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Legenden als Spieler - Reinfälle als Nationaltrainer
In ihrer aktiven Laufbahn waren sie Legenden, sie machten sich im weltweiten Fußball einen großen Namen. Später versuchten sie ihr Glück als Nationaltrainer, doch die zweite Karriere wurde zu einer Enttäuschung. Das aktuellste Beispiel ist wohl Argentiniens Coach Diego Maradona. Goal.com blickt auf Nationaltrainer, die einst zu den größten Spielern weltweit zählten und als Trainer ein Reinfall waren…
(sh) Hamburg. In ihrer aktiven Laufbahn waren Marco van Basten, Diego Maradona, Kevin Keegan und Michel Platini große Spieler im weltweiten Fußballgeschäft. Mit dem Karriereende folgte auch der nächste Schritt: Alle vier Spieler fanden sich wenig später auf der Trainerbank ihres Heimatlands wieder. Goal.com blickt auf Nationaltrainer, die einst zu der Beletage des weltweiten Fußballs zählten und in der Nationalmannschaft kein zweites Glück fanden…
Niederlande: Marco van Basten
1982 wechselte Marco van Basten zu Ajax Amsterdam, es war der Beginn einer aufsteigenden Karriere. Bereits in seinem ersten Spiel erzielte van Basten einen Treffer, nachdem er für Johan Cruyff eingewechselt wurde. Der niederländische Angreifer wurde zu einem der Topstürmer der 80er Jahre. 37 Treffer in 26 Spielen machten ihn 1986 sogar zu Europas Torschützenkönig. In Italien bildete er wenig später beim AC Mailand ein Traumtrio mit seinen Landsleuten Ruud Gullit und Frank Rijkaard. Der Europameister von 1988 wurde nach seiner aktiven Laufbahn im Jahr 2004 zum niederländischen Nationaltrainer berufen. Der Bondscoach vollzog einen Umbruch in der Mannschaft und sortierte alteingesessene Spieler, wie beispielsweise Clarence Seedorf, Roy Makaay und Mark van Bommel, aus. Van Basten setzte stattdessen auf junge, talentierte Spieler. Für diese Maßnahmen erntete er nicht immer nur Lob, sondern viel Kritik. Bei der Weltmeisterschaft 2006 folgte dann die erste Enttäuschung: Das Aus im Achtelfinale gegen Portugal. Nur zwei Jahre später, bei der Europameisterschaft 2008, musste sich die niederländische Auswahl im Viertelfinale geschlagen geben. Die 1:3-Niederlage gegen Russland war gleichzeitig auch das letzte Spiel von Marco van Basten, der hatte bereits ein halbes Jahr zuvor erklärt, dass er nach der Europameisterschaft Schluss machen werde.
Argentinien: Diego Maradona
Es ist das wohl aktuellste Beispiel: Diego Maradona zauberte vor einigen Jahren unter anderem für die Boca Juniors, den FC Barcelona und den SSC Neapel. Im Dress der argentinischen Nationalmannschaft wurde er Weltmeister (1986) und Vizeweltmeister (1990). Am 28. Oktober 2008 wurde bekannt, dass Diego Maradona nach einer persönlich schwierigen Zeit, das Traineramt der Nationalmannschaft Argentiniens übernimmt. Über Erfahrungen in diesem Bereich verfügte die Legende nicht, dennoch sollte er das Team führen. Die Ernennung von Volksheld Diego Maradona zum Nationaltrainer Argentiniens wurde von vielen Fachleuten kritisch beäugt. Seine Taktik und seine Mannschaftsführung werden längst in Frage gestellt, vor allem nach der 1:3-Niederlage gegen Erzrivale Brasilien in der Qualifikation zur WM 2010. Jetzt muss Argentinien um die Qualifikation zur Endrunde zittern und der Job von Diego Maradona, dem einstigen Weltfußballer, ist ebenfalls nicht mehr sicher.
+++ Umfrage: Wie gut ist Maradona als Trainer?
England: Kevin Keegan
In Liverpool, Hamburg und Newcastle ging Kevin Keegan auf Torejagd. Mit den „Reds“ holte er sogar zweimal den UEFA-Cup und einmal den Europapokal der Landesmeister. Und auch in Deutschland machte sich Keegan einen Namen, als er im Dress des Hamburger SV stürmte. Seine Beliebtheit stieg allerdings nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in seinem Heimatland England. In der englischen Nationalmannschaft fehlten die großen Erfolge als Spieler. Diese Tatsache sollte sich auch in seiner zweiten Laufbahn nicht ändern, denn auch als Nationaltrainer hatte Kevin Keegan kein Glück mit den Three Lions. Zwischen 1999 und 2000 machte sich Keegan, trotz seiner großen Beliebtheit, keinen großen Namen. Als Nationaltrainer war die Europameisterschaft im Jahr 2000 bereits nach der Vorrunde beendet. Als danach das erste WM-Qualifikationsspiel mit 0:1 gegen Deutschland verloren ging, musste Kevin Keegan gehen. Es war für Keegan und die englische Auswahl das letzte Spiel im altehrwürdigen Wembley-Stadion.
