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Dortmund - Schalke: Der Kampf um die Vorherrschaft außerhalb des Stadions
Die große Rivalität zwischen den beiden Traditionsvereinen Schalke und Dortmund fasziniert seit Jahrzehnten die Fußballfans und gilt als einer der Intensivsten in der Fußball Bundesliga. Der Kampf um die Vorherrschaft im Ruhrpott hat eine lange Geschichte.
von Erik RÖSSLER
Gelsenkirchen/Dortmund. Besonders in den achtziger Jahren endeten Spiele in und vor dem Stadion oft mit Randale und Straßenschlachten. „Früher waren Jagdszenen rund um die Spiele gang und gäbe, heute ist das moderater“, sagt Jürgen Hecke, seit 1960 Schalker Fan. “Ich glaube, dass sich das Verhältnis 1997 ein wenig gebessert hat, als beide Clubs ihre großen Erfolge hatten.“ erzählt uns der Dortmunder Fan Johannes Klietz. Die Rivalität beider Fangruppen hat sich bis heute aber glücklicherweise verändert. Wolfgang Hironimus, des BVB-Fanclubs Schwatt-Gelb bei Herne, sagt: „Wir sind gemeinsam mit Schalke-Fanclubs gegen Gewalt tätig geworden. Zudem haben auch die Fan-Betreuer beider Vereine in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet.“
„Ich bin auf Kohle geboren, um für Schalke zu sterben!“
Die Gewalt wurde ersetzt durch eine gesunde Fehde beider Parteien. Kaum jemand kann bis heute den Rivalen beim Namen nennen, da kursieren dann Konstruktionen wie Schlacke, Herne-Ost, Fortuna Lüdenscheid, BxB, BSE und einiges mehr. Ein Treffpunkt beider Anhänger von Herne-Ost und dem Vorort von Lüdenscheid außerhalb des Stadions ist oft der Arbeitsplatz. Dort tritt man montags nach einem Revierderby dem Fan des Rivalen im Büro oder der Fabrikhalle gegenüber. Dieser wartet nach einem Sieg schon mit hämischem Gesichtsausdruck auf seinen halbjährlichen großen Auftritt. Kevin Lechtner aus Dortmund erzählt: „Wenn Schalke verliert, ist die Befriedigung immer sehr groß“, Gleiches gilt für Hans Hönig aus Gelsenkirchen „Wenn der BVB gegen uns drei Punkte lässt, ist das schon ein erhabenes Gefühl.“ Die Rivalität beider Fans beruht zum größten Teil darauf, dass die Verbundenheit zu ihren Vereinen den Mittelpunkt in ihrem Leben darstellt und Fußball im Ruhrgebiet eine unglaubliche Intensität hat. Stefan Simmons aus Recklinghausen predigt: „Ich bin auf Kohle geboren, um für Schalke zu sterben!“ Sascha Klitz aus Dortmund dazu: „Der BVB ist für mich nicht nur ein Verein, sondern eine Liebe, mit der ich auf ewig verbunden sein werde!“
Mitglieder-Boom
Die Tradition der Rivalität lebt vor allem bei den Fans und gibt ihnen einen Ausgleich zum Alltagstrott. So ist es nicht verwunderlich, das beide Vereine ihre Mitgliederzahlen stetig nach oben treiben. Am vergangenen Spieltag gegen Wolfsburg konnte der Traditionsverein FC Schalke 04 stolz verkünden, die Mitgliedermarke mit 80.000 Anhängern geknackt zu haben. (80 068 Vereinsmitglieder, Stand 23.09.2009) Damit liegt der FC Schalke 04 noch vor Borussia Dortmund. Diese können zurzeit rund 35.000 Vereinsmitglieder vorweisen. Beide Vereine können dabei auf Fanunterstützung aus den entlegensten Winkeln der Welt zählen. Denn das Prickeln der Rivalität elektrisiert und organisiert Schalker und Dortmunder Fans sogar in Ländern wie Brasilien, Japan, Namibia oder Hawaii. Und wenn diese Heerscharen an Fans auch in Zukunft gewaltfrei aufeinandertreffen, können wir uns auf weitere Jahrzehnte freuen, in denen Fußballfans die Rivalität außerhalb des Stadions mit Faszination verfolgen können.
