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Ramadan im Profi-Sport: Ich kann im Ramadan fasten, auch wenn ich spiele – Fredi Kanoute
Der Ramadan ist angebrochen und macht auch vor dem Profi-Fußball keinen Halt. In unserer aktuellen Themenwoche beschäftigt sich Goal.com mit den Hintergründen des muslimischen Fastenmonats und dessen Auswirkungen auf den Sport. Die Konsequenzen sind beträchtlich, schließlich fasten eine Vielzahl an Spielern und Scharen an Fans überall gleichzeitig auf dem Globus und der Sport ist für einen Monat nicht mehr dasselbe, ohne Frage. Beim populärsten Spiel der Welt, mit einer hohen Anzahl an muslimisch Akteuren verteilt auf alle Länder, wird demnach also auch Ramadan an Orten praktiziert, denen diese Bräuche zunächst völlig fremd erscheinen. Dies kann für Verwirrung sorgen für diejenigen, die diese Periode nicht verstehen. Unsere arabische Goal.com Redaktion um Journalist Mohammed Awaad wird mit dieser Serie erklären, was es mit Ramadan auf sich hat und warum der Fastenmonat gerade für den Fußball eine so große Bedeutung hat.
(rb) Sevilla. Als Profifußballer muss man körperlich total fit sein Das ist ein Grund, warum manche muslimische Spieler während des Ramadan darauf verzichten zu fasten und ihre Verpflichtung erst dann erfüllen, wenn die Fußballsaison zu Ende ist. Doch für Fredi Kanoute vom FC Sevilla ist das kein Problem. Er glaubt, dass es für den modernen Fußballer möglich ist, seine Fitness während des gesamten Monats aufrechtzuerhalten.
Neben Kanoute, stehen auch die Real Madrid Profis Mahamadou Diarra, Lassana Diarra und Karim Benzema im Fokus spanischer Ärzte, die sich bemühen ein Programm zu entwickeln, um die Spieler zu unterstützen, während sie fasten.
Doch Fredi Kanoute kann mit der Fastenzeit gut umgehen, wie er Goal.com in einem Interview mitteilte.
„Ich versuche meinen Glauben zu respektieren und ihn auszuüben so gut es eben geht. Es ist manchmal recht schwer zu fasten, denn hier im Süden von Spanien ist sehr heiß, aber ich kann es mit der Hilfe Gottes. Es gibt sehr viele muslimische Fußballer in England, Spanien, Frankreich und in anderen Ligen, die die Leute gar nicht kennen. Aber die Spieler sprechen nicht darüber, dass sie gläubig sind und den Ramadan praktizieren.“, so Kanoute bei Goal.com.
Der Glaube hilft
„Der Glaube hilft mir im Fußball und der Fußball hilft mir gesund zu sein und stärker zu werden. Es gibt keinen Konflikt, denn wer über den Islam bescheid weiß, weiß dass dich Fasten stärker macht und nicht schwächt.“
Während die Barcelona Fans nicht wissen, ob ihre muslimischen Spieler, wie Eric Abidal, Seydou Keita und Yaya Toure fasten, ist das den Fans von Real Madrid durchaus bewusst, den Mahamdou Diarra hat in seinem Spielerprofil dazu Stellung genommen.
„Jeder Trainer hat meine Entscheidung respektiert. Es gibt schwierige Momente, wo man essen möchte, doch es dauert nur einen Monat. Ich habe noch zehn weitere, in denen ich gut spielen kann.“
Körperlich und mentale Selbstdisziplin
Doktor Yacine Zerguni, ein Mitglied des FIFA and CAF Sportmedizin Komitees sagte zu Goal.com Folgendes: „Es ist ein Monat von Körperlicher und mentaler Selbstdisziplin und dieser muss auch frei sein von ungesundem und aggressivem Verhalten. Der Ramadan ist eine Zeit der inneren Reinigung, der Meditation und der Regeneration. Es ist mit Sicherheit nicht schädlich. In unsere Studien kam zum Vorschein, dass die psychologische Stärke eines Spielers sehr wichtig ist. Viele Spieler können jedoch während dieser Zeit nicht die gewohnte Leistung erbringen. Es hängt eben von der körperlichen und mentalen Stärke eines Spielers ab. Spieler müssen vor und nach den Spielen ein effektives Programm einhalten, das ihnen hilft Energie und Kraft zu konservieren.“
Ein spezieller Monat
Kanoute erklärte Goal.com, warum dieser Monat für ihn einen besonderen Stellenwert hat: „Während des Ramadan gebe ich alles für mein Verein und versuche meine Mitspieler und die Fans nicht im Stich zu lassen. Alle waren gut zu mir und sie verstehen es. Sie verstehen auch, dass du im Ramadan die Möglichkeit hast jenen zu helfen, die es nötig haben.“
Er fügte hinzu: „Meine Wohltätigkeitsorganisation ist mir sehr wichtig. Ich mache das jetzt schon einige Zeit und das Kinderdorf in Mali unterstützt Waisenkinder und Kinder, die in Gefahr sind. Die Kinder dort brauchen dringend Hilfe, vor allem die Waisenkinder. Mein Vater ist Moslem, aber er wusste als Waisenkind nicht viel über die Religion, dennoch versuchte er mir einige Dinge beizubringen. Kinder sind unsere Zukunft und wir müssen darauf achten, dass sie sicher sind und eine gute Erziehung genießen.“
Mehr Informationen zu seiner Wohltätigkeitsorganisation findet ihr unter: www.developmenttrust.com
Eure Meinung: Habt ihr in vergangenen Jahren einen Leistungsabfall bei muslimischen Spielern während des Ramadan bemerkt? Wie steht ihr allgemein zu dieser Thematik?
