Goal.com-Spezial: Legenden, die nie bei einer WM kickten (Teil 4)
Eine Weltmeisterschaft ist zweifelsohne der Höhepunkt eines jeden Fußballers. Doch nicht jeder Superstar kommt in den Genuss, beim größten Fußball-vent der Welt teilzunehmen. Heute präsentieren wir euch weitere fünf Legenden, die eine WM nur vom TV-Gerät aus verfolgten durften.
22.10.2009 16:30:16
(cv) Wenn große Fußballer nicht an einer Weltmeisterschaft teilnehmen können, ist dies im Lebenslauf der Betroffenen ein dunkler Fleck. Doch die Spieler selbst nimmt es am meißten mit, denn jeder von ihnen spielte für seine Nation, eine Teilnahme am größten Turniers des Fußballs blieb ihnen jedoch allen verwehrt:
Abidi Pele
Der dreifache Fußballer des Jahres in Afrika verbrachte den Großteil seiner Vereinskarriere in Frankreich. Er war der erste Spieler des Kontinents, der die UEFA Champions League gewinnen konnte (mit Olympique Marseille im Jahre 1993). Mit Ghana erreichte Pele internationale erfolge, doch er führte sie nie zu einer Weltmeisterschaft, da die Black Stars in jeder Qualifikation seiner 16-jährigen Nationalelf-Karriere scheiterten.
Johnny Giles
Die Legende von Leeds United war Teil eines der meißtgefürchtetsten Mittelfeld-Duos in der Geschichte des englischen Fußballs, als er zusammen mit dem Schotten Billy Bremner den Yorkshire Club zu seiner erfolgreichsten Zeit während der 1970er führte. Giles bestritt fast 60 Länderspiele für Irland und war zudem Spielertrainer in den 70ern. Jedoch scheiterte er an der WM so knapp, wie es sein Land jemals erleben musste: In der Qualifikation von 1978 trennten Irland nur zwei Punkte von der direkten Qualifikation.
Kazuyoshi Miura
Miura ist eine Legende Japans, die aktuell in der zweiten japanischen Liga spielt. Der Stürmer verließ die Oberschule und ging nach Brasilien, wo er zu einem Profi wurde. Seinen Ruhm erlangte er im Heimatland mit der Einführung der J. League im Jahre 1993 und wurde damals zum ersten Superstar des japanischen Fußballs. Kazu war der erste Nominierte in der Wahl zu Asiens Fußballer des Jahres 1993 und war auch der erste Asiate der in Italien spielen durfte. Miura hatte auch eine illustere Karriere in der Nationalmannschaft, aber unglücklicherweise fehlte er beim Aufgebot für die WM 1998. Er revidierte seinen Rücktritt von der Nationalelf im Jahre 2000 und nahm demzufolge nie an einer WM teil.
Attila Sallustro
Der erste „Fußballgott“ in Neapel, lange vor Diego Armando Maradona, war der große Attila Salustro in den 20ern und 30ern. „Il Divino“, der als Kind von italienischen Eltern in Paraguay geboren wurde und als Teenager nach Neapel wechselte, war ein extrem veranlagter Angreifer, der zwischen 1925 und 1937 in 258 Spielen 107 mal für Napoli traf. Trotz dieser Statistik kam Sallustro nur zu zwei Länderspielen für Italien (1 Tor). Das lag hauptsächlich an der Präsenz des legendären Giuseppe Meazza, der auf der gleichen Position spielte und Sallustro daher nicht Teil des Kaders Italiens bei Weltmeistertitel 1934 war.
Bernd Schuster
Der ehemalige Mittelfeldspieler in der deutschen Nationalmannschaft hatte eine sehr erfolgreiche Klubkarriere in seiner Zeit bei den spanischen Giganten aus Barcelona und Real Madrid. Er war Teil des west-deutschen Teams, das die EM 1980 gewann und wurde im Alter von 20 Jahren Zweiter bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres hinter Karl-Heinz Rummenige, der damals ebenfalls nur 20 Jahre jung war. Schuster kam lediglich zu 22 Länderspielen und zog sich mit 24 aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem DFB, Trainer Jupp Derwall und Teamkameraden aus der Nationalelf zurück. An der WM 1982 nahm er nicht teil und spielte so niemals beim größten Turnier mit.
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