinischer Depression, nach seiner gescheiterten Hochzeit und wurde schließlich in psychiatrische Behandlung genommen. 2006 schmiss er sich vor einen Zug und starb im Alter von 36 Jahren. Er war der ältere Bruder von Gerard López Segú, einem ebenfalls Ex-Barca Spieler.
Der Tod einiger Fußballer ist in Nebel gehüllt. Ein Beispiel ist z.B. der Fall der österreichischen Legende Matthias Sindelar. Während des Krieges galt das österreichische Nationalteam als bestes Team der Welt. Das „Wunderteam“ wie es genannt wurde, war zwischen 1931 und 1932 14 Spiele lang für 20 Monate unbesiegt. Unter ihnen war der brillante Sindelar, der „Mozart des Fußballs“, der nicht für Deutschland und die Nazis spielen wollte. Er starb unter mysteriösen Umständen 1939 in seinem Appartement an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, zusammen mit seiner Freundin in Wien. Einige glauben es war Selbstmord, andere glauben es war ein Unfall und wiederum andere behaupten, die Nazis hätten ihn umgebracht, weil er nicht für sie spielen wollte.

Das grab von Sindelar
Obwohl der Gerichtsmediziner es als einen „Unfalltod“ bezeichnete, sagen einige, dass Paul Vaessen, ein ehemaliger Stürmer von Arsenal, Selbstmord begangen hat. Mit 18 Jahren erzielte Vaessen 1980 den Siegtreffer gegen Juventus (und Dino Zoff) im Pokal der Pokalsieger und katapultierte die „Gunners“ ins Finale. In einigen Jahren war seine Karriere aber, bedingt durch Verletzungen, so gut wie vorbei. Er nahm (wieder) Drogen und starb angeblich an einer Heroin-Überdosis in der Badewanne. Er hatte ein ziemlich faszinierendes Leben. Ein professioneller Fußballer, der den ersten Sieg eines englischen Teams in Juventus besiegelte, ein Alkoholiker, Dieb, Drogenabhängiger, ein netter Mann, ein gewalttätiger Mann, ein Frau/Freundin-Schläger, ein Mann der sechs Mal erstochen wurde, der öfter in Gerichtssälen ein und aus ging als ein Richter, ein Mann der einen Polizisten erschlagen hat und ein wiedergeborener Christ. Vaessen starb im Alter von 39 Jahren.
Beim Tod der Römer Legende Agostino Di Bartolomei gab es nichts Mysteriöses. Er starb im gleichen Alter wie Vaessen mit 39 Jahren. Bevor Francesco Totti und Giuseppe Giannini, war er der Stolz von Rom. In 15 Jahren mit dem Klub hat „Ago“ 308 Spiele gespielt, 66 Tore geschossen und 146-mal die Kapitänsbinde getragen. Er führte den AS Rom 1983 zum Scudetto und war MVP als Rom nächstes Jahr im Elfmeterschießen dem FC Liverpool im Europäischen Pokal unterlag. Di Bartolomei hat sich mit einem Schuss durch das Herz am zehnten Jahrestag der Niederlage gegen Liverpool, angeblich wegen finanzieller Schwierigkeiten, das Leben genommen.

Die Römer Legende Di Bartolomei
Der berühmteste Fußballer, der sich in England das Leben nahm war wohl Justin Fashanu im Jahre 1998 im Alter von 37 Jahren. Fashanu ist berühmt als der erste und einzige Fußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat. Der Ex-Stürmer war ein sehr vielversprechender junger Stürmer in den späten 1970ern und frühen 1980ern mit Norwich City und wurde Englands erster schwarzer Fußballer, für den eine Million Pfund bezahlt wurde, als er 1981 zu Nottingham Forest wechselte. Seine Karriere riss ab, als der Coach von Nottingham Brain Clough, entdeckte, dass er homosexuell ist. Er verfehlte es dadurch sein Potenzial voll zu erreichen. Er wurde 1998 wegen sexueller Nötigung an einem 17-Jährigen angeklagt. Fashanu erhängte sich daraufhin und ließ eine Nachricht zurück, dass er sowieso als schuldig gelte.
Fashanu wurde eine großartige Karriere vor seinem Tod vorausgesagt. Er wurde als zukünftiger WM Star gehandelt. Andere Spieler, die bei einer WM gespielt und sich danach umgebracht haben sind Lester Morgan aus Costa Rica der bei der WM 2002 in Korea/Japan dabei war, Ramiro Castillo aus Bolivien war 1994 in den USA dabei, Eric Schaedler aus Schottland 1974 in West Deutschland, und Carlos José Castilho aus Brasilien, nachdem dieser 1950 und 1962 zweimal Weltmeister wurde.
Robert Enke stand davor in der WM 2010 in Südafrika zu spielen. Durch die tragischen Ereignisse des gestrigen Tages wird dies nicht mehr möglich sein. Fans der deutschen Nationalmannschaft und Fans aus der ganzen Welt hoffen, dass Die Mannschaft diese schwere Zeit überstehen wird und noch näher zusammenwächst.

