Top 20: Die reichsten Clubs der Welt (Plätze 6-10)
Zum mittlerweile zwölfen Mal hat das Wirtschaftsprüfer-Büro Deloitte unter den Titel Football Money League eine Auflistung der zwanzig reichsten Fußballvereine der Welt veröffentlicht. In unserer mehrteiligen Serie nimmt Goal.com den internationalen Sportmarkt unter die Lupe und analysiert, warum welche Vereine zur Fußball-Elite gehören. Diesmal: Die Plätze 6 bis 10.
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6. Arsenal London (ENG)
Umsatz 2008: 264,4 Millionen Euro
(Stadion: 45% – TV: 34% – Werbung: 21%)
Die englischen TV-Verträge sind ja schon gigantisch, doch was die „Gunners“ aus ihrer Stadionvermarktung herausholen übertrifft diesen Geldbrunnen noch einmal. Über Rezession braucht man sich an der Themse keine Sorgen zu machen. 50.000 Fans haben sich in eine Warteliste eingetragen, um in den kommenden Jahr(zehnt)en eine Dauerkarte ergattern zu können. Laut dem Gesetz von Angebot und Nachfrage eine ideale Position, um die Kartenpreise hochzuschrauben. Nur bei den Sponsoren, da herrscht noch jede Menge Luft nach oben. Titel würden jetzt den Markwert weiter hochschrauben.
7. FC Liverpool (ENG)
Umsatz 2008: 210,9 Millionen Euro
(Stadion: 23% – TV: 46% – Werbung: 31%)
Liverpool ist das komplette Kontrastbild zu Arsenal. Anfield Road heißt zwar unbeschreibbare Tradition, aber auch unzählige Millionen, die durch die Lappen gehen. Neue Stadion-Pläne wurden jedoch auf 2011 verschoben. Von 60.000 Zuschauern sollen 10.000 ab dann in Business Seats Platz nehmen. Hauptsponsor Carlsberg hat dafür jüngst sein Engagement finanziell ausgebaut bei den „Reds“ und vier weitere Subsponsoren, die jeweils 13 Millionen in den Verein pumpen sollen, stehen kurz vor Vertragsunterzeichnung. Ein trauriges Paradebeispiel dafür, dass Tradition der Marketingmaschinerie weichen muss, möchte man hoch hinaus.
8. AC Mailand (ITA)
Umsatz 2008: 209,5 Millionen Euro
(Stadion: 13% – TV: 58% – Werbung: 29%)
Für Milan lief das Jahr 2008 weniger erfolgreich als kalkuliert, weswegen man 19 Millionen Euro Miese schrieb. Ein Jahr ohne Champions League macht sich eben deutlich bemerkbar. Kein Wunder, dass Berlusconi Sparmaßnahmen einläuten will. Muss letztendlich Kaka doch verkauft werden? 2010 könnte es nämlich weiter bergab gehen, denn ab dann werden die TV-Rechte nicht mehr individuell, sondern im Kollektiv in Italien verkauft. Kein Wunder, dass der Verein auf eine Renovierung, wenn nicht sogar Neubau des Betonklotzes namens San Siro besteht. Mit 26,7 Millionen Euro aus Stadionvermarktung erwirtschaften die „Rossoneri“ nämlich nur knapp mehr als Vereine wie der PSV Eindhoven, der noch lange nicht in dieser Liste zu finden ist.
9. AS ROM (ITA)
Umsatz 2008: 175,4 Millionen Euro
(Stadion: 13% – TV: 60% – Werbung: 27%)
Die „Roma“ ist dank fetter Fernseh- und Sponsorendeals mächtig im Aufwind. Im Vergleich zu 2004 konnte man den Umsatz fast verdoppeln. Die guten sportlichen Leistungen national brachten jede Menge Kohle aus der Champions League, allerdings musste Deloitte auch feststellen, dass nicht immer gut gewirtschaftet wurde in Italiens Hauptstadt. Die Frage wird sein, wie lange der brüchige Haushalt so noch tragbar sein wird für AS. Das olympische Stadion, mit nur 36.000 Zuschauern im Schnitt, ist jedenfalls kein Goldbrunnen. Und auch wenn die italienischen TV-Gelder ab 2010 sozialistischer verteilt werden, könnte es abwärts gehen.
10. Inter Mailand (ITA)
Umsatz 2008: 167,5 Millionen Euro
(Stadion: 7% – TV: 64% – Werbung: 29%)
Sportlich dominiert Inter die Serie A und ist auf dem Weg zur vierten Scudetto in Folge. Allerdings sackt man finanziell immer weiter ab in der Football Money League und wurde nun selbst vom AS Rom eingeholt. Ähnlich wie der Stadtrivale AC Mailand leidet man unter den mangelhaften Möglichkeiten des San Siro, die im Schnitt 60 Millionen Euro weniger einbringen als die europäischen Spitzenverdiener. Präsident Massimo Moratti hat die Notsituation erkannt und beschlossen, dass spätestens 2012 ein neues Stadion stehen muss. Auch finanziell lagen alle Hoffnungen darauf, dieses Jahr die Champions League zu gewinnen. Dies gelang auch „The Special One“ Mourinho nicht. Mit einem Geldregen muss Inter sich also weiter gedulden und verliert eventuell Boden zur absoluten Spitze.
Die Plätze 11-15
Die Plätze 16-10
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