Frankreich: Michel Platini
AS Nancy, AS Saint-Étienne und Juventus Turin waren die Profivereine von Michel Platini. 72 Länderspiele absolvierte Platini für die französische Nationalmannschaft und erzielte dabei 41 Tore. Er übergab 1992 das Olympische Feuer bei den Olympischen Winterspielen in Albertville und übernahm vier Jahre zuvor sogar das Traineramt bei der Équipe Tricolore. Der dreimalige Fußballer des Jahres in Europa konnte seine Erfolge als Spieler allerdings nicht auf seine zweite Karriere übertragen. 1992 war das Aus als Nationaltrainer gekommen und Michel Platini entschied sich dazu, einen anderen Weg einzugehen. 2007 wurde er zum Präsidenten des europäischen Fußballverbandes UEFA gewählt.
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Eure Meinung: Welche gescheiterten Legenden als Nationaltrainer fallen Euch noch ein?
Niederlande: Marco van Basten
1982 wechselte Marco van Basten zu Ajax Amsterdam, es war der Beginn einer aufsteigenden Karriere. Bereits in seinem ersten Spiel erzielte van Basten einen Treffer, nachdem er für Johan Cruyff eingewechselt wurde. Der niederländische Angreifer wurde zu einem der Topstürmer der 80er Jahre. 37 Treffer in 26 Spielen machten ihn 1986 sogar zu Europas Torschützenkönig. In Italien bildete er wenig später beim AC Mailand ein Traumtrio mit seinen Landsleuten Ruud Gullit und Frank Rijkaard. Der Europameister von 1988 wurde nach seiner aktiven Laufbahn im Jahr 2004 zum niederländischen Nationaltrainer berufen. Der Bondscoach vollzog einen Umbruch in der Mannschaft und sortierte alteingesessene Spieler, wie beispielsweise Clarence Seedorf, Roy Makaay und Mark van Bommel, aus. Van Basten setzte stattdessen auf junge, talentierte Spieler. Für diese Maßnahmen erntete er nicht immer nur Lob, sondern viel Kritik. Bei der Weltmeisterschaft 2006 folgte dann die erste Enttäuschung: Das Aus im Achtelfinale gegen Portugal. Nur zwei Jahre später, bei der Europameisterschaft 2008, musste sich die niederländische Auswahl im Viertelfinale geschlagen geben. Die 1:3-Niederlage gegen Russland war gleichzeitig auch das letzte Spiel von Marco van Basten, der hatte bereits ein halbes Jahr zuvor erklärt, dass er nach der Europameisterschaft Schluss machen werde.
Argentinien: Diego Maradona
Es ist das wohl aktuellste Beispiel: Diego Maradona zauberte vor einigen Jahren unter anderem für die Boca Juniors, den FC Barcelona und den SSC Neapel. Im Dress der argentinischen Nationalmannschaft wurde er Weltmeister (1986) und Vizeweltmeister (1990). Am 28. Oktober 2008 wurde bekannt, dass Diego Maradona nach einer persönlich schwierigen Zeit, das Traineramt der Nationalmannschaft Argentiniens übernimmt. Über Erfahrungen in diesem Bereich verfügte die Legende nicht, dennoch sollte er das Team führen. Die Ernennung von Volksheld Diego Maradona zum Nationaltrainer Argentiniens wurde von vielen Fachleuten kritisch beäugt. Seine Taktik und seine Mannschaftsführung werden längst in Frage gestellt, vor allem nach der 1:3-Niederlage gegen Erzrivale Brasilien in der Qualifikation zur WM 2010. Jetzt muss Argentinien um die Qualifikation zur Endrunde zittern und der Job von Diego Maradona, dem einstigen Weltfußballer, ist ebenfalls nicht mehr sicher.
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England: Kevin Keegan
In Liverpool, Hamburg und Newcastle ging Kevin Keegan auf Torejagd. Mit den „Reds“ holte er sogar zweimal den UEFA-Cup und einmal den Europapokal der Landesmeister. Und auch in Deutschland machte sich Keegan einen Namen, als er im Dress des Hamburger SV stürmte. Seine Beliebtheit stieg allerdings nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in seinem Heimatland England. In der englischen Nationalmannschaft fehlten die großen Erfolge als Spieler. Diese Tatsache sollte sich auch in seiner zweiten Laufbahn nicht ändern, denn auch als Nationaltrainer hatte Kevin Keegan kein Glück mit den Three Lions. Zwischen 1999 und 2000 machte sich Keegan, trotz seiner großen Beliebtheit, keinen großen Namen. Als Nationaltrainer war die Europameisterschaft im Jahr 2000 bereits nach der Vorrunde beendet. Als danach das erste WM-Qualifikationsspiel mit 0:1 gegen Deutschland verloren ging, musste Kevin Keegan gehen. Es war für Keegan und die englische Auswahl das letzte Spiel im altehrwürdigen Wembley-Stadion.
Frankreich: Michel Platini
AS Nancy, AS Saint-Étienne und Juventus Turin waren die Profivereine von Michel Platini. 72 Länderspiele absolvierte Platini für die französische Nationalmannschaft und erzielte dabei 41 Tore. Er übergab 1992 das Olympische Feuer bei den Olympischen Winterspielen in Albertville und übernahm vier Jahre zuvor sogar das Traineramt bei der Équipe Tricolore. Der dreimalige Fußballer des Jahres in Europa konnte seine Erfolge als Spieler allerdings nicht auf seine zweite Karriere übertragen. 1992 war das Aus als Nationaltrainer gekommen und Michel Platini entschied sich dazu, einen anderen Weg einzugehen. 2007 wurde er zum Präsidenten des europäischen Fußballverbandes UEFA gewählt.
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