Fans gedenken Robert Enke am Dienstag Abend
übersetzt von Bekir DURBIN
Die Nachricht von Robert Enkes Tod ist ein weiteres Beispiel, dass Fußballer trotz ihres Ruhmes und Geldes nicht in einer Traumwelt leben.
Die Pressekonferenz hat ergeben, dass schwere Depressionen den Hannover 96 Keeper geplagt haben. Der Tod seiner Tochter vor drei Jahren war sicherlich ein Grund für diese. Der Ort an dem Enke sein Leben ließ ist laut Berichten nur 200 Meter von dem Grab seiner Tochter entfernt, was diese Theorie unterstützt. Solche Depressionen können jeden Menschen auf dieser Welt ereilen. In der Tat ist das Schicksal des ehemaligen Barcelona Torhüters, der in 2008-09 zum besten Torhüter der Bundesliga ernannt wurde, kein Einzelfall.
Foto-Reihe: Deutschland trauert um Robert Enke
Durch einen tragischen Zufall ist gerade vielen Ex-Barcelona Spielern dieses Schicksal vorbehalten gewesen. Joan Gamper, der Gründer des katalanischen Klubs, der später auch fünf Mal Präsident des Vereins war und die Goldene Ära von Ricardo Zamora, Josep Samitier und Paulino Alcanatra leitete, begann 1939 im Alter von 52 Jahren Selbstmord, nachdem er von der spanischen Nationalmannschaft verbannt wurde, da er angeblich Katalanischen Nationalismus förderte.
Der legendäre ungarische Stürmer Sandor Kocsis der Teil des „Magic Magyars“ Teams mit Ferenc Puskas war, hatte sieben exzellente Jahre beim katalanischen Klub verbracht. Nach seinem Rücktritt kämpfte er mit Leukämie und Bauchkrebs und stürzte 1979 vom vierten Stock eines Krankenhauses in Barcelona, in dem er behandelt wurde und verstarb. Während dies auch ein Unfall gewesen sein könnte, kommt wohl eher ein Selbstmord in Frage. Kocsis starb ebenso im Alter von 52 Jahren.
Ein weiterer ehemaliger Barcelona Fußballer, der sich das Leben nahm war Sergi López Segú. Sergio, wie er genannt wurde, war von 1987-91 in Barcelona und war ein Teil von Johann Cruyffs Team, das 1989 den Europapokalsieger der Pokalsieger gewann. Nach weiteren Auftritten bei Mallorca und Saragossa, musste er aufgrund einer Knieverletzung seinen Rücktritt bekannt geben. Er verfiel klinischer Depression, nach seiner gescheiterten Hochzeit und wurde schließlich in psychiatrische Behandlung genommen. 2006 schmiss er sich vor einen Zug und starb im Alter von 36 Jahren. Er war der ältere Bruder von Gerard López Segú, einem ebenfalls Ex-Barca Spieler.
Der Tod einiger Fußballer ist in Nebel gehüllt. Ein Beispiel ist z.B. der Fall der österreichischen Legende Matthias Sindelar. Während des Krieges galt das österreichische Nationalteam als bestes Team der Welt. Das „Wunderteam“ wie es genannt wurde, war zwischen 1931 und 1932 14 Spiele lang für 20 Monate unbesiegt. Unter ihnen war der brillante Sindelar, der „Mozart des Fußballs“, der nicht für Deutschland und die Nazis spielen wollte. Er starb unter mysteriösen Umständen 1939 in seinem Appartement an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, zusammen mit seiner Freundin in Wien. Einige glauben es war Selbstmord, andere glauben es war ein Unfall und wiederum andere behaupten, die Nazis hätten ihn umgebracht, weil er nicht für sie spielen wollte.

