Top 20: Die reichsten Clubs der Welt (Plätze 11-15)

Zum mittlerweile zwölfen Mal hat das Wirtschaftsprüfer-Büro Deloitte unter den Titel Football Money League eine Auflistung der zwanzig reichsten Fußballvereine der Welt veröffentlicht. In unserer mehrteiligen Serie nimmt Goal.com den internationalen Sportmarkt unter die Lupe und analysiert, warum welche Vereine zur Fußball-Elite gehören. Diesmal: Die Plätze 11 bis 15.

Gianluca Pessotto - Juventus (Foto Grazia Neri)
(fd) München. Wie unterschiedlich man nicht nur in jedem Land, sondern auch jeder Verein für sich wirtschaftet, beweisen diese fünf Vereine, die gleichzeitig Aufstieg und Fall im europäischen Geschäft symbolisieren. Denn Herr im eigenen Stadion zu sein, wird immer wichtiger, wie die Plätze 11 bis 15 beweisen.

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11. Juventus Turin (ITA)

Umsatz 2008: 167,5 Millionen Euro
(Stadion: 7% – TV: 64% – Werbung: 29%)

Juventus ist der Fernsehmagnet Europas, der nicht nur in Italien die Fanmassen vor die Röhre lockt. Alleine der Aufstieg in die Serie A schraubte die nationalen TV-Einnahmen um 26 Millionen Eurostücke höher. Die Mediarechte machen 64% des gesamten Umsatzes der „alten Dame“ aus, kein anderer Verein in dieser Rangliste ist so abhängig vom Fernsehen wie der Fiat-Club. Das Stadio delle Alpi mag zwar Kultfaktor haben, doch beschert dem Rekordmeister die geringsten Einnahmen aller zwanzig Topclubs. Ein Neubau in enger Kooperation mit Sportfive war definitiv die richtige Entscheidung, auch wenn die „Bianconeri“ mit einer Kapazität von 40.000 Zuschauern äußerst tief für einen Traditionsverein stapeln. Nach der Teilnahme in der Champions League wird man „Juve“ wohl kommendes Jahr in der Top 10 wiederfinden.

12. Olympique Lyon (FRA)

Umsatz 2008: 155,7 Millionen Euro
(Stadion: 14% – TV: 48% – Werbung: 38%)

Der französische Abomeister konnte seinen Umsatz dieses Jahr um 15 Millionen Euro erhöhen. 2004 betrug dieser noch weniger als die Hälfte (72 Millionen Euro). Lyon profitiert dabei vor allem von den Einnahmen aus der Champions League, in der man als Meister Jahr für Jahr mitmischt. Doch auch national steigen so langsam die Einnahmen, die den Verein international immer konkurrenzfähiger machen, denn einzig und allein mit der fetten Beute aus dem nationalen TV-Topf kann man die mangelhaften Gewinne aus der Stadionwirtschaft kompensieren. Die Pläne einer neuen, modernen Arena, die 60.000 Zuschauer beherbergen soll, wurden jedoch auf 2013 verschoben. Statt die Gewinne groß mit Transfers zu verjubeln, planen die Franzosen weltweite Jugendcamps in Indien, Nord-Afrika, dem Nahen Osten und den USA zu errichten, die außerdem die Marke „Olympique Lyon“ international bekannter machen sollen. Grandiose Investitionen für die Zukunft, wie wir finden.

13. FC Schalke 04 (DEU)

Umsatz 2008: 148,4 Millionen Euro
(Stadion: 22% – TV: 38% – Werbung: 40%)

Schalke ist ein Volksclub, deren treue Fans Woche für Woche die 63.000 Sitze der hochmodernen Veltins Arena füllen. Dennoch bleiben bei „Königsblau“ die Ticketpreise vergleichsweise niedrig, keine Selbstverständlichkeit in dieser Rangliste. Somit sind vor allem sportliche Leistungen entscheidend für den Revierclub, der in der Vorsaison erst vom FC Barcelona im Champions League-Viertelfinale aufgehalten wurde. Diese Einnahmen machen sich bemerkbar: Die Gelsenkirchener kletterten um drei Plätze in diesem Ranking. Kommendes Jahr wird es jedoch wieder bergab gehen, nach dem Verpassen der Königsklasse. Doch mit Gazprom und Adidas hat man eine der besten Partner überhaupt, um dieses Fall abzufedern.

14. Tottenham Hotspur (ENG)

Umsatz 2008: 145,0 Millionen Euro
(Stadion: 35% – TV: 35% – Werbung: 30%)

Tottenham ist der beste Beweis dafür, dass man mit einer mäßigen Mannschaft dennoch Geld drucken kann, auch wenn es dieses Jahr vier Plätze runter geht im Ranking. Zwar gewann man den englischen Ligapokal, doch der bringt nur Kleingeld mit sich. Der Ex-Club von HSV-Trainer Martin Jol darf ab sofort vor allem auf viele Millionen des Trikotsponsors Mansion bauen, denn auf der Insel ist das Sponsoring von Casinos und Wettbüros nicht verboten. Um den Anschluss an Stadtrivalen Arsenal London nicht zu verlieren, plant man außerdem den Bau einer neuen 60.000er Arena, über deren Rechte man komplett verfügt. Heutzutage geht es nämlich nicht mehr nur darum, seine Spiele ausverkauft zu bekommen, sondern Herr eines Stadions zu sein, in dem möglichst 365 Tage im Jahre Events aller Art, wie beispielsweise Konzerte, stattfinden. Tottenham leistet also vorzügliche Fundamentarbeit. Sobald der Verein auch sportlich glänzt, darf man die Hauptstädter wieder zur Top 10 der Welt zählen.

15. Hamburger SV (DEU)

Umsatz 2008: 127,9 Millionen Euro
(Stadion: 36% – TV: 22% – Werbung: 42%)

Dass man auch als Verein aus Deutschland, der nicht in der Champions League mitspielt, Geld drucken kann, demonstriert der Hamburger SV. Obwohl man „nur“ den UEFA Cup erreichte stieg der Umsatz um knapp acht Millionen Euro. Viel wichtiger sind jedoch die Sponsorengelder, die fast 54 Millionen Euro in der Hansestadt ausmachen. Dietmar Beiersdorfer profitiert ganz klar von der florierenden Lokalwirtschaft in der Hafenstadt und verkaufte zudem die Namensrechte des Stadions für drei Jahre an die HSH Nordbank, ein Mittel, auf das noch nicht überall in Europa gesetzt wird. Im Gegensatz zu Schalke schrauben die „Rothosen“ die Ticketpreise immer weiter hoch und freuen sich über wachsende Einnahmen, denn die Fans schreckt dies anscheinend nicht ab. Außerdem konnte der Vertrag mit Trikotsponsor Emirates verlängert werden. Sollte Martin Jol tatsächlich die Champions League-Qualifikation schaffen, sieht es nach rosigen Zeiten im Norden aus.

Die Plätze 16-10
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Morgen bei GOAL.COM: Die Plätze 6-10


Was sagt ihr zu diesen Ergebnissen? Welche Prognose wagt ihr für kommendes Jahr?


 
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