Neben Kanoute, stehen auch die Real Madrid Profis Mahamadou Diarra, Lassana Diarra und Karim Benzema im Fokus spanischer Ärzte, die sich bemühen ein Programm zu entwickeln, um die Spieler zu unterstützen, während sie fasten.
Doch Fredi Kanoute kann mit der Fastenzeit gut umgehen, wie er Goal.com in einem Interview mitteilte.
„Ich versuche meinen Glauben zu respektieren und ihn auszuüben so gut es eben geht. Es ist manchmal recht schwer zu fasten, denn hier im Süden von Spanien ist sehr heiß, aber ich kann es mit der Hilfe Gottes. Es gibt sehr viele muslimische Fußballer in England, Spanien, Frankreich und in anderen Ligen, die die Leute gar nicht kennen. Aber die Spieler sprechen nicht darüber, dass sie gläubig sind und den Ramadan praktizieren.“, so Kanoute bei Goal.com.
Der Glaube hilft
„Der Glaube hilft mir im Fußball und der Fußball hilft mir gesund zu sein und stärker zu werden. Es gibt keinen Konflikt, denn wer über den Islam bescheid weiß, weiß dass dich Fasten stärker macht und nicht schwächt.“
Während die Barcelona Fans nicht wissen, ob ihre muslimischen Spieler, wie Eric Abidal, Seydou Keita und Yaya Toure fasten, ist das den Fans von Real Madrid durchaus bewusst, den Mahamdou Diarra hat in seinem Spielerprofil dazu Stellung genommen.
„Jeder Trainer hat meine Entscheidung respektiert. Es gibt schwierige Momente, wo man essen möchte, doch es dauert nur einen Monat. Ich habe noch zehn weitere, in denen ich gut spielen kann.“
Körperlich und mentale Selbstdisziplin
Doktor Yacine Zerguni, ein Mitglied des FIFA and CAF Sportmedizin Komitees sagte zu Goal.com Folgendes: „Es ist ein Monat von Körperlicher und mentaler Selbstdisziplin und dieser muss auch frei sein von ungesundem und aggressivem Verhalten. Der Ramadan ist eine Zeit der inneren Reinigung, der Meditation und der Regeneration. Es ist mit Sicherheit nicht schädlich. In unsere Studien kam zum Vorschein, dass die psychologische Stärke eines Spielers sehr wichtig ist. Viele Spieler können jedoch während dieser Zeit nicht die gewohnte Leistung erbringen. Es hängt eben von der körperlichen und mentalen Stärke eines Spielers ab. Spieler müssen vor und nach den Spielen ein effektives Programm einhalten, das ihnen hilft Energie und Kraft zu konservieren.“
Ein spezieller Monat
Kanoute erklärte Goal.com, warum dieser Monat für ihn einen besonderen Stellenwert hat: „Während des Ramadan gebe ich alles für mein Verein und versuche meine Mitspieler und die Fans nicht im Stich zu lassen. Alle waren gut zu mir und sie verstehen es. Sie verstehen auch, dass du im Ramadan die Möglichkeit hast jenen zu helfen, die es nötig haben.“
Er fügte hinzu: „Meine Wohltätigkeitsorganisation ist mir sehr wichtig. Ich mache das jetzt schon einige Zeit und das Kinderdorf in Mali unterstützt Waisenkinder und Kinder, die in Gefahr sind. Die Kinder dort brauchen dringend Hilfe, vor allem die Waisenkinder. Mein Vater ist Moslem, aber er wusste als Waisenkind nicht viel über die Religion, dennoch versuchte er mir einige Dinge beizubringen. Kinder sind unsere Zukunft und wir müssen darauf achten, dass sie sicher sind und eine gute Erziehung genießen.“
Mehr Informationen zu seiner Wohltätigkeitsorganisation findet ihr unter: www.developmenttrust.com
Eure Meinung: Habt ihr in vergangenen Jahren einen Leistungsabfall bei muslimischen Spielern während des Ramadan bemerkt? Wie steht ihr allgemein zu dieser Thematik?
Goal.com-Flutlicht
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