Und nun die Frage an Euch, wie schaut die Rivalität in Eurem Alltag aus? Wer gewinnt das Derby am kommenden Wochenende?
Gelsenkirchen/Dortmund. Besonders in den achtziger Jahren endeten Spiele in und vor dem Stadion oft mit Randale und Straßenschlachten. „Früher waren Jagdszenen rund um die Spiele gang und gäbe, heute ist das moderater“, sagt Jürgen Hecke, seit 1960 Schalker Fan. “Ich glaube, dass sich das Verhältnis 1997 ein wenig gebessert hat, als beide Clubs ihre großen Erfolge hatten.“ erzählt uns der Dortmunder Fan Johannes Klietz. Die Rivalität beider Fangruppen hat sich bis heute aber glücklicherweise verändert. Wolfgang Hironimus, des BVB-Fanclubs Schwatt-Gelb bei Herne, sagt: „Wir sind gemeinsam mit Schalke-Fanclubs gegen Gewalt tätig geworden. Zudem haben auch die Fan-Betreuer beider Vereine in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet.“
„Ich bin auf Kohle geboren, um für Schalke zu sterben!“
Die Gewalt wurde ersetzt durch eine gesunde Fehde beider Parteien. Kaum jemand kann bis heute den Rivalen beim Namen nennen, da kursieren dann Konstruktionen wie Schlacke, Herne-Ost, Fortuna Lüdenscheid, BxB, BSE und einiges mehr. Ein Treffpunkt beider Anhänger von Herne-Ost und dem Vorort von Lüdenscheid außerhalb des Stadions ist oft der Arbeitsplatz. Dort tritt man montags nach einem Revierderby dem Fan des Rivalen im Büro oder der Fabrikhalle gegenüber. Dieser wartet nach einem Sieg schon mit hämischem Gesichtsausdruck auf seinen halbjährlichen großen Auftritt. Kevin Lechtner aus Dortmund erzählt: „Wenn Schalke verliert, ist die Befriedigung immer sehr groß“, Gleiches gilt für Hans Hönig aus Gelsenkirchen „Wenn der BVB gegen uns drei Punkte lässt, ist das schon ein erhabenes Gefühl.“ Die Rivalität beider Fans beruht zum größten Teil darauf, dass die Verbundenheit zu ihren Vereinen den Mittelpunkt in ihrem Leben darstellt und Fußball im Ruhrgebiet eine unglaubliche Intensität hat. Stefan Simmons aus Recklinghausen predigt: „Ich bin auf Kohle geboren, um für Schalke zu sterben!“ Sascha Klitz aus Dortmund dazu: „Der BVB ist für mich nicht nur ein Verein, sondern eine Liebe, mit der ich auf ewig verbunden sein werde!“
Mitglieder-Boom
Die Tradition der Rivalität lebt vor allem bei den Fans und gibt ihnen einen Ausgleich zum Alltagstrott. So ist es nicht verwunderlich, das beide Vereine ihre Mitgliederzahlen stetig nach oben treiben. Am vergangenen Spieltag gegen Wolfsburg konnte der Traditionsverein FC Schalke 04 stolz verkünden, die Mitgliedermarke mit 80.000 Anhängern geknackt zu haben. (80 068 Vereinsmitglieder, Stand 23.09.2009) Damit liegt der FC Schalke 04 noch vor Borussia Dortmund. Diese können zurzeit rund 35.000 Vereinsmitglieder vorweisen. Beide Vereine können dabei auf Fanunterstützung aus den entlegensten Winkeln der Welt zählen. Denn das Prickeln der Rivalität elektrisiert und organisiert Schalker und Dortmunder Fans sogar in Ländern wie Brasilien, Japan, Namibia oder Hawaii. Und wenn diese Heerscharen an Fans auch in Zukunft gewaltfrei aufeinandertreffen, können wir uns auf weitere Jahrzehnte freuen, in denen Fußballfans die Rivalität außerhalb des Stadions mit Faszination verfolgen können.
Und nun die Frage an Euch, wie schaut die Rivalität in Eurem Alltag aus? Wer gewinnt das Derby am kommenden Wochenende?
Goal.com-Flutlicht
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