Top 20: Die reichsten Clubs der Welt (Plätze 1-5)

Zum mittlerweile zwölfen Mal hat das Wirtschaftsprüfer-Büro Deloitte unter den Titel Football Money League eine Auflistung der zwanzig reichsten Fußballvereine der Welt veröffentlicht. In unserer mehrteiligen Serie nimmt Goal.com den internationalen Sportmarkt unter die Lupe und analysiert, warum welche Vereine zur Fußball-Elite gehören. Diesmal: Die Spitzenplätze 1 bis 5.

UEFA Cup: Guus Hiddink - Roman Abramovich, Aston Villa v CSKA Moscow (PA)
(fd) München. Das sind sie, die fünf finanzstärksten Vereine der Welt. Vor allem das Abschneiden des FC Bayern München ist dabei auffällig. Uli Hoeneß ließ den Rekordmeister trotz der schwacher sportlichen Leistungen der Vorsaison weiter zu einer absoluten Fußball-Großmacht heranwachsen, die im kommenden Jahr dank weiterer Millionen aus der Königsklasse die Top drei weiter angreifen wird. Für Chelsea sieht es hingegen mittelfristig nicht rosig aus. Monopoly hat eben nicht immer ein Happy End, auch nicht im Fußball...

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1. Real Madrid (SPA)

Umsatz 2008: 365,8 Millionen Euro
(Stadion: 28% – TV: 37% – Werbung: 35%)

Zum vierten Mal in Folge krönen sich die „Königlichen“ zum umsatzstärksten Club Europas, auch wenn der Kassenstand nicht ganz so wuchs, wie in den Jahren zuvor. Dennoch gedeihen die Madrilenen weiter in einem Wahnsinnstempo: Seit 2002 hat sich nämlich der Umsatz sage und schreibe verdoppelt! Hauptgrund für das Wirtschaftswachstum sind vor allem die steigenden Sponsoreneinnahmen, auch wenn man nach dem Bankrott von Trikotsponsor BenQ Mobile und dem wegbleibenden „Beckham-Effekt“ den ein oder anderen Millionen noch hinterher trauert. Sollte Real in den kommenden Jahren die Champions League gewinnen, ist ein Sprung über die 400 Millionen Euro-Marke denkbar.

2. Manchester United (ENG)

Umsatz 2008: 324,8 Millionen Euro
(Stadion: 39% – TV: 36% – Werbung: 25%)

Erneut ist Manchester United „best of the rest“. Auch wenn man den Umsatz um zehn Millionen steigern konnte, beträgt der Abstand zu „Real Madrid“ noch gut vierzig Millionen. Meisterschaft und Champions League-Sieg konnten den Verfall des englischen Pfunds gerade noch so entgegenfedern. In Sachen Stadionvermarktung weiß der Club von Sir Alex Ferguson jedoch deutlich Profit zu schlagen: Trotz weiter steigender Kartenpreise bleibt Old Trafford mit 76.000 Zuschauern rundum ausverkauft. Interessant wird sein, wer 2010 als neuer Hauptsponsor einsteigen wird.

3. FC Barcelona (SPA)

Umsatz 2008: 308,8 Millionen Euro
(Stadion: 29% – TV: 38% – Werbung: 33%)

Auch wenn man in diesem Jahr „erst“ die 300 Millionen Euro Marke brach, kann man davon sprechen, dass der FC Barcelona und Real Madrid in etwa gleichschnell wachsen. Die drei Einkommenssäulen Stadion, TV und Werbung stützen das Gerüst „Barça“ gleichmäßig und konnten allesamt die Gewinnspanne ausbauen. Am meisten profitiert man jedoch von den spanischen Fernsehverträgen, die mit jedem Club einzeln abgeschlossen werden und bei einem der populärsten Vereine der Welt natürlich auch seinen Preis hat. Nike kennt diesen Stellenwert und pumpt Jahr für Jahr mehr Geld in den Verein hinein. Doch die Katalanen wollen mehr und haben in Zusammenarbeit mit einem bolivianischen Investor einen Fußballverein in Miami gegründet, um den amerikanischen Markt zu invasieren. Auch in einem Traditionsclub gibt es schließlich eine Marketingabteilung.

4. FC Bayern München (DEU)

Umsatz 2008: 295,3 Millionen Euro
(Stadion: 23% – TV: 17% – Werbung: 60%)

Der FC Bayern ist eine Marke. Anders kann man nämlich nicht erklären, warum die Münchener trotz Verpassen der Champions League im Vorjahr und einer der geringsten TV-Einnahmen in dieser Liste, mit 72 Millionen Euro dennoch den größten Wachstum verzeichnen konnten. Hauptgrund dafür ist eine Explosion der Sponsoreinnahmen, die man nirgendwo sonst in Europa so kennt. Auch die Tatsache, nun alleiniger Hausherr in der Allianz Arena sein zu dürfen, macht sich im Portemonnaie bemerkbar. Die Transfers von Luca Toni und Franck Ribery hatten zudem nicht nur sportliche Vorteile, auch der Merchandise-Verkauf verzeichnete neue Höchstwerte. Ohne Frage, im kommenden Jahr wird der FCB als vierter Verein in der Geschichte des Weltfußballs die 300 Millionen Euro-Marke knacken und dank wiedergekehrter Einnahmen aus der Champions League seinen Platz in Europa weiter festigen.

5. FC Chelsea London (ENG)

Umsatz 2008: 268,9 Millionen Euro
(Stadion: 35% – TV: 36% – Werbung: 29%)

Die „Blues“ aus London machten im letzten Jahr 14 Millionen Euro weniger Umsatz, vor allem wegen des schwachen Englischen Pfunds. Doch auch sonst ist der Club eher auf wackeligen Pfeilern gebaut: Chelsea bezieht seine Einnahmen vor allem aus der Premier League- und UEFA-TV-Vermarktung. Selbst bei Topleistungen wird so schlecht kalkuliert, dass im Idealfall nur ein kleiner Gewinn dabei heraussprudelt. Man muss sich schleunigst um wachsende Einnahmen aus der Stadionvermarktung kümmern, sonst muss Geldgeber Roman Abramowitsch noch sehr viel tiefer in die Tasche greifen. Wie wichtig also das Abschneiden von Coach Guus Hiddink ist, wird hier deutlich.

Die Plätze   6-10
Die Plätze 11-15
Die Plätze 16-10
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