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Nachdem erst das Flutlicht in Resistencia streikte, streikte in dieser Woche Argentinien und ließ den zweiten Versuch fast auch noch ausfallen.

Buenos Aires. Es ist keine leichte Zeit in Südamerika. Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien lässt das Land in diesen Tagen eine Welle der Gewalt spüren. Auch in Argentinien wurde gestreikt und der Fußball wurde zur Nebensache. Beinahe führten die Proteste zur Absage des Rückspiels im Superclassicos das Americas (4:3 n. E.).

Proteste in Brasilien

In Brasilien regen sich Proteste gegen die Kosten der WM und die Arbeitsbedingungen bei den Bauten zu eben diesem Turnier. Die Stimmung in dem südamerikanischen Riesen ist leicht gereizt, was sich auch in der Gewalt widerspiegelt, die die großen Städte erschüttert. Zuletzt kam es auch in dem eigentlich sicheren Süden zu Anschlägen. Die Demonstrationen lassen den Fußball in den Hintergrund rücken, so auch in Argentinien.

Generalstreik in Argentinien

Im Nachbarland des WM-Gastgebers ließ erst die Flutlichtanlage das Spiel gegen Brasilien ausfallen, nun führte ein Generalstreik fast zur erneuten Absage. Das Superderby beider Nationen fiel fast den Protesten gegen die amtierende Präsidentin Kirchner und der Einkommenssteuer zum Opfer. Der einflussreiche Gewerkschaftsführer Hugo Moyano rief zu den Streiks auf, die die großen Zufahrtsstraßen nach Buenos Aires und in andere Metropolen versperrten.

Fans ungewohnt streng getrennt

Hintergrund der Demonstrationen sind zum einen die hohe Einkommenssteuer und zum anderen die Pläne der Kirchner-Partie, die Verfassung zu ändern, damit sie 2015 noch einmal kandidieren könne. Mehr als 80 Prozent lehnen dieses Vorhaben ab. Die Fronten sind verhärtet, wie die Reaktion der Präsidentin zeigte: „Das heute war ein Würgegriff, eine Drohung.“

Um die Stimmung der Gauchos nicht noch mehr aufzuheizen, wurden beide Fanlager ungewohnt streng voneinander getrennt. Nicht nur die Zugänge waren separiert, auch der Gästeblock wurde abgeschirmt, damit weder eine visuelle noch eine verbale Konfrontation der Anhänger erfolgen konnte.

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