Das grab von Sindelar
Obwohl der Gerichtsmediziner es als einen „Unfalltod“ bezeichnete, sagen einige, dass Paul Vaessen, ein ehemaliger Stürmer von Arsenal, Selbstmord begangen hat. Mit 18 Jahren erzielte Vaessen 1980 den Siegtreffer gegen Juventus (und Dino Zoff) im Pokal der Pokalsieger und katapultierte die „Gunners“ ins Finale. In einigen Jahren war seine Karriere aber, bedingt durch Verletzungen, so gut wie vorbei. Er nahm (wieder) Drogen und starb angeblich an einer Heroin-Überdosis in der Badewanne. Er hatte ein ziemlich faszinierendes Leben. Ein professioneller Fußballer, der den ersten Sieg eines englischen Teams in Juventus besiegelte, ein Alkoholiker, Dieb, Drogenabhängiger, ein netter Mann, ein gewalttätiger Mann, ein Frau/Freundin-Schläger, ein Mann der sechs Mal erstochen wurde, der öfter in Gerichtssälen ein und aus ging als ein Richter, ein Mann der einen Polizisten erschlagen hat und ein wiedergeborener Christ. Vaessen starb im Alter von 39 Jahren.
Beim Tod der Römer Legende Agostino Di Bartolomei gab es nichts Mysteriöses. Er starb im gleichen Alter wie Vaessen mit 39 Jahren. Bevor Francesco Totti und Giuseppe Giannini, war er der Stolz von Rom. In 15 Jahren mit dem Klub hat „Ago“ 308 Spiele gespielt, 66 Tore geschossen und 146-mal die Kapitänsbinde getragen. Er führte den AS Rom 1983 zum Scudetto und war MVP als Rom nächstes Jahr im Elfmeterschießen dem FC Liverpool im Europäischen Pokal unterlag. Di Bartolomei hat sich mit einem Schuss durch das Herz am zehnten Jahrestag der Niederlage gegen Liverpool, angeblich wegen finanzieller Schwierigkeiten, das Leben genommen.

Die Römer Legende Di Bartolomei
Der berühmteste Fußballer, der sich in England das Leben nahm war wohl Justin Fashanu im Jahre 1998 im Alter von 37 Jahren. Fashanu ist berühmt als der erste und einzige Fußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat. Der Ex-Stürmer war ein sehr vielversprechender junger Stürmer in den späten 1970ern und frühen 1980ern mit Norwich City und wurde Englands erster schwarzer Fußballer, für den eine Million Pfund bezahlt wurde, als er 1981 zu Nottingham Forest wechselte. Seine Karriere riss ab, als der Coach von Nottingham Brain Clough, entdeckte, dass er homosexuell ist. Er verfehlte es dadurch sein Potenzial voll zu erreichen. Er wurde 1998 wegen sexueller Nötigung an einem 17-Jährigen angeklagt. Fashanu erhängte sich daraufhin und ließ eine Nachricht zurück, dass er sowieso als schuldig gelte.
Fashanu wurde eine großartige Karriere vor seinem Tod vorausgesagt. Er wurde als zukünftiger WM Star gehandelt. Andere Spieler, die bei einer WM gespielt und sich danach umgebracht haben sind Lester Morgan aus Costa Rica der bei der WM 2002 in Korea/Japan dabei war, Ramiro Castillo aus Bolivien war 1994 in den USA dabei, Eric Schaedler aus Schottland 1974 in West Deutschland, und Carlos José Castilho aus Brasilien, nachdem dieser 1950 und 1962 zweimal Weltmeister wurde.
Robert Enke stand davor in der WM 2010 in Südafrika zu spielen. Durch die tragischen Ereignisse des gestrigen Tages wird dies nicht mehr möglich sein. Fans der deutschen Nationalmannschaft und Fans aus der ganzen Welt hoffen, dass Die Mannschaft diese schwere Zeit überstehen wird und noch näher zusammenwächst.

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Goal.com-Flutlicht
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