René Adler, erst der Held von Moskau und jetzt die Nummer eins?

René Adler profitierte im Kampf um die deutsche Nummer eins vom Schicksal eines Konkurrenten. In Moskau wurde er zum großen Helden. „Das war das emotionalste Spiel meiner Karriere“, sagte der 24-Jährige nach dem Abpfiff, „dennoch mache ich mir jetzt noch keinen Kopf über die Rangliste der Torhüter.“ Doch das Schicksal spielte ihm in diesen Wochen einfach in die Karten – jetzt ist Adler eine Nummer eins.

Rene Adler, Germany (FIRO)
Von Sebastian HEIER

Leverkusen.
Die Nummer eins von Bundesligist Bayer 04 Leverkusen ist auf einmal auch die Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft, dabei sah es noch vor einigen Wochen nach einem offenen Kampf aus. René Adler profitierte davon, dass die etatmäßige Nummer eins, Robert Enke, in den abschließenden Spielen der WM-Qualifikation nicht im Tor stehen kann. Daraufhin erklärte ihn Bundestrainer Joachim Löw zur Nummer eins zwischen den Pfosten der deutschen Nationalmannschaft.

Das Vertrauen des Bundestrainers zahlte der junge Schlussmann in Moskau mit einer überragenden Leistung zurück. Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Russland wirkte er unheimlich abgeklärt und ist derzeit zurecht der erste Schlussmann bei den Deutschen. Er hat die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 festgehalten.

„Weltklasse! Adler der große Held“

Die Schlagzeilen nach dem Abpfiff und der erfolgreichen Qualifikation für Südafrika 2010 hatten einen klaren Helden für den Erfolg ausgemacht. „Weltklasse! Adler der große Held“, titelte Bild-online und auch die Sueddeutsche-online fand die richtigen Worte: „Mit Glück und Adler“. René Adler, er profitierte im Kampf um die Nummer eins vom Schicksal eines Konkurrenten. Nun darf er sich zu Recht für seine Leistungen feiern lassen.

„Er macht einen sehr stabilen Eindruck“

Auch Bundestrainer Joachim Löw lobte seine neue Nummer eins in den höchsten Tönen: „Man muss ihm ein Kompliment aussprechen, auch für die gesamte Woche. Es war sein siebtes Länderspiel. Zweimal hat er extrem schwierige Situationen erlebt - bei seinem Debüt im Hinspiel in Dortmund gegen die Russen und jetzt in Moskau. Er hat viel Ruhe und Souveränität ausgestrahlt und in zwei, drei Aktionen glänzend reagiert. Er macht einen sehr stabilen Eindruck.“

„Ich mache mir keinen Kopf über Torhüter-Rangliste“

Mit einem solchen „stabilen Eindruck“ ist es nur schwer vorstellbar, dass der 24-Jährige schon bald wieder eine Position nach hinten rückt. Darüber macht sich der Betroffene allerdings noch keine allzu großen Gedanken, wie er nach dem Spiel verriet: „Ich war schon unter der Woche gut eingestellt und sehr auf das Spiel fokussiert. Wir wollten das Ticket lösen und daran hat auch niemand gezweifelt. Das war das emotionalste Spiel meiner Karriere. Dennoch mache ich mir jetzt noch keinen Kopf über die Rangliste der Torhüter oder die Weltmeisterschaft 2010.“

Adler, Deutschlands Bester

Seit dem Russland-Spiel ist es wohl unbestritten, dass an einem René Adler in dieser Form auch für die Weltmeisterschaft 2010 kein Weg vorbeiführt. Adler, der beste Schlussmann in der laufenden Bundesliga-Saison (fünf Gegentore in acht Spielen), ist auch in der deutschen Nationalmannschaft auf die Pole-Position geflogen. Das Schicksal spielte René Adler in diesen Wochen einfach in die Karten…

Eure Meinung: Sollte René Adler auch bei der WM 2010 die deutsche Nummer eins sein?


 
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